Aktuelle Veranstaltungen an der Wiener Romanistik

 

WiSe 2017/18, Mi 17.15-18.45, ROM 1

Ringvorlesung Kanada: UmWelten und GrenzRäume im transnationalen Kino

Das Jahr 2017 markiert das 150. Gründungsjahr Kanadas, das Jahr 2018 das 20. des Zentrums für Kanada-Studien an der Universität Wien. Aus diesem Anlass findet die interdisziplinäre Ringvorlesung Kanada: UmWelten und GrenzRäume im transnationalen Kino statt, die thematisch an den neu gegründeten Forschungsverbund Umwelt der Universität Wien anknüpft und in deren Rahmen zudem die zweite Vienna Lecture in Canadian Studies/Conférence viennoise en Études canadiennes abgehalten wird. Die Ringvorlesung macht so aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive Fragen der UmWelten und GrenzRäume stark und fokussiert dabei, nach drei einführenden Einheiten, das kanadische Kino seit den 1980er Jahren aus einer transnationalen Perspektive. Im Zentrum des Interesses steht dabei die Frage, wie die unterschiedlichen sprachlich-kulturellen Sphären Kanadas im Kino verhandelt werden. Auf welche Weise spielen hier UmWelten und GrenzRäume im Rahmen von Bezugnahmen auf translokale, -regionale bzw. -nationale Bezüge eine identitätsstiftende Rolle? Welche Unterschiede zeigen sich zwischen West- und Ostküste, Stadt und Land, Franko-, Anglophonie und First Nations, aber auch zwischen Dokumentar-, Spielfilm- und Hybridgenres bzw. Mainstream-, Autoren- und Experimental-film¬produktionen. All diese Fragen wird die Ringvorlesung in Form von Einzelanalysen an der Schnittstelle von Romanistik und Anglistik/Amerikanistik sowie von Medien- und Kulturwissenschaften beleuchten.

Zum Programm: http://canada.univie.ac.at/lecture-series-201718/


Mi, 25. Oktober 17:00 Uhr

Noi e l’italiano. Autobiogra a linguistica di due sceneggiatori. Im Gespräch mit Giordano Meacci und Francesca Serafini 

Will man für eine Filmfigur die zu ihr passende Sprechweise finden, sollte man über sie alles wissen, etwa Bildungsgrad, Gesellschaftsschicht, Herkunftsort. Nur so kann ein geübter Drehbuchautor der Figur die Sprache gewissermaßen auf den Leib schreiben. Eine überzeugende Annäherung ist dabei das höchste Ziel, denn - so Regisseur Claudio Caligari - „Kino ist Fiktion“. Die sprachliche Ausdrucksform ist folglich auf eine Weise zu definieren, dass sie zum einen überzeugt, sich aber zugleich den kreativen und dichterischen Anforderungen des Drehbuchprojekts fügt. Im Rahmen der Veranstaltung erläutern die beiden Drehbuchautoren diese Methode am Beispiel des römischen Dialekts in Caligaris Film Non essere cattivo (2015): der Dialekt ist dabei die einzige mögliche Form, um die Verwahrlosung in Roms Vororten überzeugend widerspiegeln zu können.

Ort: Institut für Romanistik, Spitalgasse 2, Hof 8 , Saal ROM 14 (1. Stock)
Veranstalter: http://www.iicvienna.esteri.it