Univ.-Prof. Mag. Dr. Birgit Mertz-Baumgartner

 

Persönliche Vorstellung
« Le temps de lire, comme le temps d’aimer, dilatent le temps de vivre. » (Daniel Pennac)

Birgit Mertz-Baumgartner, geboren 1967, Universitätsprofessorin für französische und spanische Literatur- und Kulturwissenschaften.  Verheiratet, eine Tochter.

 

Beruflicher Werdegang

seit 10/2012 

Universitätsprofessorin am Institut für Romanistik


November 2003

Habilitation. Ethikund Ästhetik der Migration. Algerische Autorinnen in Frankreich(1988-2003). Lehrbefugnis Romanische Philologie/ Litera­tur­wissenschaft)


02/1999-09/2012

Universitätsassistentin (100%) am Institut für Romanistik (seit 03/2004 definitiv gestellt)


12/1991 – 01/1999

Vertragsassistentin (50%) am Institut für Romanistik


zahlreiche Studien- und Forschungsaufenthalte in Frankreich, Spanien und Québec


29.11.1996

Promotion sub-auspiciis praesidentis


WS 1992/93-WS 1995/96

Dissertation. Monologues québécois' oder Geschichten eines 'Monsieur qui parle tout seul': Standortbestimmung einer Gattung am Rande (Prof. Dr. Ursula Mathis, Prof. Dr. Wolfram Krömer)


Januar 1993

Studienabschluss Translationswissenschaft (Französisch/Spanisch)


09/1991 – 07/1992

Unterrichtspraktikum am Gymnasium der Franziskaner in Hall


09/1990 – 11/1991

Tonstudio der geisteswissenschaftlichen Fakultät (12 h/Woche)


7. Juli 1990

Sponsion zur Magistra der Philosophie (Lehramt Französisch/Deutsch)


SoSe 1986 

Beginn des Zweitstudiums Translationswissenschaft (Französisch/ Spanisch)


WS 1985/86

Beginn des Studiums Französisch/Deutsch Lehramt an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

 

Forschungsschwerpunkte
« Celui qui trouve sans chercher est celui qui a longtemps cherché sans trouver. » (Gaston Bachelard)

Französisch- und spanischsprachige Literaturen der Gegenwart; maghrebinische Literaturen des 20. und 21. Jahrhunderts (insbesondere Algerien und Marokko); postkoloniale Theorien und Literaturen; Migrationsliteraturen; französische und spanische Populärmusik der Gegenwart; Literaturdidaktik

 

Fünf ausgewählte Publikationen
(2012): Passages et ancrages en France. Dictionnaire des écrivains migrants (hg. mit Ursula Mathis-Moser).Paris: Champion.

(2012): Guerre d’Algérie, guerre d’indépendance. Regards littéraire croisés (hg. Mit Beate Burtscher-Bechter). Würzburg: Königshausen & Neumann.

(2016): Lyrik transkulturell (hg. mit Eva Binder/Sieglinde Klettenhammer). Würzburg: Königshausen & Neumann.

(2020): Opfernarrative in transnationalen Kontexten (hg. mit Eva Binder et. al.). Berlin: de Gruyter 2020.

(2020): « Rue des voleurs – réseaux, routes et circulation : ou comment repenser la Méditerranée ? » In: Messling, Markus/Ruhe, Cornelia/Seauve, Lena/de Senarclens, Vanessa : Mathias Énard et l’érudition du roman. Amsterdam: Brill Rodopi, 2020, 253-265.

 

  Liste aller Publikationen

 

Forschungsprofil
Mein Interesse gilt den französisch- und spanischsprachigen Gegenwartsliteraturen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den maghrebinischen Literaturen sowie Migrationsautor*innen in französischer Sprache. Es dominieren kulturwissenschaftliche Fragestellungen wie jene nach dem Verhältnis von Geschichte und Literatur, nach Erinnerungsdiskursen, nach Identität und Differenz in kolonialen und postkolonialen Kontexten, nach Transkulturalität und Transnationalität, etc.
In den letzten Jahren spielt zunehmend die Textmusikforschung (französische und spanische Popular Musicder Gegenwart) eine wichtige Rolle; ebenso die Literaturdidaktik.

 

Lehrtätigkeit
Ich biete regelmäßig Lehrveranstaltungen (AG, PS, SE, VO, VU) für Studierende der Französistik und Hispanistik (BA, MA) sowie für Doktoratsstudierende an. Ich nehme in diesen beiden Fächern auch die Leselistenprüfungen ab, betreue BA- und MA-Arbeiten sowie Dissertationen.
Thematisch orientieren sich die Lehrveranstaltungen an meinen Forschungsinteressen und –arbeiten, vor allem aber auch an kanonischen Themen der jeweiligen Fächer, mit denen die Studierenden vertraut gemacht werden sollen. Dazu kommt ein Angebot für Lehramtsstudierende (v.a. Französistik) aus dem Bereich der Literaturdidaktik (z.B. Nouvelles francophones en classe de FLE; Chanson en classe de FLE)

 

Philosophie in der Lehre/Ziele
« On ne peut rien enseigner à autrui. On ne peut que l’aider à découvrir lui-même. » (Galilée)

Mein vorrangiges Ziel ist ein adressatengerechter Unterricht (Studieneingangsphase, BA-Studierende), in dem die Studierenden progressiv an einen theoretisch und methodisch reflektierten Umgang mit literarischen Texten herangeführt werden. Freude am Lesen, Ausbildung von Lese- und Analysefertigkeiten sowie Motivation zur literatur- und kulturwissenschaftlicher Reflexion sollen trainiert werden. Dabei stehen handlungs- und prozessorientierte Ansätze im Zentrum. Auf der Ebene des MA- und Doktoratsstudiums sollen theoretisches Wissen vertieft und eigenständiges Forschen befördert werden. Ich unterstütze Studierende in allen Phasen Ihres Studiums, verlange jedoch auch Selbständigkeit und Eigenverantwortung.

 

Auflistung thematischer Schwerpunkte - Beispiele

  •  Barockes Theater in Spanien
  • Genderdiskurse im Spanien des 17. und 18. Jahrhunderts
  • Revoltierte Romantik in Spanien
  • Umgehungsstrategien der Zensur. Roman und Theater
  • Die novela picaresca und ihre Nachfolger im 20. Jahrhundert
  • Variationen des Don-Juan-Motivs vom 17. bis ins 20. Jahrhundert
  • Die französische Komödie. Von der Farce zum absurden Theater.
  • Weibliches Schreiben in Frankreich von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert
  • Kriegstraumata erzählen. Französischsprachige Texte und der Algerienkrieg


Aktuelle Funktionen

  • Institutsleiterin
  • Leiterin des Forschungszentrums „Kulturen in Kontakt“
  • Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des FSP „Kulturelle Begegnungen, kulturelle Konflikte“
  • Mitglied im Board des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“
  • Mitglied des Senats
  • Mitglied des Fakultätsrats

 

Was ich noch über mich sagen möchte
Meine kreativsten Ideen habe ich nicht am Schreibtisch, sondern in der freien Natur beim Langlaufen oder Wandern...

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