Professoren

 

Theodor Gartner

Theodor Gartner1843: Geboren in Wien.
1863-69: Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften in Wien.
1869-85: Tätigkeit als Mittel- und Oberschullehrer für Chemie und Physik sowie (ab 1875) für Französisch und Deutsch in Troppau, Bozen, Korneuburg, Ungarisch-Hradisch (heute: Hradiste/Tschechien), Linz und Wien.
1876: Urlaub in Gröden, Bekanntschaft mit dem Phonetiker E. Böhmer und erste Beschäftigung mit dem Rätoromanischen.
1877-79: Studium der romanischen Philologie in Wien (bei A. Mussafia).
1879: Promotion: Die Gredner Mundart, Linz – eine der ersten sprachwissenschaftlichen Beschreibungen eines romanischen Einzelidioms.
1883: Raetoromanische Grammatik, Heilbronn.
1885: Berufung auf die Lehrkanzel für romanische Philologie an der Universität Czernowitz; Beschäftigung mit dem Rumänischen und dem Ruthenischen (Ukrainischen).
1899: Ernennung zum ersten Ordinarius für romanische Philologie an der Universität Innsbruck.
1910: Handbuch der rätoromanischen Sprache und Literatur, Halle/Saale.
1911: Emeritierung und Übersiedlung nach Bozen.
1913: Das neue Testament. Erste rätoromanische Übersetzung von J. Bifrun, Dresden.
1923: Ladinische Wörter aus den Dolomitentälern, Halle/Saale.
1925: Gestorben in Innsbruck.


Arturo Farinelli

Arturo Farinelli1867: Geboren in Intra am Lago Maggiore.
1885-87: Studium am Polytechnikum in Zürich.
1887-92: Studium der romanischen Philologie (bei H. Morf) und der Germanistik in Zürich und in Paris (bei G. Paris).
1892: Promotion: Deutschlands und Spaniens literarische Beziehungen, Berlin 1892/95.
1892-96: Französisch- und Italienischlehrer an der Handelsakademie in Innsbruck.
1896: Habilitation bei H. Schuchardt in Graz: La poetica di Ignazio Luzan e le censure del dramma spagnolo, unveröffentlicht; Aufnahme der Lehrtätigkeit in Innsbruck.
1901: Ernennung zum „wirklichen Extraordinarius“ mit dem Schwerpunkt „Romanische Literaturgeschichte“ in Innsbruck.
3.-4.11.1904: „Fatti di Innsbruck“: Anlässlich der Eröffnung der „provisorischen Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät mit italienischer Vortragssprache“ kam es zu gewalttätigen Protesten alldeutscher Demonstranten, bei denen auch ein Toter (der Innsbrucker Kunstmaler ladinischer Abstammung Augustin Pezzey) zu beklagen war. In der Folge wurde die Universität Innsbruck „ent-italianisiert“, was u.a. zur Zwangsbeurlaubung Farinellis bis 1907 führte (er war der einzige italienische Professor an der Philosophischen Fakultät). Sein Extraordinariat (das de facto die italienische Lehrkanzel weiterführte) wurde trotz zweier Anläufe nicht nachbesetzt, sondern 1908 in ein italienisches Lektorat umgewandelt, das Enrico Quaresima (Nonsberg) übertragen wurde.
1907: Wechsel an die Universität Turin als Professor für Germanistik. Farinelli wird dadurch zum Begründer der germanistischen Studien in Italien.
1931-36: Leitung des Petrarca-Hauses in Köln.
1948: Gestorben in Turin.


Karl v. Ettmayer

Karl v. Ettmayer1874: Geboren in Jessenetz (heute: Jesenece/Tschechien).
1884: Übersiedlung mit der Familie nach Trient.
1892: Beginn des Medizinstudiums an der Universität Innsbruck.
1894-99: Studium der romanischen Philologie, zuerst in Innsbruck (ein Semester) und dann in Graz (bei H. Schuchardt und A. Ive).
1899: Promotion: Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol. Ein Beitrag zum oberitalienischen Vokalismus, Romanische Forschungen 13, 1902.
1903: Habilitation bei W. Meyer-Lübke in Wien: Bergamaskische Alpenmundarten, Leipzig 1903.
1905: Berufung auf die Lehrkanzel für romanische Philologie an der Universität Freiburg i. Üchtland.
1911: Berufung nach Innsbruck als Nachfolger von Theodor Gartner.
1915-38: Professor für romanische Philologie in Wien als Nachfolger seines berühmten Lehrers W. Meyer-Lübke.
1927: Wahl zum Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften.
1927: Über das Wesen der Dialektbildung, erläutert an den Dialekten Frankreichs, Wien.
1938: Das Ganze der Sprache und seine logische Begründung, Jena/Leipzig.
1938: Gestorben in Wien. Todesursache war ein Gehirnschlag, hervorgerufen durch die starke Erregung über die am 22.3. erfolgte Vereidigung der Universitätsprofessoren auf Adolf Hitler.


Ernst Gamillscheg

Ernst Gamillscheg1887: Geboren in Neuhaus (heute: Jindrichuv Hradec/Tschechien).
1905-09: Studium der Romanistik (bei W. Meyer-Lübke) und Germanistik in Wien.
1909: Promotion: Die romanischen Elemente in der deutschen Mundart von Lusern, Halle/Saale 1912.
1909-10 und 1912: Studium an der École Pratique des Hautes Études in Paris (bei J. Gilliéron und M. Roques).
1913: Habilitation bei W. Meyer-Lübke in Wien: Studien zur Vorgeschichte einer romanischen Tempuslehre, Wien 1913.
1914-15: Kriegsdienst an der Ostfront, schwere Verwundung.
1916: Berufung nach Innsbruck als ao. Professor (Nachfolge Karl von Ettmayer). Das Institut musste Gamillscheg zeitweise alleine führen, da ihm auf Grund der Einberufung von E. Quaresima (Italienisch) und der Erkrankung von A. Charles (Französisch) keine Lektoren zur Verfügung standen. Im WS 1917/18 wurden z.B. nur folgende drei romanistische Lehrveranstaltungen (alle von Gamillscheg) angeboten: Französische Wortlehre (VO 3h), Einführung in das Rumänische (VO 2h), Die Ortsnamen im Burggrafenamte und in den angrenzenden Gemeinden (SE 2h).
1919: Ernennung zum o. Professor.
1925: Wechsel an die Universität Berlin.
1926-28: Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, Heidelberg.
1931-70: Hauptherausgeber der Zeitschrift für französische Sprache und Literatur.
1934-36: Romania Germanica. Sprach- und Siedlungsgeschichte der Germanen auf dem Boden des alten Römerreichs, Berlin/Leipzig.
1940-44: Direktor des Deutschen Kulturinstituts in Bukarest.
1946: Berufung an die Universität Tübingen.
1956: Emeritierung.
1971: Gestorben in Tübingen.


Emil Winkler

Emil Winkler1891: Geboren in Neutitschein (heute: Novy Jicin /Tschechien).
1908-09: Studium der Jurisprudenz an der Universität Wien.
1909-12: Studium der romanischen Philologie in Wien (bei W. Meyer-Lübke und Ph. A. Becker).
1912: Promotion: Zur Lokalisierung des sogenannten Capitulare de villis. Sprachliches und Sachliches, Zeitschrift für Romanische Philologie 37, 1913.
1913-14: Studium in Berlin (bei H. Morf).
1914-16: Teilnahme am ersten Weltkrieg; schwere Verwundung.
1918: Habilitation bei K. von Ettmayer in Wien: Französische Dichter des Mittelalters. I: Vaillant, II: Marie de France, Wien 1918.
1921: Ernennung ad personam zum „ao. Professor für romanische Philologie mit besonderer Berücksichtigung der italienischen Literatur“ in Innsbruck. Damit wurde das literaturwissenschaftliche Extraordinariat, das seit dem Abgang von Farinelli verwaist war, wieder besetzt.
1925: Ernennung zum o. Professor in Innsbruck.
1928: Annahme eines Rufes nach Wien.
1929: Grundlegung der Stilistik, Bielefeldt/Leipzig.
1935: Wechsel an die Universität Heidelberg und Ernennung zum Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
1935-42: Mitherausgeber der Zeitschrift für französische Sprache und Literatur.
1938: Berufung an die Universität Berlin.
1939: Wahl zum Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und zum korrespondierenden Mitglied der Wiener Akademie der Wissenschaften.
1942: Gestorben in Salzburg.


Josef Brüch

Josef Brüch1886: Geboren in Thessau (heute: Tisová/Tschechien).
1904-08: Studium der Germanistik und der Romanistik an der dt. Universität in Prag.
1909-10: Studium an den Universitäten Leipzig (bei G. Weigand) und Wien (bei W. Meyer-Lübke).
1911: Promotion: Zur Sprache der Rede vom Glauben des armen Hartmann. Lautlehre, Formenlehre und Wortschatz nach den Reimen, Prag 1910.
1913: Habilitation bei J. U. Jarník in Prag: Der Einfluss der germanischen Sprachen auf das Vulgärlatein, Heidelberg 1913.
1913-14: Lehrbeauftragter an der deutschen Universität in Prag.
1915-23: Privatdozent an der Universität Wien.
1923-26: Professor für romanische Philologie an der Universität Riga.
1926: Berufung als ao. Professor nach Innsbruck als Nachfolger von Ernst Gamillscheg.
1929: Ernennung zum o. Professor.
1933-34: Dekan der Philosophischen Fakultät.
1941: Die Anglomanie in Frankreich, Stuttgart.
1950: Wechsel an die Universität Wien.
1956: Ernennung zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Wien.
1957: Emeritierung.
1962: Gestorben in Wien.


Werner Mulertt

Werner Mulertt1892: Geboren in Halle/Saale.
1910-14: Studium der neueren Sprachen und der Philosophie in Halle/Saale (bei H. Suchier und K. Voretzsch), Berlin (bei H. Morf) und Besançon.
1914-18: Teilnahme am ersten Weltkrieg; 1915-18 Dienst als Krankenpfleger.
1918: Promotion: Laissenverbindung und Laissenwiederholung in den Chansons de Geste, Halle/Saale 1918.
1920: Habilitation bei K. Voretzsch in Halle/Saale: Studien zu den letzten Büchern des Amadisromans, Halle 1923.
1920-27: Privatdozent, später (1927) Ernennung zum ao. Professor in Halle/Saale.
1928-29: ao. Professor für Romanische Philologie in Danzig.
1929: Berufung als o. Professor nach Innsbruck als Nachfolger von Emil Winkler.
1936: Annahme eines Rufes nach Halle/Saale, wo Mulertt Nachfolger seines Lehrers K. Voretzsch wird: offiziell, weil er „sich gezwungen [sah], einer Hochschule mit reichen Bibliotheksbeständen und größerem Lehrbetrieb den Vorzug zu geben“, inoffiziell, weil er mit den damaligen politischen Verhältnissen in Österreich nicht zufrieden war.
1941: Literarische Frauen-Idealbilder vor und in der italienischen Renaissance, Hamburg.
1944: Gestorben in Halle/Saale.


Alwin Kuhn

Alwin Kuhn1902: Geboren in Berlin.
1921-26: Banklehre und Anstellung bei einer Textilfirma.
1927-31: Studium der romanischen und englischen Philologie in Tübingen (bei G. Rohlfs), Bonn (bei W. Meyer-Lübke) und Leipzig (bei W. v. Wartburg und Th. Frings).
1931: Promotion: Die französische Handelssprache im 17. Jahrhundert, Leipzig 1931.
1935: Habilitation bei W. v. Wartburg in Leipzig: Der hocharagonesische Dialekt, Paris 1936.
1938: Ernennung zum ao. Professor in Freiburg i. Breisgau und Aufnahme der Mitarbeit am FEW: Französisches Etymologisches Wörterbuch, für das Kuhn mehr als 150 Artikel lieferte.
1940: Wechsel nach Marburg/Lahn als Nachfolger von F. Schürr.
1951: Die romanischen Sprachen (Romanische Philologie, Bern) – ein Überblick über Problematik und Stand der romanischen Philologie.
1952: Berufung nach Innsbruck als Nachfolger von Josef Brüch.
1957-58: Dekan der Philosophischen Fakultät.
1958: Ernennung zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Wien.
1959: Wahl zum Leiter der Innsbrucker Gesellschaft zur Pflege der Geisteswissenschaften.
1960 und 1963: Gastprofessur in Ann Arbor/USA.
1963: Ernennung zum Mitglied der Michigan Academy of Sciences, Art and Letters.
1968: Gestorben in Innsbruck.


Herbert Frenzel

Herbert Frenzel1913: Geboren in Kairo.
1932-36: Studium der Romanischen Philologie an den Universitäten Bonn (bei E. R. Curtius), Rom und Paris.
1936: Promotion: Alfredo Oriani [1852-1909]. Ein Beitrag zur Geschichte des italienischen Nationalismus, Stuttgart 1937.
1936-66: Lektor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Genua.
1940-45: Teilnahme am zweiten Weltkrieg.
1956-66: Direktor des deutschen Kulturinstituts in Genua.
1957: Virgil in der modernen Lyrik Italiens, Krefeld.
1964: Habilitation für das Fach Romanische Philologie am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck: Ariost und die romantische Dichtung, Köln 1962.
1965: Berufung auf den seit 1936 unbesetzten Lehrstuhl für Literaturwissenschaft, im SS 1966 Aufnahme der Vorlesungstätigkeit.
1968: Gestorben in Innsbruck. Mit dem plötzlichen Tod von A. Kuhn Ende Juni und von H. Frenzel Mitte Oktober verliert das Institut für Romanistik innerhalb von 3 Monaten beide Professoren.


Wolfram Krömer

Wolfram Krömer1935 Geboren in Wünsdorf bei Berlin.
1955-60: Studium der Germanistik und der Romanistik an den Universitäten Bonn, Dijon, Genua und Köln (bei F. Schalk).
1960: Promotion: Ludovico di Breme 1780-1820. Der erste Theoretiker der Romantik in Italien, Genf/Paris 1961.
1961-63: Lektor an der Universität Valencia.
1963-69: Assistent am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes.
1967: Habilitation am Institut für Romanistik der Universität des Saarlandes: Zur Weltanschauung, Ästhetik und Poetik des Neoklassizismus und der Romantik in Spanien, Münster 1968.
1970: Berufung auf den literaturwissenschaftlichen Lehrstuhl „Romanistik II“ in Innsbruck.
1975: Die französische Romantik, Darmstadt.
1976: Die italienische Commedia dell’Arte, Darmstadt.
1981-83: Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät.
1982: Dichtung und Weltsicht des 19. Jahrhunderts, Wiesbaden.
1985-87: Rektor der Universität Innsbruck. Auszeichnungen: Ehrenzeichen des Landes Tirol, Encomienda de la Orden de Isabel la Católica, Officier dans l’Ordre des Palmes Académiques.
2003: Emeritierung.


Guntram A. Plangg

Guntram A. Plangg1933: Geboren in Bürs/Vorarlberg.
1952-57: Studium der Germanistik (bei K. K. Klein), Romanistik (bei A. Kuhn) und Anglistik in Innsbruck und in Poitiers; 1956 Dolmetsch-Diplom.
1957: Promotion: Die rätoromanischen Flurnamen des Brandnertals. Ein Beitrag zu Vorarlbergs Rätoromania Alemanica, Innsbruck 1962, danach Assistent am Institut für Romanistik in Innsbruck.
1958-60: Deutschlektor an der Universität Catania.
1966: Bearbeitung von A. Pizzinini, Parores Ladines. Vokabulare badiot-tudësk, Innsbruck.
1969: Habilitation am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck: Sprachgestalt als Folge und Fügung. Zur Phonologie des Dolomitenladinischen [Badiot] und seiner Nachbarn, Tübingen 1972.
1970-71: Gastprofessur an der Ohio State University.
1972: Berufung auf die sprachwissenschaftliche Lehrkanzel „Romanistik I“ in Innsbruck.
1976: Officier dans l’Ordre des Palmes Académiques.
1978: Mitglied der Kommission für Mundartkunde und Namenforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
1983-2001: Direktor der Prüfungskommission für das Lehramt an Höheren Schulen.
1986: Vorsitzender des Kulturbeirates des fassanischen Kulturinstituts „Majon di Fa- scegn“.
1992: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
1994: Ernennung zum Mitglied der Società di Studi Trentini di Scienze Storiche.
1995: Ernennung zum korrespondierenden Mitglied der Accademia Roveretana degli Agiati di Scienze.
2001: Emeritierung.


Hans-Joachim Müller

Hans-Joachim Müller1947: Geboren in Eppelborn/Saar.
1968-72: Studium der Romanistik, der Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Germanistik in Saarbrücken, Toulouse, Lissabon und Madrid.
1971: Universitätsassistent am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck.
1972: Promotion: Disimular und fingir oder Die listige Verstellung auf dem spanischen Theater des "Siglo de oro", unveröffemtlicht.
1974: Mitbegründer der Tiroler Sektion des „Österreichischen Lateinamerika Instituts“ (LAI) und Mitglied des „Consejo europeo de estudios sociales sobre la América Latina“ (CEISAL).
1977: Habilitation am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck: Der Roman des Realismus-Naturalismus in Frankreich, Wiesbaden.
1977: Das spanische Theater im 17. Jahrhundert oder zwischen göttlicher Gnade und menschlicher List, Berlin.
1982: Ernennung zum ao. Professor für neuere romanische Literaturwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung des ibero- und galloromanischen Bereiches.
1999: Encomienda de la Orden del Mérito Civil.
2003: Versetzung in den Ruhestand.
Der Forschungsschwerpunkt von Hans-Joachim Müller ist die Verbindung sozialgeschichtlicher, erkenntnistheoretischer und psychologischer Ansätze zur Erhellung der Literatur-, Geistes- und Kunstgeschichte der Romania.


Maria Iliescu

Maria Iliescu1927: Geboren in Wien.
1939: Übersiedlung mit der Familie nach Rumänien.
1947-50: Studium der klassischen Philologie und der allgemeinen Sprachwissenschaft in Bukarest (bei A. Graur).
1950-52: Assistentin für kl. Philologie und allg. Sprachwissenschaft an der Universität Bukarest.
1952-72: Leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institutul de lingvisticaš der rumänischen Akademie der Wissenschaften.
1954: Verleihung des Staatspreises II für die Mitarbeit an der Gramatica Limbii Române.
1958-62: Mitarbeit an der Crestomat¸ie romanicaš (Leitung: I. Iordan). Bearbeitung des vulgärlateinischen, rätoromanischen und wallonischen sowie (gem. mit A. Niculescu) des dalmatischen und istriotischen Abschnitts.
1958-66: Leiterin (mit M. Isbasescu) des großen Deutsch-rumänischen Wörterbuchs der Rumänischen Akademie der Wissenschaften.
1967: Promotion: Le frioulan à partir des dialectes parlés en Roumaine, Den Haag/Paris 1972; dafür Preis der Rumänischen Akademie der Wissenschaften (1974).
1972: Ernennung zur Ordinaria für allgemeine und romanische Sprachwissenschaft an der Universität Craiova.
1980: Introducere în studiul limbilor romanice, I: Latina vulgaraš; II: Limbile romanice (mit M. Livescu), Craiova, 1981-82.
1983: Ausreise aus Rumänien. Aufnahme der Lehrtätigkeit als Gast- und Vertragsprofessorin an der Universität Innsbruck.
1988-98: Professorin für Rumänistik an der Universität Trient.
1991: Du latin aux langues romanes Choix de textes traduits et commentés (du IIe siècle avant J.C. jusqu’au Xe sieècle après J.C.) (gem. mit D. Slusanski), Wilhelmsfeld / La typologie de la morphologie verbale romane. Vue synchronique, Innsbruck (gem. mit L. Mourin).
1997: Ernennung zur Honorarprofessorin des Instituts für Romanistik der Universität Innsbruck und zum Ehrenmitglied des Instituts für Linguistik der Rum. Akademie der Wissenschaften.
1998: Verleihung des Dr. h.c. durch die Universität Timisoara/Rumänien.
2001: Ernennung zur Vizepräsidentin der Société de Linguistique Romane (Straßburg).