ao. Univ.-Prof. Dr. Gerhild Fuchs

 

 

Persönliche Vorstellung
Seit ich mein Romanistikstudium an der Universität Innsbruck im fernen Jahr 1988 beendet habe, ist meine Verbindung zu diesem Institut, an dem ich mich auch jetzt noch sehr wohl fühle, nie mehr abgerissen. Ich konnte hier meine Interessen für die italienische und französische Literatur sowie für den Film und die Populärmusik dieser Länder in Forschung und Lehre frei entfalten. Seit 2015 leite ich das Archiv für „Textmusik in der Romania“, was meiner Beschäftigung mit der Populärmusik (Canzone, Chanson, Rap, etc.) großen Auftrieb verschafft hat.

 

Beruflicher Werdegang

2010 

Habilitation und Verleihung der Lehrbefugnis über „Romanische Literatur- und Kulturwissenschaften“ (Publikation der Habilitationsschrift 2014 im Winter-Verlag, Heidelberg: Von ‚Spaziersehern‘, ‚Erinnerungsflaneuren‘ und ‚pikaresken Wanderern‘. Literarische Topographien der Poebene bei Celati, Cavazzoni, Benati und anderen).


1995 

Promotion zur Doktorin der Philosophie (mit einer Dissertation zum Thema Aspekte der Literaturverfilmung: von Choderlos de Laclos’ Liaisons dangereuses zu Stephen Frears Dangerous Liaisons)


1992 

Anstellung als Universitätsassistentin am Institut für Romanistik der LFU


April bis Okt. 1990 und Okt. 1990 bis Feb. 1991

halbtägige Vertrags­assistentenstellen (Karenzvertretungen) am Institut für Roma­nistik der LFU


ab Wintersemester 1989/90

Lehraufträge am Institut für Romanistik


Sept. 1988 bis Juli 1989

Unterrichtspraktikum am BORG Fallmerayerstraße (Innsbruck)


1988 

Sponsion zur Magistra der Philosophie


Auslandsaufenthalte als Fremdsprachenassistentin in Dijon (Frankreich) Okt. 1983 bis Juni 1984 und als Austauschstipendiatin des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst an der Universität Bologna (Italien) Okt. 1986 bis März 1987


1981-1988

Lehramtsstudium aus Französisch und Italienisch an der LFU

 

Forschungsschwerpunkte
italienische Renaissance-Ritterepik

französische und italienische Literatur des 18. Jahrhunderts (Laclos, Diderot, Goldoni)

Literaturverfilmung (Les liaisons dangereuses; Il conformista)

zeitgenössische italienische Erzählliteratur (Baricco, Benati, Cavazzoni, Celati, Ferrante, Maraini, Malerba, Vassalli)

Film und Populärmusik in Italien

Während ich mich in der Phase vor und nach meiner Dissertation zu den Verfilmungen von Choderlos de Laclos’ Les liaisons dangereuses primär an narratologischen sowie literatur- und filmsemiotischen Ansätzen orientierte, hat sich meine Forschungsperspektive in den letzten ca. fünfzehn Jahren zu kulturwissenschaftlichen und transdisziplinären Ansätzen hin geöffnet (u.a. Intermedialität und Postcolonial Studies).

 

Fünf ausgewählte Publikationen
Fuchs, Gerhild (2014): Von ‚Spaziersehern‘, ‚Erinnerungsflaneuren‘ und ‚pikaresken Wanderern‘. Literarische Topographien der Poebene bei Celati, Cavazzoni, Benati und anderen. Heidelberg: Winter.

Fuchs, Gerhild (2015): „Bernardo Bertolucci Novecento. In: Grewe, Andrea / Di Stefano, Giovanni (Hg.): Italienische Filme des 20. Jahrhunderts in Einzeldar­stellungen. Berlin: Erich Schmidt, 297-317.

Winkler, Daniel / Schrader, Sabine / Fuchs, Gerhild (Hg.) (2015): Italienisches Theater. Geschichte und Gattungen von 1480 bis 1890. Berlin: Theater der Zeit.

Fuchs, Gerhild / Chiriacò, Gianpaolo (2019): „Fare l’americano, dagli anni Cinquanta a oggi: riflessioni sulle cover versions della hit carosoniana. In: ATeM – Archives of Text and Music Studies 4,1 (2019), 1-27 (plus Anhänge).
DOI 10.15203/ATeM_2019_1.08.

Fuchs, Gerhild (2020): „Postkoloniale und intersektionale Perspektiven auf Elena Ferrantes L’amica geniale-Zyklus“. In: Pröll, Julia / Moser, Ursula (Hg.): Transkulturelle Begegnungsräume. Ästhetische Strategien der Überlagerung, Pluralisierung und Simultaneität in den zeitgenössischen romanischen Literaturen. Würzburg: Könighausen & Neumann, 277-296.

 

  Liste aller Publikationen

 

Lehrtätigkeit
Der Schwerpunkt meiner Lehrtätigkeit, die am Beginn meiner Anstellung ganz auf die französische Literatur konzentriert war, verlagerte sich ab Mitte der 1990er Jahre zunehmend hin zu Literatur, Film und Populärmusik Italiens. Worauf ich in meinen Lehrveranstaltungen generell am meisten Wert lege, ist die Vermittlung des Kontexts der behandelten Werke sowie des jeweils geeigneten analytischen Zugriffs, um auf dieser Basis bei den Teilnehmer*innen einen autonomen Verstehensprozess in Gang zu setzen.
In meinen italianistischen Lehrveranstaltungen lassen sich folgende Schwerpunkte ausmachen:

Reise und Abenteuer in der frühen Erzählliteratur (von Dante bis Tasso)

italienisches Theater (insbesondere die Komödie von Ariosto bis Goldoni sowie Pirandello)

Lyrik des 19. Jahrhunderts

Erzählliteratur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts (v.a. Verga, Capuana, D’Annunzio und Pirandello)

postmoderne Erzählliteratur des 20. Jahrhunderts (v.a. Calvino und Baricco)

Literatur von Frauen im 20. Jahrhundert (v.a. Dacia Maraini und Elena Ferrante)

Raumkonzepte in der Literatur, v.a. am Beispiel der Poebene

italienisches Autorenkino mit wechselnden thematischen Schwerpunkten

italienische Populärmusik mit wechselnden thematischen Schwerpunkten

 

Aktuelle Funktionen am Institut
Leiterin der Abteilung für „Textmusik in der Romania“ und Mitherausgeberin der Open-Access-Zeitschrift ATeM

Koordinatorin der Lehreplanung im Bereich der Literaturwissenschaft

Koordinatorin der Buchbestellungen im Bereich der Literaturwissenschaft

 

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