Dr. Gianpaolo Chiriacò

 

Persönliche Vorstellung
Meine Arbeit konzentriert sich auf Musik und Rassismus und steht an der Schnittstelle von Ethnomusikologie, Kulturwissenschaft und Sound Studies mit einem spezifischen Interesse an den politischen und performativen Aspekten der gesungenen Stimme. Ich glaube, dass auf die große Unsicherheit, die an den Universitäten unter Akademikern weltweit Einzug gehalten hat, ein besonderes Augenmerk zu legen ist und es eine Verbesserung des Dialoges unter Wissenschaftlern, sowie zwischen Akademikern und verschiedenen sozialen Akteuren erfordert. Daher ist es mir ein großes Anliegen meine wissenschaftliche Arbeit durch Zeitungsartikel, öffentliche Präsentationen, Performances, Sound-Installations und Videos einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Meine ausgedehnte Feldforschung in Chicago wurde in einem Buch (Voci Nere. Storia e antropologia del canto afroamericano, 2018) und mehreren Artikeln publiziert. Aktuell bin ich hauptsächlich daran interessiert, den Klang des italienischen Kolonialismus und die Beziehungen zwischen Äthiopien und Italien durch die Linse der Populären Musik zu untersuchen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Beruflicher Werdegang

2019 - laufend

Senior Post-doc researcher
Institut für Romanistik, Universität Innsbruck


2016-19

Dozent der Ethnomusicology
Freie Universität, Bozen/Bolzano


2016-18

Dozent der Musikethnologie für Singerinnen
Alma Mater Studiorum, University of Bologna


2014-15

Marie Skłodowska-Curie Researcher
University of Salento


2012-14

Marie Skłodowska-Curie Researcher
Columbia College Chicago


2011-12

Dozent der Produktion der Populären Musik
University of Salento


2011

Fellow Researcher
University of Chicago (Black Metropolis Research Consortium)


2005-2010

Dozent (als Doktorand) der Musikethnologie und Afroamerikanische Musik
University of Salento


2010

Master “Vocologia artistica”
Alma Mater Studiorum, University of Bologna


2010

PhD Doktorat in “Das Kulturelle Erbe”, Scuola Superiore Isufi – Università del Salento (doktorarbeit: “The Cultural Heritage of Moresca: African Presence and European Stylizations in the Music of Italian Renaissance”) tutor: prof. Gianfranco Salvatore


2005

Master “Giornalismo e critica musicale,” Accademia della Musica in Roma


2004

Bachelor “Das Kulturelle Erbe”, Università del Salento 


2001

Praktikum als Lyrenbauer, Giorgios Papalexakis
Rethymno (Griechenland)

 

 

Forschungsschwerpunkte
 Voice Studies and Ethnomusicology; Cultural Studies; Italian Studies; Postcolonial Studies

Sound Archives and Social Justice;  Critical race theory; Music and vocal arts of the African Diasporas in Italy.

Meine Arbeit als Forscher war immer darauf ausgerichtet, nach neuen Wegen zu suchen, um Personen und Gemeinschaften sowohl in die Durchführung der Forschung als auch in die Präsentation ihrer Ergebnisse einzubeziehen. Da ich mich insbesondere für die Stimme interessiere sowie die Art und Weise, wie sie genutzt werden kann, dominieren performative und kollektive Aspekte meine Arbeit. Zudem ist es mein Ziel, durch meine Arbeit ein tieferes Verständnis für Fragen im Zusammenhang mit Rassismus und Diskriminierung zu fördern. 

 

Fünf ausgewählte Publikationen
CHIRIACÒ G (2016), Around the Sound: Paesaggi e prospettive tra etnomusicologia e Studi culturali, in VALLORANI, Introduzione ai Cultural Studies. UK, USA e paesi anglofoni, Roma: Carocci, pp. 143-159.

CHIRIACÒ G (2017), “Sound Recordings and Dignity Takings. Reflections on the Racialization of Migrants in Contemporary Italy,” Chicago-Kent Law Review, 92, 3, 991-1004.

CHIRIACÒ G (2018) Voci nere. Storia e antropologia del canto afroamericano. Milano: Mimesis.

CHIRIACÒ G (2020), Singing a Life in Bondage: The case of '12 Years a   Slave’, in EVANS M and HUGHES D, Singing Voice in Contemporary Cinema, Sheffield: Equinox.

CHIRIACÒ G (2020), “The Work: Language, Power, and Arts among African-American Vocalists”, in Mariadomenica LoNostro, Rosaria Minervini, Paola Attolino (eds.), Il potere della lingua. Politica, letteratura, media, Granada: Comares, 77-85.

 

  Liste aller Publikationen

 

Forschungsprojekte
Sonic Ethnographies, Italian Colonialism, and Dignity Restitutions – Marie Skłodowska-Curie Global Fellowship, September 2023-August 2026

Research as Vocality: die afrikanische Präsenz in Neapel – FWF, Arts-Based Research Program – April 2022-September 2024


Vorherige Projekte

UIBK: Ethiopian-Italian Relationships in Popular Music from Fascist Years to Contemporary Migrations – FWF, Lise Meitner Program – (June 2019-December 2021)

The Role of Traditional Vocal Styles in Reshaping Cultural Identities Related to African Diaspora in America and Europe, Marie Skłodowska-Curie International Outgoing Fellowship, July 2012-June 2015

Summer 2011, ‘Where the Echoes Shine.
African-American Vocal Traditions and Improvisation in Contemporary Performances’ – BMRC, University of Chicago

 

  Liste aller Projekte

  

Lehrtätigkeit
Meine Idee des Unterrichtens von Ethnomusikologie und Populärer Musik beginnt zunächst damit, meine Studenten herauszufordern ihre Vorstellung von Musik und Klang zu hinterfragen. Themen, die sich auf Vokalitäten und Identitäten beziehen, scheinen besonders geeignet zu sein, da sie aus der Überschneidung vieler Bereiche, wie Populärer Musik, Ethnomusikologie, Klangstudien und Kulturwissenschaft hervorgehen. Ich halte meine Studenten dazu an mit Techniken wie z.B. Blogs, Kurzfilmaufnahmen, öffentlichen Präsentationen usw. zu arbeiten. Dabei verfolge ich zum einen den –learning by doing- Ansatz, aber es ist auch eine Möglichkeit, wie Studenten lernen können, sich selbst als öffentliche Intellektuelle zu verstehen. In meiner Arbeit hatte ich oft die Möglichkeit, mit Studenten schriftliches Material zu entwickeln, sowohl in Form von Artikeln als auch in Form eines Buches (CHIRIACÒ G, ed., 2011. Re: Sounds. Musica, parole, dischi e social network. Lecce: UniSalento Press).

 

Aktuelle Funktionen am Institut und an der Universität
Projektleiter (Äthiopisch-Italienische Beziehungen in der populären Musik)

Senior Post-doc researcher (Lise Meitner Programm)
Institut für Romanistik, Universität Innsbruck

 

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