Univ.-Ass. Dr. Estefanía Bournot

 

Persönliche Vorstellung
Ich bin in Córdoba (Argentinien) geboren und lebe seit mehr als fünfzehn Jahren in Europa, wo ich als Germanistin und Romanistin in Spanien, Deutschland und der Schweiz ausgebildet wurde. Spanisch ist meine Mutter- und Herzsprache, ich kann aber auch fliessend Deutsch, Englisch, Katalanisch und Französisch.
Ich habe an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über die Verwandlungen des Raums in der zeitgenössischen lateinamerikanischen Prosa promoviert. Vor meiner Ankunft in Innsbruck lehrte ich an der Universität Berlin und absolvierte einen Forschungsaufenthalt in Paris.
Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf lateinamerikanischen Künsten und Literaturen aus einer dekolonialen, globalen und geschlechtsspezifischen Perspektive. Derzeit arbeite ich an Formen des kulturellen Widerstands gegen die globale ökologische Krise und an der Wissenszirkulation in dem globalen Süden.

 

Beruflicher Werdegang

Seit September 2020

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universität Innsbruck
Institut für Romanistik


2019 - 2020 

Lehrbeauftragte
Freie Universität Berlin
Lateinamerika Institut (LAI)


November 2019 
Januar 2020

Post-Doctoral Research Fellow
Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris (DFK)


2012 – 2018

Promotion in Romanistik
DAAD Stipendiatin – Universität Potsdam


2011 – 2012

Lektorin für Spanisch
Westfälische Wilhelms Universität Münster


2006 – 2011

MA Germanistik und Romanistik
Universität Barcelona
Eberhardt Karls Universität Tübingen
Universität Zürich

 

Forschungsschwerpunkte
Lateinamerikanische Literatur; Zeitgenössische Kunst aus dem globalen Süden; Ökokritik; Dekoloniale Theorie; Feminismus; Kunst und Aktivismus; Pan-Afrikanismus; Négritude; Kalter Krieg.

Meine Forschungsschwerpunkte sind die Künste und Literaturen Lateinamerikas in globaler Perspektive. Meine Dissertation, die demnächst beim Universitätsverlag Potsdam im Open Access erscheint, befasst sich mit den Repräsentationen und Umwandlungen des Raums im Kontext der beschleunigten Globalisierung in zeitgenössischen lateinamerikanischen Prosa.
Derzeit beschäftige ich mich mit künstlerischen Darstellungen und Formen des Widerstands gegen die ökologische Krise und ihre Auswirkungen in den Entwicklungsländern und insbesondere bei Frauen.
Ich interessiere mich auch für die Kulturgeschichte des globalen Südens und die transnationale Dynamiken der Wissenszirkulation.  In diesen Bereich gehört auch mein Post-Doc-Projekt über kulturellen Netzwerke zwischen Lateinamerika und Afrika während des kalten Krieges.
Ich bin Mitglied von CGI der Uni Innsbruck, wo ich zusammen mit meiner Kollegin Nayra Hammann einen Diskussionszyklus über Gender, Kunst und Gesellschaft organisiere, an dem KünstlerInnen der Residenz Büchsenhausen, Mitglieder der Universität Innsbruck und der Zivilgesellschaft teilnehmen. 

 

Fünf ausgewählte Publikationen
Giros topográficos. (Re) escrituras del espacio en la narrativa contemporánea de América Latina. Potsdam: Universitätsverlag Potsdam (in Druck)

«Memorias del paisaje. Hacia un arte sedimentario». In: Jörg Dünne & Jenny Haase, Pensar y escribir la tierra. Reflexiones sobre lo terrestre en las literaturas y artes latinoamericanas. Iberoamericana Vervuert (forthcoming 2022)

«Négritude et Amérique Latine. From the South Black Atlantic towards the Third World» Special Issue “New Critical Currents in Global South Studies”, edited by Anne Garland Mahler and Magalí Armillas-Tiseyra for the Comparative Literature Studies Journal 1, 2022, 77-93.

«Orientalism expanded? Latin American Travel Narratives Heading East». In Axel Gasquet & Gorica Majstorovic (eds.) Beyond the West: Cultural and Literary Dialogues Between Asia and Latin America. London: Palgrave McMillan, 2021.

«Abrir las heridas. Geoescrituras de un planeta enfermo». Revista Letral 21, 2021, 54-73.

 

Lehrtätigkeit
In der Abteilung für Romanistik biete ich Kurse im Bereich der hispanoamerikanischen Kulturen und Literaturen an. Mein pädagogischer Ansatz besteht darin, sich bestimmten Themen über einen diachronen und transmedialen Ansatz zu nähern, das heißt, dass ich in meine Programme Werke aus verschiedenen Epochen und unterschiedlichen Medien (Film, Musik, Literatur, Kunst...) aufnehme, die uns dabei helfen sollen, über ein Konzept, ein Genre, oder über eine Theorie zu reflektieren. Mein Hauptmotto sowohl in der Forschung und in der Lehre ist: alles zu hinterfragen. Der Unterricht soll ein Versuchslabor für Entdeckungen, Experimente und Dialog sein. Das Ziel ist nicht die Sammlung von Dateien, sondern die Entwicklung von kritischem und analytischem Denken.

 

Thematische Schwerpunkte
Transatlantischer Barrock; Diktatorenroman; Queer Literatur; Ökokritische Theorien; Raumtheorien; Canción Protesta

 

Aktuelle Funktionen
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik (Spanischprachige Literaturen/Kulturen)

CGI -  Mitglied

Forschungssentrum Kulturen in Kontakt - Mitglied

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