Ute Hasenöhrl, Eva Pfanzelter

Hasenöhrl
(Credit: Eva Pfanzelter)

Institut

Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Institut für Zeitgeschichte

 

Fakultät

Philosophisch-Historische Fakultät

 

Kontakt

  ute.hasenoehrl@uibk.ac.at  eva.pfanzelter@uibk.ac.at

Zum Projekt

„Digital History“ gehört zu den produktivsten Zweigen der Geschichtswissenschaften. Die durch Digitalität ausgelösten Veränderungen in der historischen Forschung und Lehre standen im Zentrum einer Übung – von digitalen Forschungsressourcen und dem Einsatz digitaler Methoden bis hin zu einer angemessenen Quellen- und Medienkritik. Dabei wurde der Ablauf eines digitalen Projektes von der Konzeption eines Antrags über das Einscannen des Materials und die digitale Korpuserstellung, die Transkription und Annotation bis hin zur Analyse, Visualisierung und schließlich der Präsentation in den sozialen Medien praktisch erprobt und theoretisch reflektiert.

Konkret erhielten die Studierenden abwechslungsreiche Arbeitsaufträge in Form von "Scavanger Hunts", die ihnen kursbegleitend eine eigenständig-explorative Erarbeitung von digitalen Methoden und Kompetenzen ermöglichen sollten. Dabei wurden neben Screencasts, Audio- und Video-Tutorials auch ausgewählte Lektüretexte, Impulsreferate der Kursleiter_innen sowie eine Reihe von Gastvorträgen eingesetzt, welche Einblick in die vielfältigen Digital-History-Projekte an den Instituten bieten. Die Forschungskompetenzen der Studierenden wurden durch eine Reihe von digitalen Soft Skills erweitert. So wurden die Studierenden z.B. motiviert, wiederkehrende Fragen nicht nur in der LV selbst, sondern auch in Diskussionsforen untereinander zu diskutieren – und ihren Lernprozess in einem öffentlich zugänglichen Blog kritisch zu reflektieren (https://dhuibk.hypotheses.org).

Aufgrund der Covid-19-Situation wurde die Übung im SoSe 2020 vollständig als digitale LV durchgeführt. Der Kurs wurde dabei bewusst nicht als einmalige Veranstaltung angelegt, sondern soll auch künftig im Bachelor- und Masterstudium Geschichte eingesetzt werden können – als Online- oder Präsenzveranstaltung, aber auch als individuell durchführbarer Selbstlernkurs. Mit Unterstützung eines Tutors wurden zu zentralen Kursbestandteilen multimediale Übungen und Screencasts erstellt, welche auch in andere Veranstaltungen modular eingebunden werden können (z.B. in Proseminare oder die Übung „Arbeitstechniken“). Die LV ist interdisziplinär angelegt und schlägt über die Geschichtswissenschaften hinaus eine Brücke zur Informatik. Durch diese interdisziplinäre Ausrichtung möchte die Übung auch einen Anstoß zur fächerübergreifenden Kooperation in der Lehre sowie für die Forschungen der Studierenden geben.

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