Stephanie Schmidt

Schmidt
(Credit: Stephanie Schmidt)

Institut

Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie

 

Fakultät

Philosophisch-Historische Fakultät

 

Kontakt

  stephanie.schmidt@uibk.ac.at

Zum Projekt

Das Seminar "How to cop ... Kulturanthropologische Perspektiven auf Polizei" beruht auf dem Konzept des Problem-Orientierten-Lernens (POL-Methode) und hat sich für e-learning bewährt, da es sowohl Phasen des gemeinsamen (digital) sowie Phasen des selbstständigen Lernens und Erarbeitens (offline) beinhaltet. Das Konzept stellt - ganz wie im wissenschaftlichen Alltag auch - ein Problem, eine Fragestellung, Thesen oder eine Irritation ins Zentrum des Interesses. Diese bilden dann in den sogenannten Paper Cases den Ausgangspunkt der Bearbeitung.

Bei Paper Cases handelt es sich um eine Art "Fallakten", die auch digital erstellt werden können. Am Anfang steht ein sogenanntes Problem, das das Problematische an einer Situation, einem Gegenstand, einer Fragestellung oder eines Sachverhalts meint. Dieses Problem wird am Anfang detailliert beschrieben und eröffnet somit den Zugang zu einem Untersuchungs“fall“ (Problemszenario). Zusätzlich befinden sich verschiedene Quellen (Dokumente, Zeitungsartikel, Videosequenzen, Bilden etc) in der "Akte", die zur Klärung der Problemstellung dienen.

Die Studierenden erhalten am Anfang jedes Themenbereiches (auch digital möglich) einen neuen "Fall" (Paper Case), den Sie entlang der POL-Methode bearbeiten. Vorbereitend haben die Studierenden einen Text zum Thema des Falls gelesen. Die POL-Methode beinhaltet:

- Wissensaneignung (Selbststudium, Texte lesen)
- Problembestimmung (Gruppenphase; Problem bestimmen, relevante Fakten identifizieren)
- Problemanalyse (Gruppenphase; Überlegungen ordnen, erste Analyseideen)
- Fragen formulieren (Gruppenphase; offene Fragen priorisieren)
- Wissensaneignung (Selbststudium)
- vertiefende Problemanalyse (Selbststudium; Abgabe in Form einer schriftl. Ausarbeitung)

Mittels  Paper Cases werden Problemlösekompetenzen  und  interdisziplinäres  Denken der Studierenden  gefördert. Die  Entwicklung von  seminarrelevanten  Teilthemen  für  die  Paper  Cases  kann kollaborativ mit den Studierenden geschehen. Die Problemstellungen, für die es eine Lösung zu finden gilt, strukturieren zudem den Stoff in der Tiefe. Durch die Methode der Paper Cases wird praktische Relevanz und lebensweltliche Nähe hergestellt und Studierende üben sich im konkreten Transfer von theoretischem Wissen  auf  die  Analyse  und  Deutung  alltagskultureller  Phänomene sowie  von  deren  Lösung.  Die Bearbeitung und Lösung erfordert den Einsatz vielfältiger Kompetenzen und ist anwendungsorientiert.

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