Petra Missomelius

Missomelius
(Credit: Grafik Petra Missomelius in Zusammenarbeit mit (c) Christoph Pirker)

Institut

Medien, Gesellschaft und Kommunikation

Fakultät

Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften

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   petra.missomelius@uibk.ac.at

Zum Projekt

Zukunft gestalten – Jugendmedienkulturelle Workshops
Was bewegt Jugendliche? Welche Gestaltungsspielräume werden benötigt oder könnten unterstützt werden? Was können Studierende von ihnen lernen? Im Seminar „Außerschulische Kinder- und Jugendarbeit in Mediengesellschaften“ forschen Studierende zu aktuellen Jugendmedienkulturen. Neben der Auswertung aktueller Studien zu Jugend und Jugendmediennutzung ist es der unmittelbare Kontakt zu den Jugendlichen, welche die Grundsteine für den  forschungsbasierten Aufbau eines (inhaltlich offen von den Studierenden zu nutzenden) interaktiven und digital unterstützten Workshop-Konzepts darstellen. Die Themenwahl, welche Anziehungskraft ausübt und einen freiwilligen Workshopbesuch ermöglicht, führt dazu sich mit der Lebens- und Gedankenwelt Jugendlicher aktiv auseinander zu setzen: Technologiekritik, Kapitalismus- und Konsumkritik und Zukunftssorgen. Methodisch findet eine Abwägung statt, in welchen Kontexten und Fragestellungen besser analog und wo digital gearbeitet wird. Beim Einsatz von Lernmanagementsystemen, bring your own device-Szenarien, diversen Apps und Webangeboten innerhalb der studentischen Projekte steht im Vordergrund, Technologie-Solutionismus zu hinterfragen und den Einsatz theoretisch, formell und didaktisch (evtl. empirisch) zu begründen. 
Zum Ende des einmalig durchgeführten Workshops erhalten die Studierenden aus Pädagogik und Lehramt Rückmeldung von Seiten der Jugendlichen. Diese Workshops sind Teil einer Kooperation mit regionalen Anbietern der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit. Theoretisch-methodisch ist das Prinzip des Computational Thinking (decomposition / pattern recognition and abstraction, algorithm design und generalisation) leitend. Die räumliche Verbindung zwischen Seminarraum und Jugendzentrum stellt überdies eine Brücke für Wissensreservoires, deren Flexibilisierung und mehrdimensionale Übertragung her. Den Abschluss bilden eine Evaluation und Reflexion, was Gelungen ist und inwiefern die Vorannahmen nicht bestätigt wurden. Fehlerkultur ist hier bewusst erwünscht und unterstreicht die Prozesshaftigkeit des Forschungsgeschehens. Das Seminar erweitert die Forschungsinteressen von Studierenden, die Expertise für medienbezogene Bildungskonzepte und spezifische Zielgruppen über den Lehramtskontext hinaus und stellt Bezüge zum Lebensbegleitenden Lernen her.

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