Martina Baleva

Baleva
(Credit: Lisa Dilitz)

Institut

Institut für Kunstgeschichte

 

Fakultät

Philosophisch-Historische Fakultät

 

Kontakt

  martina.baleva@uibk.ac.at 

Zum Projekt

Das Institut für Kunstgeschichte besitzt eine umfangreiche fotografische Sammlung, die in der zweiten Hälfte des 19. Jh. angelegt wurde. Ihr Schwerpunkt liegt auf den tradierten Gattungen der bildenden Kunst und lässt sich als klassische Lehrmittelsammlung des Faches identifizieren. Damit bildet das Fotoarchiv ein geradezu idealtypisches Konvolut zur Erforschung der frühen medialen Geschichte der Kunstgeschichte. Im Seminar erforschen wir erstmals eingehend das Archiv und bereiten eine Ausstellung vor, die online präsentiert werden soll.
Die Student*innen bekommen einen profunden Einblick in alle Phasen der Erarbeitung eines Forschungsprojekts. Durch die unmittelbare Beteiligung an allen Aufgaben erlernen sie Methoden und Verfahren der wissenschaftlichen Praxis, übernehmen Verantwortung für die eigene Aufgabe und für das Team und entfalten so ihre Fachkompetenzen und sozialen Fähigkeiten. Daneben werden aktuelle themenrelevante Projekte, Tagungen und Veranstaltungen besprochen. Die daraus gewonnen Erkenntnisse werden mit dem eigenen Forschungsmaterial und der eigenen Forschungsfrage abgeglichen und fließen ggf. in das Projekt ein. Zudem besteht eine rege Kommunikation mit Expert*innen anderer Forschungsinstitutionen wie dem Max-Plank-Institut in Florenz.
Im Prozess der Arbeit und im Verlauf des Seminars können die Student*innen ihre eigenen Schwerpunkte innerhalb des übergeordneten Themas setzen und selbst entscheiden, welche Aufgaben am besten zu ihren Kompetenzen und Interessen passen. Somit identifizieren sie sich am ehesten mit dem Thema, da sie es selbst gewählt haben, und entwickeln von sich aus die Motivation, einen Beitrag zum Gelingen des gemeinsamen Projekt zu leisten.
Die Didaktik des Seminars basiert auf Begeisterung, Beziehung und Gleichwürdigkeit. Es möchte nicht Wissen vermitteln, sondern allenfalls das Interesse für ein Thema wecken, indem man die eigene Begeisterung als Dozent*in vermittelt und diese sich hoffentlich auf die Student*innen überträgt. Erst durch das eigene Tun bzw. Forschen entwickelt sich Wissen, da es nicht in einem abstrakten Verhältnis zu einem selbst steht, sondern verinnerlicht wird. Begeisterung lässt sich kaum durch Belehrung, dafür aber durch Beziehung übermitteln, die während des Seminars im wertschätzenden Austausch miteinander entsteht. Eine Beziehung beruht auf Gleichwürdigkeit, also der Begegnung und Kommunikation auf Augenhöhe. Diese ‚Maßnahmen’ bilden den Nährboden für die Erkenntnisse des Seminars.

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