Kathrin Aste, Lino Lanzmaier, Uwe Brunner, Raffael Schwärzler, Helvijs Savickis, Suna Petersen, Andreas Zißler

Aste/Brunner
(Credit: ./studio3_Down by Law)

Institut

Institut für experimentelle Architektur
./studio3 

 

Fakultät

Fakultät für Architektur

 

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Zum Projekt

Der Entwurfsprozess ist eine designorientierte Methode des Forschens, innerhalb der Disziplin der Architektur. Anders als bei einem wissenschaftlichen analytischen Ansatz benützt der Design Orientierte Ansatz, Daten und Parameter nicht, um endgültige Lösungen zu definieren, sondern entwickelt auf Basis von Erfahrung, Reflexion und Kreativität eine Lösung in Form einer „experimentellen Hypothese“. Dadurch ist das Entwerfen eine lösungsorientierte Methode, eine Art „Wissen und Reflexion in Aktion“ [Donald Alan Schön]. Die besondere Situation des Entwurfsprozesses ermöglicht eine Wechselwirkung zwischen dem kontinuierlichen Auswerten von Daten und einer kreativen hypothetischen Auseinandersetzung. Die Studierenden durchschreiten dadurch keinen systematischen linearen Prozess, sondern entwickeln durch Erkennen und Entdecken und so fort. Dieser Prozess ist besonders für Lösungen innerhalb komplexer Bedingungen wichtig. Die Studierenden werden aufgefordert, eine Synthese zu formulieren.
Die Themen, mit welchen sich die Studierenden entlang des Entwurfsprozesses beschäftigen sind immer spezifisch und aktuell. Im eingereichten Fall wurde das Entwurfsthema der Lehrveranstaltung kurzerhand adaptiert um auf die außerordentliche Situation im Zusammenhang mit COVID 19 konzeptionell, inhaltlich und formal zu reagieren. Konfrontiert mit einer Pandemie, stellt das ./studio3 Unter dem Titel Down by Law, die Frage: wie, wo, ob überhaupt und in welchen Räumen, wir uns zukünftig noch begegnen? Welche Raumverträge Bedarf eine Sozialität, die sich gezwungen sieht, Ausgangssperren zu verabschieden? Gehen wir davon aus, dass COVID 19 unser Alltagsleben nachhaltig verändern wird, brauchen wir alternative, parallele und demokratische Freiräume jenseits physischer Manifestationen. COVID 19 ist eine Realität, die uns verdeutlicht, dass es Zeit wird, sich den virtuellen Raum einzurichten.
Durch das Ausstellen, der von den Studierenden entworfenen Architekturen in einem virtuellen Raum wird Architektur nicht nur einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, sondern die entworfenen Exponate können als 1:1 Räume betreten und erlebt werden. Studierende hatten somit die Möglichkeit, ihre geschaffenen Raumkonzepte und architektonischen Ideen in einem lebensgroßen Maßstab einem Publikum zu präsentieren und waren dadurch in der Lage, ein vielschichtiges Feedback einzuholen, um in weiterer Folge ihre Entwürfe neu zu bewerten.

Link zum Video:     https://vimeo.com/419802242/e750e158b2

 

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