Julia Anna Livia Jesacher-Rößler, Silvia Krenn

Jesacher-Rößler
(Credit: Jesacher-Rößler)

Institut

Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung

 

Fakultät

Fakultät für LehrerInnenbildung

 

Kontakt

  Livia.roessler@uibk.ac.at,   sivlia.krenn@uibk.ac.at 

Zum Projekt

Die Lehrveranstaltung „PR Forschung im Bereich formaler Bildung und Schulpraktikum IV“ setzt sich aus einem universitären und einem praktischen Teil zusammen. Die Lehrveranstaltung fand im Wintersemester 2019/20 zum ersten Mal in dieser prototypischen Form im Rahmen des Masterstudiums der PädagogInnenbildung Neu statt. Im Kern geht es bei dem Modul "Forschung im Bereich formaler Bildung und Schulpraktikum IV" darum, dass Studierende in den begleitenden Praktika an verschiedenen Schulen gezielte Fragestellungen zu Schulentwicklungsthemen beforschen. Schul(qualitäts)entwicklung als zentralen Aspekt in die Lehramtsausbildung aufzunehmen, wurde erst im Rahmen der PädagogInnenbildung NEU umgesetzt.
Das Setting der prototypischen Lehrveranstaltung wurde so konzipiert, dass zum einen Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens sowie Zugänge zu schulentwicklungstheoretischen Inhalten vermittelt wurden und zum anderen die Studierende praktische Forschungsprojekte durchführten. Im Gegensatz zu anderen Lehrveranstaltungen, die Praktika begleiten, bestand überdies eine intensive Beziehung zwischen den Praktikumsschulen und der Begleitveranstaltung. Damit die Forschungsprojekte der Studierenden in einer abgestimmten Form, d.h. auch im Einklang mit den Entwicklungszielen der kooperierenden Schulen, erfolgten, wurden die Themenstellungen so gewählt, dass sie sich in den Entwicklungsplänen bzw. den national und regional geltenden Qualitätsdimensionen zur Schulentwicklung (SQA/QUIBB) wiederfanden. Neben der theoretischen Auseinandersetzung wurde durch den gewählten Zugang gewährleistet, dass sich Studierende bereits aktiv mit zentralen Aspekten der gesetzlich verankerten Schulqualitätsentwicklung auseinandersetzten. Durch die direkte Kooperation mit Schulstandorten gelang es, reale Fragestellungen mit den lokalen Schulentwicklungsteams festzulegen und somit den Studierenden in ihren Forschungsarbeiten eine vertiefte Form der Sinnstiftung ihrer Projekte zu ermöglichen. Die Daten, die die Studierenden erhoben, aufbereiteten und an die Schulen zurück meldeten, konnten von den Schulen tatsächlich herangezogen werden, um im Sinne einer evidenzorientierten Schulentwicklung Maßnahmen an den Standorten zu setzen. Dadurch, dass die Studierenden erfuhren, dass sie einen Beitrag zu realen Entwicklungen leisteten, wurde das Verständnis, wie wichtig eine Forschungsorientierung im Bereich des Lehramtsstudiums ist, besonders gefördert.

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