Florian M. Müller, Nicole Mölk, Birgit Öhlinger, Dietrich Feil

Müller
(Credit: Florian Müller)

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Institut für Archäologien

 

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Philosophisch-Historische Fakultät

 

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Zum Projekt

Exkursionen ermöglichen die originäre Begegnung mit der räumlichen und personalen Wirklichkeit. Somit stellen sie insbesondere in der archäologischen universitären Ausbildung zentrale Lehrveranstaltungen dar. Das Erfassen historischer Landschaften und somit des ursprünglichen Lebensraumes gelingt nur durch die Veranschaulichung vor Ort. Zudem dienen Exkursionen durch Besuche von Ausgrabungsstätten und Museen der Vertiefung der Denkmälerkenntnis, also des zentralen Quellenbestandes, der die Grundlage jedweder archäologischer Forschungen bildet. Neben der Anschauung als absolutes Fundament der Erkenntnis und der Vertiefung der theoretischen Studieninhalte ermöglichen Exkursionen aber auch im Sinne forschungsgeleiteter Lehre die praktische Bearbeitung konkreter wissenschaftlicher Aufgaben und ausgewählter Fragestellungen eines Fachgebiets sowie die Präsentation und selbständige Darstellung der Ergebnisse in der Gruppe.

Exkursionen sind daher sowohl im BA- als auch im MA-Studium Archäologien Teil der Pflichtlehre. Gerade Mediterrane Exkursionen, die die Länder und archäologischen Stätten des Mittelmeerraumes im Fokus haben, erwiesen sich als besonders gewinnbringend, wenn sie fächerübergreifend von zwei Fachbereichen, nämlich der Klassischen Archäologie und der Mittelalterarchäologie, durchgeführt wurden. So ging es in den vergangenen Jahren u.a. nach Jordanien, Rom, Rhodos, Griechenland und Zypern bzw. soll im kommenden Jahr nach Tunesien führen.

Exkursionen ermöglichen es den Studierenden Forschungskompetenz zu erarbeiten und diese auch anzuwenden. Neben traditionellen Methoden der Forschung, wie der Literaturrecherche und dem darauf aufbauenden Einarbeiten in ein Thema, dem Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und der Präsentation der Ergebnisse in einem Vortrag, können Informationen originär vor Ort gewonnen werden. Zudem können eine Reihe von praktischen fachspezifischen Arbeitsweisen kennengelernt werden. Dabei geht es um Orientierung im Gelände mittels Kompass und Karten und darauf aufbauend dem eigenverantwortlichen Planen einer sinnvollen einer Führung. Dazu müssen Grundrissplänen der erhaltenen Überreste verstanden und diese auf Basis von Zeichnungen interpretiert und im Idealfall geistig rekonstruiert werden.

Die eingereichten Lehrveranstaltungen sollen ein mögliches Modell der konkreten Planung, Vorbereitung und letztendlichen Umsetzung von Exkursionen bieten.

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