Claudia Paganini

Paganini
(Credit: Claudia Paganini)

Institut

Institut für Christliche Philosophie

 

Fakultät

Katholisch-Theologische Fakultät

 

Kontakt

  claudia.paganini@uibk.ac.at

Zum Projekt

Bei der "VU Angewandte Ethik: Medien, Tiere und ihre Repräsentation" handelt es sich um ein Nachfolgeprojekt meiner 2019 mit dem Staatspreis für Exzellente Lehre ausgezeichneten Lehrveranstaltung "VU Entscheidungen im Spannungsfeld von Mensch – Tier – Maschine" (WS 2018/19). Gegenüber dem damals gewählten Schwerpunkt der Berufsnähe, wurde der Akzent im WS 2019/20 stärker auf die enge Anbindung an die aktuelle Forschung gelegt. So wurden im Rahmen der Lehrveranstaltung ein Fachkolloquium (Austro-Canadian Ethics Workshop "Thinking Species" Dez. 2019) organisiert und die Studierenden dazu herangeführt, in Kleingruppen Tagungsbeiträge zu gestalten, die sie bei der Tagung als Posterpräsentationen dem Publikum vorstellen konnten. Ausgehend von den erarbeiteten Inhalten wurden außerdem Ethik-Gutachten verfasst.
Die Vorbereitung bestand aus zwei Einführungseinheiten zur Thematik der Lehrveranstaltung bzw. der Tagung. Im weiteren Verlauf wurden die Studierenden dabei unterstützt, selbstständig Forschungsfragen zu formulieren und diese in Kleingruppen zu behandeln. Der Prozess der Aufbereitung der Themen und der Gestaltung der Poster, die auf A0 gedruckt und im Sitzungssaal aufgehängt wurden, wurde laufend im Unterricht begleitet. Aufgrund der intensiven Vorbereitung konnten die Studierenden sich an der Fachtagung dann als "vollwärtige" TeilnehmerInnen beteiligen, die nicht nur stumme ZuhörerInnen waren, sondern ihre eigenen Arbeiten vorstellten, denen von den ReferentInnen Fragen gestellt wurden und die – aufgrund ihrer starken Einbindung in die Gestaltung der Tagung – auch besser motiviert waren, selbst Diskussionsbeiträge beizusteuern. Ausgehend von der eigenen Praxis haben sie erlebt, wie es ist, Mitglied der Scientific Community zu sein und im Rahmen eines Forschungsschwerpunktes (Schnittstelle Medien-Tierethik) Beiträge zu erarbeiten.
Im zweiten Teil der Lehrveranstaltung wurden Ethik-Gutachten analysiert und Übungs-Gutachten zu fiktiven Fällen erstellt. Natürlich war der Lerneffekt hier schwächer als bei der Planung und Durchführung der Fachtagung, aufgrund der Geschlossenheit bzw. der Verschwiegenheitspflicht von Ethikkommissionen ist dies aber der einzig gangbare Weg, Studierende mit dem späteren beruflichen Alltag in Kontakt zu bringen.

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