Konrad Kuhn und Eric Burton

Innsbruck-postkolonial. Spuren, Orte, Geschichten

 
 
Konrad Kuhn
 


Institut

Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Institut für Zeitgeschichte

Fakultät

Philosophisch-Historische Fakultät

Kontakt

  konrad.kuhn@uibk.ac.at

  eric.burton@uibk.ac.at


Zum Projekt

Was haben Innsbruck und Kolonialismus miteinander zu tun? Die Lehrveranstaltung bearbeitete diese Frage, um den Studierenden mittels forschendem Lernen die Methoden und Zugänge zweier zeithistorisch-alltagskultureller Wissenschaftsdisziplinen zu vermitteln; der Europäischen Ethnologie und der Zeitgeschichte. Über die gemeinsame Suche nach Bezugspunkten zu kolonialen und postkolonialen Verflechtungen im Innsbrucker Stadtbild entstand ein virtueller Stadtplan zum “postkolonialen Innsbruck”. Damit hat die Lehrveranstaltung die weltweit geführte und aktuelle Diskussion um globale Verantwortung auf (Black-Lives-Matter, europäischer Sklavenhandel, Fortwirken kolonialer Wissensbestände in der Öffentlichkeit, ...) aufgenommen, indem sie Innsbruck als Teil einer vernetzten Welt positioniert und so “entprovinzialisiert“. In einer ersten Phase haben wir konzeptionelle Grundlagen (Postkolonialität, Stadtgeschichte/-anthropologie, Erinnerungskultur, Umgang mit problematischer Zeitgeschichte, kulturelles Erbe, …) erarbeitet und uns mit bestehenden Stadtrundgängen vertraut (Zürich, Bozen/Bolzano, München, Wien, …) gemacht: Wie lassen sich transkontinental verflochtene “Geschichten” im Stadtraum konkret verorten? In der zweiten Phase standen empirische Erkundungen in Innsbruck und in einschlägigen Archiven im Zentrum. Arbeitsteilig und zugleich eigenverantwortlich wurden so die einzelnen Routenpunkte von den Studierenden recherchiert, bearbeitet und textlich umgesetzt. Der virtuelle und online abrufbare Stadtplan "Innsbruck - postkolonial" steht als konkretes und nachhaltiges “Produkt” der universitären Lehrveranstaltung einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung und ermöglicht den Studierenden, ihre Lernfortschritte praktisch zu erfahren und in eine niederschwellige und nachhaltig nutzbare Form zu übersetzen. Gleichzeitig bietet der Stadtplan Anregungen zu eigenen Erkundungen und Auseinandersetzungen.

 

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