Clemens August Andreae Prize 2019

Am 18. Oktober 2019 wurde im Rahmen des Dies Academicus der Universität Innsbruck der Clemens-August-Andreae-Preis 2019 verliehen. Helena Maria Fornwagner und Lorenz Benedikt Fischer haben den Preis für ihre hervorragenden wirtschaftswissenschaftlichen Dissertationen im Bereich Volkswirtschaft erhalten.
Clemens August Andreae Prize 2019
(Credit: Universität Innsbruck)

Der Preis in Höhe von 5.000 Euro wird vom Institut für Finanzwissenschaft in Erinnerung an seinen Gründer ausgeschrieben. Clemens-August Andreae war Universitätsprofessor für Politische Ökonomie und von 1981 bis 1983 Rektor der Universität Innsbruck. Der Preis wurde anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Instituts vom Deutschen Freundeskreis der Universitäten in Innsbruck e.V. gestiftet und wird alle zwei Jahre vergeben.

Helena Maria Fornwagner absolvierte das PhD Program in Economics an der Universität Innsbruck. Zurzeit ist sie Postdoc am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Innsbruck und Mitglied des Spezialforschungsbereichs „Vertrauensgüter, Anreize und Verhalten“. Der Titel ihrer ausgezeichneten Dissertation lautet „Incentives in the Lab and in the Field: Experiments on Social and Competitive Behavior“. Frau Fornwagner untersucht in drei empirischen Arbeiten mit unterschiedlichen Datenarten (Daten aus Laborexperimenten, aus Feldexperimenten und klassischen Felddaten), wie monetäre und nicht-monetäre Anreize das individuelle Verhalten in kompetitiven Situationen beeinflussen.  Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Implementierung von Anreizen besonders sorgfältig vorgegangen werden muss, da es zu Effekten kommen kann, die wirtschafts- und gesellschaftspolitisch unerwünscht sind.

Lorenz Benedikt Fischer absolvierte ebenfalls das PhD Program in Economics an der Universität Innsbruck. Zurzeit ist er Universitätsassistent am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Linz und Postdoc am Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte der Universität Innsbruck.  Der Titel seiner ausgezeichneten Dissertation lautet „Labor mobility, migration, and regional outcomes“. Herr Fischer untersucht  die Auswirkungen von regionalen Migrationsströmen auf das Wachstum und die Arbeitslosigkeit in den betroffenen Regionen. Regionale Migrationsströme, z.B. die Mobilität der Arbeitskräfte, haben ohne Zweifel einen Einfluss auf die regionale Entwicklung. Wie diese Effekte genau aussehen und vor allem wie stark sie sind, ist in der Forschung allerdings noch nicht wirklich geklärt. Die vorgelegten drei empirischen Papiere leisten wertvolle Beiträge zur regionalökonomischen Literatur, aber auch wichtige Beiträge zur Evaluierung von wirtschaftspolitischen Maßnahmen im Rahmen der regionalen Arbeitsmarktpolitik.

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