Rainer Bauböck an der Uni Innsbruck

Am 5. Oktober findet der Einführungsvortrag zur Ringvorlesung "Kanada: KulturKontaktKultur" des Zentrums für Kanadastudien der Uni Innsbruck mit internationalen ReferentInnen statt. Dr. Rainer Bauböck, Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft, eröffnet die Vortragsreihe und referiert zum Thema: "Kanadischer Multikulturalismus: nationaler Sonderweg oder globaler Wegbereiter?"

Kandada hat als erster Staat im Jahr 1971 eine Politik des offiziellen Multikulturalismus eingeführt. In den 1980er Jahren wurde diese Idee in mehreren europäischen Staaten aufgegriffen. Kanadische politische Philosophen wie Charles Taylor, Will Kymlicka und James Tully, die in den 1990er Jahren für multikulturelle Konzeptionen von Liberalismus und Demokratie argumentierten, fanden in akademischen Debatten ein globales Echo. In Westeuropa zeichnet sich jedoch heute eine Kehrtwende ab, die quer durch die ideologischen Lager religiöse Toleranz, kulturelle Anerkennung und Minderheitenautonomie in Frage stellt. War das kanadische Modell also doch nur ein Sonderweg? Beruht der kanadische Multikulturalismus, wie viele behaupten, auf einzigartigen Voraussetzungen, oder sind die kanadischen Antworten auf Immigration, indigene Selbstbestimmung und frankophonen Nationalismus nicht doch Beispiele für erfolgreiche Konfliktbewältigung in von "deep diversity" (Taylor) geprägten Gesellschaften?

Diese und andere Fragen beantwortet Dr. Rainer Bauböck am 5. Oktober um 16.00 Uhr im Hörsaal 10 GeiWi / Innrain 52 im Beisein von Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung.

Zur Person:

Dr. Rainer Bauböck ist Politikwissenschaftler und Senior Researcher an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Institut für Europäische Integrationsforschung, und stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung an der Akademie. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Politischer Theorie, Migration, Staatsangehörigkeit, Multikulturalismus und Minderheitenrechten. Von 1986 bis 1999 war Bauböck Assistenzprofessor am Institut für Höhere Studien, Wien. Außerdem ist er regelmäßig als Lehrender an den Universitäten Innsbruck und Wien tätig. Während des Sommersemesters 2005 lehrte er als Gastprofessor an der Yale University (USA). Neben seiner Mitherausgeberschaft an zahlreichen Journalen ist Bauböck auch als Autor von Publikationen zum Thema internationale Migration und Integration tätig.

Die Veranstaltung spricht neben Studierende auch eine interessierte Öffentlichkeit an.
Der Eintritt ist frei!
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Fotos zur Presseaussendung

 

Rückfragehinweis:

Manuela Rainalter
Büro für Öffentlichkeitsarbeit und Kulturservice
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

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