DERI verstärkt die Zusammenarbeit mit der Industrie zur Entwicklung der nächsten Internet Generation

Das Digital Enterprise Research Institute (DERI) in Innsbruck, das zu den weltweit führenden Instituten in der Erforschung und Entwicklung neuer Technologien zur vermehrten Nutzung des Internet gilt, wird nun in diesen Prozess verstärkt die Anforderungen und Erfahrung der Industrie einbeziehen.

 

Die nächste Generation des Internet, das „Semantic Web“, soll es Computern ermöglichen, sich wie Menschen untereinander zu „verständigen“, Zusammenhänge zu „erkennen“ und somit auf eine Frage oder einen Auftrag eines Benutzers jeweils eine passende Antwort oder das gewünschte Webservice bereitstellen. BenutzerInnen heutiger Suchmaschinen werden die sich daraus ergebenden Vorteile sofort erkennen, aber ein noch größeres und aus heutiger Sicht kaum absehbares Einsatzgebiet für diese neuen Technologien liegt in der Bewältigung industrieller Integrationsprobleme von Anwendungen und Prozessen. Diese Aufgaben müssen heute weitgehend manuell durchgeführt werden, sind sehr zeitaufwendig und enorm fehleranfällig. IT Bereiche geben üblicherweise allein für Datenintegrationen ein Drittel ihres Budgets aus, ein Betrag der für notwendige Neuentwicklungen dann fehlt.

 

Umso wichtiger ist es daher für DERI, hier mit der Industrie noch enger zusammenzuarbeiten. Ein eigens geschaffener Bereich „Business Development“ soll im Rahmen eines von TransIT geförderten und auf drei Jahre angesetzten Projektes für die richtige Positionierung, die industriegerechte Entwicklung und den beschleunigten Einsatz der geplanten Systeme als Katalysator wirken. Die Einbeziehung von wissenschaftlich ausgerichteten MitarbeiterInnen in die Entwicklung von Industrieprojekten soll ermöglichen, diese Projekte so aufzusetzen, dass die Vorteile des “Semantic Web“ frühzeitig und voll ausgeschöpft werden können. Die Erfahrung industriell tätiger Spezialisten soll andrerseits sicherstellen, dass die von der Industrie benötigten Werkzeuge und Systeme deren Anforderungen entsprechend entwickelt werden.

 

Die Leitung dieses neu geschaffenen Bereiches wurde Dr. Sigurd Harand, der seit zwei Jahren für DERI Galway tätig ist und derzeit ein großes, internationales einschlägiges Entwicklungsprojekt leitet, übertragen. Seine langjährige leitende Tätigkeit in der Informationstechnologie sowohl bei Herstellern als auch großen IT-Anwendern ermöglicht ihm, die enorme Bedeutung der von DERI angestrebten Entwicklung zu positionieren: „Wenn wir erreichen, dass sich Computer untereinander wie Menschen verständigen können, wird das die meisten Entwicklungen der Informationstechnologie der letzten Jahrzehnte in den Schatten stellen. Umso wichtiger ist es, in dem dafür notwendigen Entwicklungsprozess eng mit der Industrie zusammenzuarbeiten. Eine Vorgangsweise, für die DERI verschiedene Modelle vorgesehen hat, und die für beide Seiten nur Vorteile bringt“.

 

Rückfragehinweis:

 

Manuela Rainalter

Büro für Öffentlichkeitsarbeit und Kulturservice

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

 

Tel.: 0512 / 507 – 2593

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E-Mail: manuela.rainalter@uibk.ac.at

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