Den Proteinen auf der Spur

„Biomedizinische Elektronen-Mikroskopie
im Zeitalter von Proteomorschung“


Im Rahmen eines Symposiums zum Thema „Biomedizinische Elektronen-Mikroskopie im Zeitalter von Proteomorschung“, diskutieren am 6. November Experten aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Österreich auf Einladung von Prof. Michael Heß und Prof. Kristian Pfaller von der Abteilung Histologie und Molekulare Zellbiologie am Institut für Anatomie, Histologie und Embryologie modernste elektronen-mikroskopische Präparations- und Analysetechnike. Neben dem Erfahrungsaustausch über jüngste methodische Entwicklungen steht Information über die einschlägigen Resourcen bzw. Know-how an Innsbrucker Instituten und Kliniken im Vordergrund. So werden zum Beispiel an der Abteilung Histologie und Molekulare Zellbiologie in höchst fruchtbarer, synergistischer Weise moderne molekularbiologische Techniken mit Tieftemperaturpräparation und Ultrastrukturanalyse verknüpft. Das Potential solcher integrierter, multidisziplinärer Untersuchungsansätze für Zellbiologie und klinisch-angewandte Forschung soll im Rahmen dieser Veranstaltung aufgezeigt werden.

Wichtige Methoden um Proteine zu entschlüsseln
Modernste elektronenmikroskopische Präparations- und Analysetechniken sind notwendig um einen vertieften Einblick in das molekulare Geschehen einer Zelle auf Proteinebene zu erhalten. Dies ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Proteomforschung. „Diese Forschung stellt eine der größten Herausforderungen für die Wissenschaft seit der Identifizierung und Entschlüsselung des humanen Genoms dar. Es handelt sich dabei um eine technisch sehr aufwändige und deshalb multidisziplinäre Forschungsrichtung, die Eiweißstoffe systematisch entschlüsselt mit der Hoffnung, neues Wissen über normale Entwicklung und krankheitsbedingte Veränderungen eines Organismus zu generieren", so Prof. Lukas Huber, der Leiter der Österreichischen Proteomik-Technologieplattform und Koordinator und Projektleiter im neuen Spezialforschungsbereich „Zellproliferation und Zelltod in Tumoren" an der Universität Innsbruck. "Proteine sind die ausführenden Organe einer Körperzelle. Sie bilden eine Art Skelett, organisieren den Stoffwechsel und erledigen die Kommunikation innerhalb einer Zelle und zwischen benachbarten Zellen im Organverband“, so Huber.

Die Teilnahme am Symposium ist frei (weitere Informationen: http://www2.uibk.ac.at/ahe/histologie-molekulare-zellbiologie/).
und

Michael W. Hess, PhD
Institut für Anatomie, Histologie & Embryologie
Abteilung Histologie und Molekulare Zellbiologie
Tel:: +43-512-507-3367 (bzw: -3351: Sekretariat)
e-mail: michael.hess@uibk.ac.at