Universität Innsbruck weiterhin für Zusammenhalt

 

 

Die Medizinische Fakultät der Universität Innsbruck hat heute Nachmittag über das Kompromisspapier zur Zukunft der Medizin an der Universität abgestimmt. Der Vorschlag, der einen Verbleib der Medizin in der Gesamtuniversität vorsieht, wurde mit großer Mehrheit angenommen (33 zu 4 Stimmen). Die Medizinische Fakultät hat sich damit zum wiederholten Mal gegen eine Abspaltung von der Universität Innsbruck und die Einrichtung einer eigenständigen Medizinuniversität ausgesprochen.

 

Mitte April hatten sich die Rektoren und Dekane der drei Medizinstandorte Wien, Graz und Innsbruck auf einen gemeinsamen Weg geeinigt, um den Medizinern trotz Sonderbestimmungen den Verbleib im Universitätsverbund zu ermöglichen. Der Vorschlag sieht vor, Medizinische Fakultäten ausdrücklich im neuen Gesetz zu verankern und ihnen eine eigene Rechtsfähigkeit zu geben. Für jede Universität mit Medizinischer Fakultät soll es einen gemeinsamen Universitätsrat geben, der um jeweils zwei Mitglieder aus medizinnahen Bereichen erweitert wird. Darüber hinaus sollen die Dekane und das Fakultätskollegium der Medizinischen Fakultäten mit den gleichen Rechten ausgestattet werden wie Rektor und Senat. Alle Gremien der Universität Innsbruck haben sich bisher gegen eine Abtrennung der Medizin ausgesprochen und gefordert, im Sinne der zu schaffenden Autonomie selbst über die Zukunft der Medizinischen Fakultät entscheiden zu wollen.

 

Das Abstimmungsprotokoll finden Sie unter

http://www2.uibk.ac.at/public-relations/presse/download/