Ehrungstag an der Universität Innsbruck

am Samstag, 8. Juni 2002 um 9.30 Uhr

 

Universität setzt kulturellen Akzent

 

Beim ihrem "Großen Ehrungstag" setzt die Universität Innsbruck in diesem Jahr gezielt einen kulturellen Akzent. Mit Maria und Gerhard Crepaz, Dr. Christoph Mader, Georg Schmöhe und René Jacobs werden Persönlichkeiten geehrt, die mit ihrer Arbeit immer wieder dazu beitragen, dass Tirol weit über die Landesgrenzen hinaus auch im kulturellen Bereich und besonders in der Musik einen anerkannten Namen hat.

 

Darüber hinaus bedankt sich die Universität aber wieder auch bei Persönlichkeiten, die ihr mit Rat und Tat dabei helfen, ihren Auftrag zu erfüllen.

 

 

Im Namen der Universität Innsbruck möchten wir Sie herzlich zum Großen Ehrungstag am Samstag, den 8. Juni 2002 um 9.30 Uhr in der Aula der Universität Innsbruck, Christoph-Probst-Platz, Innrain 52, 1. Stock, einladen.

 

Folgenden Personen verleiht die Universität auf Beschluss des Senats die akademischen Ehrungen:

 

Ehrenzeichen

Maria und Gerhard CREPAZ, Hall in Tirol

Josef HASIBEDER, Innsbruck

Dir. Georg LAMP, Innsbruck

HR Dr. Christoph MADER, Innsbruck

Dietmar PILZ, Graz

Antonio ROLLA, Ascoli Satriano

Georg SCHMÖHE, Götzens

 

Ehrenbürger

HR Dipl.-Ing. Ewald FLIR, Innsbruck

HR tit. ao. Univ.-Prof. Dr. Ernst RAAS, Innsbruck

Pierre SEGUY, Saarbrücken

 

Ehrensenatoren

Dr. Hermann SENDELE, Pullach im Isartal

Dr. Ernst WUNDERBALDINGER, Innsbruck

 

Ehrendoktorat der Philosophie

René JACOBS, Paris

 

Die Ehrungen werden von Rektor Prof. Dr. Hans Moser und akademischen Vertretern der Universität vorgenommen, die Dankesrede im Namen der Geehrten wird Herr Dr. Ernst Wunderbaldinger halten.

 

Beiliegend finden Sie ein Ablaufprogramm und nähere Informationen zu den Geehrten:

 

PROGRAMM

09.30 Uhr:            Einzug des Senats und der Ehrensenatoren in die Aula zur Fanfare

09.35 Uhr:            Begrüßungsrede: Rektor Univ.-Prof. Dr. Hans Moser

 

09.45 Uhr:            Verleihung des Ehrenzeichens an:

v      Maria und Gerhard CREPAZ

v      Josef HASIBEDER

v      Dir. Georg LAMP

Laudationes: Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner

v      HR Dr. Christoph MADER

v      Antonio ROLLA

v      Georg SCHMÖHE

Laudationes: Rektor Univ.-Prof. Dr. Hans Moser

Überreichung der Ehrenzeichen und der Dekrete

10.10 Uhr:            Musikstück

 

10.15 Uhr:            Verleihung der Ehrenbürgerschaft an:

v      HR Dipl.-Ing. Ewald FLIR

Laudatio: Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner

v      HR Univ.-Prof. Dr. Ernst RAAS

Laudatio: Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Peter Gröbner

v      Pierre SEGUY

Laudatio: Rektor Univ.-Prof. Dr. Hans Moser

Überreichung der Ehrenmedaillons und der Dekrete

10.30 Uhr:            Musikstück

 

10.35 Uhr:            Verleihung des Titels eines Ehrensenators an:

v      Dr. Hermann SENDELE

Laudatio: Rektor Univ.-Prof. Dr. Hans Moser

v      Dr. Ernst WUNDERBALDINGER

Laudatio : Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Peter Loidl

                               Überreichung der Senatorenketten und der Dekrete

10.45 Uhr:            Musikstück

 

(10.50 Uhr:           Verleihung des Ehrendoktorates der Philosophie an:

v      René JACOBS

Herr René Jacobs kann aus terminlichen Gründen leider nicht in Innsbruck sein.  Es wird daher eine spezielle Veranstaltung für die Verleihung des Ehrendoktorates geben)

10.50 Uhr:            Musikstück

 

10.55 Uhr:            Worte im Namen der Geehrten:  Dr. Ernst WUNDERBALDINGER

11.05 Uhr:            Abschlussworte des Rektors und Auszug des Senats und der Ehrensenatoren zur Fanfare

11.10 Uhr:            Ende des Festaktes

 

Musikalische Umrahmung: Mitglieder des Tiroler Symphonieorchesters

 

 

 

 

 

 

Geehrte:

 

Maria und Gerhard CREPAZ, Hall in Tirol

Maria (geb. 1949) und Gerhard (geb. 1945) Crepaz haben mit der Gründung der Galerie St. Barbara im Jahre 1968 das Kulturleben in Tirol und an der Universität Innsbruck wesentlich bereichert. Der Galerie ist es ein Anliegen, die zeitgenössische Musik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, Gemeinsamkeiten zwischen zeitgenössischer Musik, Alter Musik und außereuropäischen Musikkulturen zu ergründen und dies auch in workshops und Gesprächskonzerten aufzuzeigen. Die 1986 ins Leben gerufene Tiroler Kulturinitiative konnte mit den Projekten „Osterfestival“ (Musik der Religionen), „FrauMannDialog“, „TanzTheater.tanz“ und „17 Tage Mittelalter“ internationales Ansehen erzielen. Es konnten die namhaftesten Komponisten nach Hall geholt werden und auch international renommierte Interpreten waren für die Galerie St. Barbara tätig (René Jacobs, Nikolaus Harnoncourt u. a.), zudem wurden auch zahlreiche Kompositionsaufträge an Tiroler Komponisten vergeben.

 

 

Josef HASIBEDER, Innsbruck

Herr Josef Hasibeder, geb. 1943, hat die Firma Intergraphik aufgebaut – diese Firma hat Druckvorlagen für die Tiroler Tageszeitung und Klischees für andere Druckereien hergestellt. Im Dezember 1980 wurde die TT-Produktion auf Fotosatz umgestellt, und von 1981 bis 1995 war Herr Hasibeder Leiter der Reproabteilung und Druckplattenherstellung. 1995 wurde der Bereich „Sonderprodukte Druck“ geschaffen, den Herr Hasibeder wieder aufgebaut hat und deren Leiter er bis 1997 war. In diesem Jahr wurde er dann zum Geschäftsführer der Firma PRINT GmbH „Tiroler Bezirksblätter“ bestellt – seit 31. Dezember 2001 ist Herr Hasibeder in Pension. Herr Hasibeder hat seit Beginn der Unizeitung regelmäßig das Erscheinen der inzwischen 16 Ausgaben betreut und hat sich in den vergangenen Jahren immer weit mehr für diese Zeitung engagiert als dies seine „dienstliche Pflicht“ gewesen wäre. Er war immer zur Stelle und hat rasch, unbürokratisch und kompetent die Probleme gelöst. Dank seines großen Engagements und der fachkundigen Betreuung ist es gelungen, die Unizeitung zu einem vielbeachteten Produkt zu entwickeln.

 

 

Dir. Georg LAMP, Innsbruck

Herr Dir. Georg Lamp, geboren 1946, ist ein anerkannter und prominenter Funktionsträger im internationalen Kongresswesen. Die enge Verbindung des weltbesten Kongresshauses mit der Universität zeigt sich u.a. im Bemühen von Congress Innsbruck, bei seinen internationalen PR-Initiativen auf die Universität Innsbruck hinzuweisen. So hat Dir. Lamp die universitären Projekte nach Möglichkeit selbst begleitet. Er war Mitglied des Universitätsausschusses zur Beratung und Förderung von Kongressaktivitäten und unterstützte zahlreiche Mitglieder der Universität bei Kongressbewerbungen für Innsbruck, er richtete gemeinsam mit Prof. Hierdeis insgesamt 5 mal die Studien- und Berufsinformationsmesse aus, es wurden auf Initiative von Dir. Lamp zahlreichen Professoren der Universität Innsbruck die Kongressurkunde verliehen. Unter seiner Leitung wurde im Rahmen der Sprachenmeile das Europaquiz veranstaltet und last but not least ist Dir. Lamp ein langjähriger und verlässlicher Partner bei der Ausrichtung der Promotionen und Sponsionen, des goldenen Doktorjubiläums sowie des Universitätsballes.

 

 

HR Dr. Christoph MADER

Hofrat Dr. Christoph Mader, geb. 1949, hat sich besonders um das Brenner-Archiv an der Universität Innsbruck verdient gemacht. Dies betrifft unter anderem die immer wieder erfolgte Anhebung der Jahresdotation sowie die Ausweitung bei den Projektförderungen – aber in erster Linie den Neubau des Forschungsinstituts mit angeschlossenem Literaturhaus (1995-1997). Er ermöglichte die Entstehung des Tirol-Atlas (mit Weiterentwicklung zum Projekt eines digitalen Tirol-Atlas) und die Weiterführung des Instituts für Alpenländische Land- und Forstwirtschaft und Hochgebirgsforschung und die Einrichtung des Lehrganges für Restauratoren von Bodenfunden. Weiters hat er zahlreiche wissenschaftliche Projekte, Publikationen, Kongresse, diverse Kulturprogamme und vieles mehr gefördert.

 

 

 

Antonio ROLLA

Antonio Rolla, geb. 1936, ist von Beruf Bauunternehmer und seit 1985 fast durchwegs Bürgermeister von Ascoli Satriano in der Provinz Foggia. Er hat ein intensives Interesse an der archäologischen Erforschung seiner Gemeinde – von seiner Seite kam auch die Einladung an des Innsbrucker Institut für Klassische Archäologie zu archäologischen Forschungen in Ascoli. Durch ihn werden auch Gemeindearbeiter von besonderer Qualifikation für die Ausgrabungen zur Verfügung gestellt, er ebnet der Innsbrucker Ausgrabungsmannschaft Behördenwege, knüpft wichtige Kontakte und löst rechtliche Probleme mit Grundbesitzern. Die Ausgrabungen beschäftigen sich mit den griechischen Kolonien in Süditalien und den dort einheimischen Völkern und Kulturen – dadurch werden einerseits Siedlungsstrukturen mit Nekropolen und andererseits eine weitläufige Nekropole mit reichem Fundmaterial freigelegt.

 

 

Georg SCHMÖHE

Nach einer internationalen Karriere als Dirigent, die Georg Schmöhe an verschiedene europäische Städte sowie Südamerika geführt hat, hat Herr Schmöhe 1997 als Chefdirigent das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck übernommen und ist am Tiroler Landestheater mit der musikalischen Leitung markanter Operneinstudierungen betraut. Er hat in seiner Innsbrucker Tätigkeit das Orchester auf ein zuvor nie gekanntes Niveau gehoben. Er führte viele Neuerungen ein (Sonntagsmatineen, Einladung bedeutender Komponisten als Dirigenten eigener Werke, Gastspiel beim Eröffnungskonzert „Klangspuren“ in Schwaz, Gastspiele in den Bezirksstädten Tirols sowie in Salzburg und Süddeutschland „Vorkonzerte“ vor den Symphoniekonzerten und vieles mehr). Insgesamt ist seit Herrn Schmöhes erfolgreicher hiesiger Tätigkeit ein deutlich gesteigertes, lebhaftes Interesse der Bevölkerung am (universitären) Musikleben in der Landeshauptstadt Innsbruck zu beobachten, er prägte aber auch durch seine Aktivitäten die Musikwissenschaft an der Universität Innsbruck maßgeblich.

 

 

HR Dipl.-Ing. Ewald FLIR

Hofrat Dipl.-Ing. Ewalt Flir, geb. 1938, hat im Rahmen seiner Tätigkeit als Vorstand der Abteilung Bundes- und Landeshochbau des Amtes der Tiroler Landesregierung federführend für die Baugeschehen an der Universität Innsbruck verantwortlich gezeichnet. Ihm gelang dank seiner geschickten und einsatzfreudigen Verhandlungstaktik während seiner Amtszeit zahlreiche Großprojekte in das sogenannte Bauprogramm aufzunehmen und die hiefür entsprechenden Mittel zu erhalten (Neubauten und Großsanierungen am Innrain 52, Hauptgebäude, Institutsgebäude für Öffentliches Recht und Politikwissenschaften, Theologische Fakultät, Natwi Fakultät, Neubau Bauteil VIII (Zoologie), Institut für Botanik, Universitätskindergarten uva.). Zusätzlich wurden auch die jährlichen, laufenden Instandhaltungen der Universitätsgebäude im Rahmen der Budgetierung „Rahmenbauprogramm“ durchgeführt. HR Flir hatte auch die Geschäftsführung des Innsbrucker Universitätsfonds bekleidet.

 

 

HR Univ.-Prof. Dr. Ernst RAAS

Hofrat Univ.-Prof. Dr. Ernst Raas, geb. 1925 in Steinach in Tirol, hat als Leiter des 1965 eingerichteten Institutes für Sport- und Kreislaufmedizin ehrenamtlich auch die sportärztliche Untersuchungs- und Beratungsstelle für Studierende der Universität Innsbruck übernommen. Er übte diese Tätigkeit bis zum Jahre 2000 völlig ohne jede finanzielle Abgeltung und zur vollsten Zufriedenheit aus. Die Untersuchungen enthielten zum Teil aufwendige internistitische „Check ups“ (einschließlich Belastungsergometrie, Laboruntersuchungen, Lungenfunktionstests u.ä.), zum Teil wurden auch Kontakte mit anderen Fachärzten geebnet, um detaillierte Hilfestellung bieten zu können. Er hat mehr als 300 wissenschaftliche Publikationen auf dem Gebiet der Sportmedizin, Kardiologie und Inneren Medizin veröffentlicht und mehr als 600 Vorträge bei nationalen und internationalen Veranstaltungen und Kongressen gehalten.

 

 

Pierre SEGUY

Pierre Seguy ist 1921 in Wien geboren und war einer der schillerndsten Persönlichkeiten des Chansons der frühen siebziger Jahre in Europa. Er hat eine einzigartige Sammlung französischer Chanson Platten, Sendetexte, Abhandlungen und Veröffentlichungen angelegt, die er der Universität Innsbruck stiftete – sie ist seither zur Besitzerin der größten Sammlung französischsprachiger Chansons in Europa geworden. Diese riesige Schallplattensammlung des Chansonexperten Pierre Seguy mit über 40.000 Titeln um umfangreichen Materialien hat nunmehr im Archiv für Textmusikforschung der Universität Innsbruck ihre Heimat gefunden und stellt einen immensen immateriellen Wert dar, die der Forschung neue Türen öffnet.

 

 

Dr. Hermann SENDELE

Dr. Hermann Sendele, geb. 1941, war Absolvent der Universität Innsbruck und hielt die Verbindung zur alma mater auch während seiner Berufstätigkeit in vielfältiger Weise aufrecht und ließ seine beruflichen Erfahrungen immer wieder in zahlreichen Vorträgen und praxisorientierten Seminaren in die Lehre zurückfließen. Letztens führte er eine Studie gemeinsam mit dem Institut für Unternehmensberatung und den Spencer Stuart Landesorganisationen durch. Er ist seit 1986 Mitglied des Deutschen Freundeskreises der Universität Innsbruck und gehört auch dem Vorstand an. Er hat seine internationalen Erfahrungen in den Bereichen Personalauswahl in wichtigen Einzelaktionen den Universitätsorganen weitergegeben und bot in diesem Zusammenhang der Universität Innsbruck an, 2 Auswahlverfahren durch die Fa. Spencer Stuart kostenlos durchführen zu lassen.

 

 

Dr. Ernst WUNDERBALDINGER

Dr. Ernst Wunderbaldinger ist seit 1995 verantwortlicher Vorstand der Tiroler Sparkassse in Innsbruck. In dieser Zeit hat er die bisherige Unterstützungs- und Förderungspolitik der Sparkasse gegenüber der Universität Innsbruck nicht nur fortgesetzt, sondern wesentlich ausgebaut. Mit der Offenheit und aktiven Unterstützung der universitären Ausbildung und Wissenschaft will er zum Ausdruck bringen, dass sein Bankinstitut die Herausforderungen der wissensorientierten Gesellschaft verstanden hat und unterstützt. So sieht die Sparkasse ihre Sponsortätigkeit für die Universität auch als Bildungsbeitrag für qualifizierte Mitarbeiter der eigenen Bank. Anzuführen ist auch der jährlich vergebene Innovationspreis, die regelmäßige Unterstützung der Uni-Zeitung sowie einmalige Unterstützungen vor allem der medizinischen, naturwissenschafltichen und sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, von laufenden Kongressen, diversen Publikationen und vieles mehr.

 

 

 

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