Johan Galtung eröffnet als Festredner den Universitätslehrgang für Internationales Konfliktmanagement am MCI


Kooperationsabkommen der Universität Innsbruck mit der Universität Jaume I. Castellón/Spanien


Am 8. Juli um 19.30 wird im Foyer des MCI mit dem Festvortrag des weltbekannten Friedensforschers Johan Galtung der Universitätslehrgang für Frieden, Entwicklung und Internationales Konfliktmanagement eröffnet. Der internationale Lehrgang für Postgraduierte wurde im vergangenen Jahr von der Universität Innsbruck ins Leben gerufen und wird heuer erstmals vom MCI abgewickelt.

Aus dieser Initiative resultiert ein Kooperationsabkommen zwischen der Universität Innsbruck und der Universität Jaume I. in Castellón/Spanien, wo seit 1995 ein derartiger Lehrgang mit großem Erfolg geführt wird. Das Abkommen wird anlässlich der Eröffnung vom Rektor der Universität Innsbruck, Prof. Dr. Hans Moser, unterzeichnet. Die Studierenden werden künftig bei voller Anerkennung aller Zeugnisse zwischen den beiden Universitäten pendeln können.

Johan Galtung, in den fünfziger Jahren wegen Wehrdienstverweigerung in Norwegen inhaftiert, gründete nach dieser Erfahrung das  Friedensforschungsinstitut PRIO und wird seither als „Vater der kritischen Friedensforschung“ bezeichnet. Der polyglotte Alternativnobelpreisträger lebt inzwischen in Frankreich, ist aber auch Professor an der Universität von Hawaii. Er wirkt seit Jahrzehnten als Mediator in zwischenstaatlichen Konflikten, als Berater der internationalen Organisationen und als Vordenker der Friedenswissenschaften. Er kommt unmittelbar von einem Aufenthalt aus Afghanistan zurück und wird sicherlich seine Eindrücke und Erfahrungen in den Festvortrag einarbeiten. Das Thema dieses Vortrages lautet:

Peace, Democracy and Human Rights as a Topic of Higher Education in the 21st Century.

Der Lehrgang unter der Leitung des Politologen Wolfgang Dietrich lockt bereits bei seinem Start Studierende aus 16 Ländern nach Innsbruck, womit sich Tirol als ein geradezu idealer Standort für ein solches Unterfangen erweist. Die Attraktivität des Anbots begründet sich freilich nicht nur im Standort, sondern auch im Programm. Neben Galtung werden allein in der Eröffnungswoche mit Ekkehard Krippendorff und Hakan Wiberg zwei weitere Größen der Friedenswissenschaften auftreten, weiters der italienische Philosoph und Abgeordnete zum Europäischen Parlament Gianni Vattimo, die belgische Philosophin Chantal Mouffe, der deutsche Entwicklungskritiker Wolfgang Sachs, der englische Völkerrechtler Robert Cryer und viele andere mehr. Nähere Information unter www.mci.at/peacestudies

 

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