Schockierender Übergriff auf afrikanische Studierende



Opfer einer fremdenfeindlichen Attacke wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag zwei Studierende der Universität Innsbruck. Die beiden Priesterseminaristen aus dem Kongo befanden sich kurz nach Mitternacht auf den Heimweg von einem Besuch bei Freunden in der Nähe des Innsbrucker Flughafens, als sie von einem Auto mit drei jungen Männern verfolgt wurden. Die Unbekannten kurbelten das Autofenster hinunter und beschimpften die beiden jungen Männer, die jedoch nicht auf die Beleidigungen reagierten und wortlos ihren Weg fortsetzten. Schließlich beschleunigte der Fahrer und entfernte sich. Nach kurzer Zeit kehrte er jedoch mit aufgeblendeten Scheinwerfern zurück, stieß einen Studierenden vorsätzlich zu Boden und beging danach Fahrerflucht. Dieser blieb nach dem Aufprall verletzt liegen und musste von der Rettung in die Innsbrucker Universitätsklinik gebracht werden, wo er zur Zeit stationär behandelt wird.

Rektor Hans Moser zeigte sich von diesem Vorfall und besonders von der Brutalität zutiefst schockiert.

Im Rahmen ihrer Ausbildung verbringen Priesterseminaristen aus Afrika, Lateinamerika und Asien häufig einige Jahre im Ausland, manche von ihnen auch in Innsbruck. Nach dem hier absolvierten Theologiestudium kehren sie in ihre Heimat zurück, um dort als Priester und Ordensleute für die katholische Kirche tätig zu sein. Das Opfer des Überfalls, steht selbst kurz vor seiner Weihe zum Diakon.



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