Mehr Unterstützung für Jugendanliegen
TIROLER FORUM für Jugend, Lehrer und Schulprobleme



In Anbetracht der steigenden Probleme von Jugendlichen und Überforderung von Eltern und LehrerInnen initiiert das Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung an der Universität Innsbruck ein Diskussionsforum über aktuelle Herausforderungen. Regelmäßige Diskussionen sollen konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation erbringen. Die Ergebnisse der Forumsdiskussionen sollen als Ergebnis in Form einer Erklärung an Öffentlichkeit und Politik gehen.

Oft sind heute Elternhaus und Schule überfordert, die Probleme des modernen Erziehungsalltags zu bewältigen. Stress und Druck von zahlreichen Seiten führen vielfach zu Ärgernissen für Eltern, Lehrer und Jugendliche. Diese lassen sich nicht mehr von Einzelnen bewältigen, sondern erfordern eine gemeinsame Auseinandersetzung unterschiedlicher Partner (Eltern, Lehrer, Schülern, Ärzte, Sozialarbeiter, Priester, Politiker ...).

Am Beispiel der fortschreitenden Zerstörung des Dr.-Stumpf-Heimes am Achensee und der damit verbundenen Idee einer zeitgemäßen Jugendarbeit läßt sich dies gut aufzeigen: Über 50 Jahre hat dieses Heim für Kinder und Jugendliche existiert und wurde durch die Herren Direktoren Max Plattner (auch Obmann) und Markus Veternik im Auftrag des Bundes der Jungtiroler erfolgreich geführt. Laut Information aus Tagespresse und Fernsehen sowie von mehreren Einheimischen am Achensee hat der Gemeinderat in Maurach als neuer Pächter des Heimes beschlossen, das Gelände für den Bau eines Traktorenmuseums zur Verfügung zu stellen und damit die langjährige Verwendung für Kinder und Jugendliche zunichte zu machen. Mehrere Vorschläge für eine weitere Verwendung des Heimes im Sinne des Gründers Dr. Stumpf und der Aufgaben des Bundes der Jungtiroler im Rahmen der Jugendarbeit Deshalb laden wir alle wurden sowohl vom Bund als auch von der Gemeinde in Maurach ignoriert. Alle sozial verantwortlichen Lehrer und Politiker, Vertreter der Kirche, natürlich auch alle Jugendlichen u.a. interessierte Personen sind zur Diskussion über folgende Fragen eingeladen:

1. Wie lassen sich die steigenden Probleme zwischen Elternhaus und Schule mit steigender Tendenz lösen?

2. Welche konkreten Maßnahmen (Seminare für Eltern, Jugendliche, Lehrer, u.a.) zur Bewältigung der Probleme lassen sich ausserhalb der Schule (z.B. Ferienzeit, verbunden mit Erholung) verwirklichen?

3. Weshalb haben das Land Tirol und die Diözese Innsbruck als Gesellschafter des Bundes der Jungtiroler zugelassen, dass das Dr.-Stumpf-Heim (nach dem Namen des früheren Landeshauptmanns von Tirol) vernichtet werden soll?

4. Wie verantwortet der Gemeinderat von Maurach politisch eine derart jugendfeindliche Politik? (In diesem Zusammenhang wurde auch vorgeschlagen, vorgezogene Neuwahlen für den Gemeinderat mit Aufklärung der einheimischen Bevölkerung zu empfehlen.)

5. Gewähren Gemeinderatssitzungen durch den sozialen Druck demokratische Abstimmungsergebnisse? (Traktoren vs. Jugend)

6. Welches Image hinterläßt eine öffentliche Diskussion in Presse und Fernsehen über die Zerschlagung des geistigen Erbes von Dr.-Stumpf in der Region Achensee? Welchen Eindruck erhalten in- und ausländische Gäste?

Es ist zu begrüßen, dass die Gemeinde ein Haus für Drogensüchtige in Maurach unterstützt. Um so unverständlicher die Entscheidung des Gemeinderats, das Dr.-Stumpf-Heim mit seiner jahrzehntelangen Tradition der Jugendarbeit mit dem Ziel der Erholung und Prävention zuzusperren. Wenn in der Gemeinde kein Interesse daran besteht, soll die Universität Innsbruck das Heim übernehmen und das Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung ein zukunftsorientiertes Konzept für Jugendliche erarbeiten.

Das Forum soll ein Rundgespräch zwischen Fachkapazitäten aus Kirche, Wissenschaft, Politik sowie Bürger- und Jugendvertretern initiieren, das unter Beteiligung aller Teilnehmer konkret Vorschläge an die Landes- und Bundesregierung erarbeitet.

Alle verantwortungsbewußten Bürger und Fachleute aus unserem Land Tirol und natürlich auch Feriengäste aus dem In- und Ausland, die Interesse an einer Förderung der Kinder- und Jugenderziehung haben, sind zu diesem Forum eingeladen.

Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich an unsere Institutsadresse zu wenden (mit Angabe ihrer Anschrift sowie Tel.- und Fax-Nummern), um sie zur Teilnahme an dem Forum einzuladen.

Adresse: Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung, Universität Innsbruck, Schöpfstr. 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512-507-2486, Fax –2815 (Frau Mag. Luggin)

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