Neuer Dekan an der Medizinischen Fakultät

Prof. Dr. Hans Grunicke wurde gestern zum neuen Dekan an der Medizinischen Fakultät gewählt. Er wird nun bis zum Ablauf der aktuellen Amtsperiode im September 2003 der Fakultät vorstehen. Die Wahl war nötig geworden, weil der bisherige Dekan, Prof. Dr. Georg Stöffler, Ende September auf eigenen Wunsch emmeritiert wurde. Das Amt des Vizedekans wird auch weiterhin Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber bekleiden. Hans Grunicke ist Professor am Institut für Medizinische Chemie und Biochemie und vertritt den Spezialforschungsbereich "Biologische Kommunikationssysteme: Molekulare Grundlagen der inter- und intrazellulären Signaltransduktion". Dieser Spezialforschungsbereich wurde 1991 als erster in ganz Österreich eingerichtet und hat die Aufgabe, die Zusammenhänge rund um den Informationsaustausch zwischen Zellen zu erforschen. Dies ist besonders wichtig für die Krebs- und die Genforschung.

Zur Person:
Prof. Dr. Hans Grunicke wurde am 7. Oktober 1935 in Meinerzhagen/Deutschland geboren. Er schloss 1962 sein Medizinstudium an der Universität Freiburg mit dem Dr.med. ab. In den folgenden Jahren arbeitete er in verschiedenen Forschungsgruppen, unter anderem auch in den USA, mit und sein Forschungsschwerpunkt entwickelte sich hin zur Biochemie und dort zur Krebsforschung. 1971 habilitierte sich Grunicke in Freiburg im Bereich Medizinische Biochemie. 1974 wurde er nach Innsbruck berufen und ist seit dem Professor am Institut für Medizinische Chemie und Biochemie. In den Jahren 1981-83 er war bereits einmal Dekan der Medizinischen Fakultät. Prof. Grunicke ist Mitglied einer Vielzahl wissenschaftlicher Vereinigungen im In- und Ausland in den Bereichen Krebs- und Genforschung und fungiert als Mitherausgeber mehrerer einschlägiger Fachmagazine. Seine Publikationsliste umfasst über 140 Originalbeiträge in angesehenen wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Neben verschiedener Preise im Bereich der Krebsforschung wurde Grunicke im Jahr 1990 mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und im Jahre 1996 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz 1. Klasse für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.


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