Universität verwehrt sich gegen die Angriffe von Bürgermeister van Staa

In seinen Äußerungen im Zusammenhang mit dem sogenannten Freiheitskommers der schlagenden Burschenschaften hat Bürgermeister DDr. Herwig van Staa immer wieder die Universität und den Rektor angegriffen. Der Senat der Universität Innsbruck verwehrt sich gegen diese Angriffe mit folgender Resolution.

Stellungnahme des Senats der Universität Innsbruck zur Rede von
Bürgermeister DDr. H. van Staa auf dem Kongress der schlagenden
Verbindungen am 12./13. Mai 2000


Der Senat nimmt die Rede von Bürgermeister DDr. Herwig van Staa mit Bedauern zur Kenntnis
und nimmt dazu wie folgt Stellung:


1. Der Senat der Universität Innsbruck stellt sich uneingeschränkt hinter die Entscheidung des Rektors, die Durchführung des Kongresses der schlagenden Verbindungen auf Universitätsboden im übergeordneten Universitätsinteresse zu untersagen und weißt das Ansinnen des Bürgermeisters, dass sich zukünftige Rektoren
auf einem Kongress der schlagenden Verbindungen entschuldigen sollen, mit Entschiedenheit zurück.


2. Wir sehen radikale bis terroristische Tendenzen nicht nur auf der extrem linken, sondern auch auf der extrem rechten Seite des politischen Spektrums und lehnen sie ab, ganz gleich, woher sie kommen.


3. Wir sehen die Geschichte der schlagenden Verbindungen nicht nur als positiv; wir sehen in dieser Geschichte vielmehr auch eine starke Affinität zu großdeutschen Ideen und zu antikatholischen und antisemitischen Tendenzen. Die schlagenden Burschenschaften müssen erst zeigen, dass sie sich als Verbindungen und mit allen ihren Mitgliedern deutlich und irreversibel von diesen Tendenzen distanziert haben und weiterhin distanzieren.

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