Innsbrucker Wissenschaftsnachwuchs sehr erfolgreich

Dietrich Leibfried vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck erhielt am 3. Juli 2000 im Rahmen der Wittgenstein-Preisverleihung den diesjährigen START-Preis von Wissenschaftsministerin Gehrer verliehen. Der 35-jährige Wissenschaftler ist damit einer von fünf ausgezeichneten NachwuchswissenschaftlerInnen, dessen innovative Forschung im Bereich Quantenoptik mit dem jährlich mit 2 bis 2,5 Mio. ATS dotierten Preis für sechsjährige Projekte ausgezeichnet wurde.

Leibfried wird mit dem Geld ein Forschungsprojekt finanzieren, das sich den Bau von spezifischen Bauelementen für Quantencomputern zum Ziel gesetzt hat. Quantencomputer könnten in Zukunft bestimmte Aufgaben in Minuten lösen, für die selbst extrem schnelle herkömmliche Rechner länger als das Alter des Universums brauchen.

Die Forschungsgruppe am Institut für Experimentalphysik ist weltweit mitführend auf dem Gebiet der Quanteninformationsverarbeitung, Leibfried sieht sein Institut "kurz vor dem Ziel sogenannte Quantengatters mit gefangenen Ionen zu bauen, die als Träger der Information dienen sollen". Somit wird an der Universität Innsbruck ein wesentlicher Beitrag zur Realisierung der Zukunftstechnologie Quantencomputer geleistet.

Bereits im vergangenen Jahr wurde mit dem Geologen Christoph Spöttl ein Innsbrucker Jungwissenschaftler mit dem START-Preis ausgezeichnet.

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