Universität Innsbruck: In der Forschung vorne dabei

Die Wissenschaftler der Universität Innsbruck sind mit ihren Forschungsprojekten im Vergleich mit anderen österreichischen Universitäten an der zweiten Stelle bei der Vergabe von Geldern des FWF (Fond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung). In den vergangenen beiden Jahren sind dadurch knapp 300 Millionen öS für Forschungsprojekte nach Innsbruck geflossen. Besonders interessant ist dabei die Steigerungsrate von über 50 % seit 1995 und die Tatsache, dass der FWF in Österreich neben der Nationalbank die wichtigste Geldquelle für die wissenschaftliche Forschung ist. Im direkten Vergleich mit der Universität Graz, die bei den Studierendenzahlen und den Instituten in etwa mit Innsbruck vergleichbar ist, jedoch über mehr Personal verfügt und zum Teil besser ausgestattet ist, hat die Universität Innsbruck damit die Nase deutlich vorne.

Auch auf europäischer Ebene erfolgreich

Ein ähnliches Bild zeigt die Bilanz des 4. Rahmenprogramms der Europäischen Union. Hier liegt die Uni Innsbruck mit einem Projektvolumen von über 100 Mio. öS an der vierten Stelle aller österreichischen Universitäten. Stellt man in Rech-nung, dass ein Großteil der Aktionen im 4. Rahmenprogramm besonders im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und im Bereich Umwelt angesiedelt waren und dadurch die Technischen Universitäten und die Universität für Bodenkultur einen deutlichen Vorteil hatten, so kann sich das Innsbrucker Ergebnis durchaus sehen lassen.

Nachholbedarf besteht noch bei den Kompetenzzentren. Hier liegt die Schwierigkeit auch darin, dass diese Zentren vor allem ein industrielles Umfeld benötigen. Dieses Umfeld ist jedoch in Tirol nicht so stark entwickelt, liegt der Anteil der Arbeitsplätze in der Sachgütererzeugung doch lediglich bei 17 %, das ist knapp 3 % unter dem Bundesdurchschnitt und deutlich hinter Oberösterreich (27,1 %) oder der Steiermark (23,1 %).

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