Mesopotamien am Inn

„Jetzt ist alles Geschichte. Der Staudamm ist fertig.
Die Landschaft liegt tief unter Wasser.“


Seit 20 Jahren erforschen Innsbrucker Wissenschaftler nun schon die Wurzeln der Kultur im Land zwischen Euphrat und Tigris. In vier Grabungskampagnen haben die Mitarbeiter und Studierenden des Instituts für Sprachen und Kulturen des Alten Orients mitgeholfen, altes Kulturgut zu bewahren, bevor es durch den Bau von Staudämmen zerstört worden wäre. Unter der Leitung von Frau Prof. Helga Trenkwalder und Herrn Dr. Wilfried Allinger-Csollich waren die Innsbrucker Forscher an verschiedenen solcher Rettungsprojekten beteiligt und stellten damit das einzige österreichsche Grabungsteam, das je im Iraq arbeiten konnte.

Die Erfahrungen und Ergebnisse werden jetzt in einer Ausstellung einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Vom 11. - 22. Mai bietet sich allen Besuchern von Veranstaltungen des Congress Innsbruck die Gelegenheit, anhand von Schaubildern Einblicke in eine der frühesten Hochkulturen der Menscheit zu erlangen. Die Eröffnung dieser Ausstellung wird umrahmt von mehreren Vorträgen, die sich mit dem Turmbau zu Babel beschäftigen.

Programm:
Montag, 11.5.1998, 17.00 Uhr, Congress Innsbruck, Galerie-Foyer:

Eröffnung der Ausstellung durch den Rektor und den Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck

19.00 Uhr Saal Andechs

Rahmenveranstaltung der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck

„Der Turm von Babel“

Programm:
Univ.-Prof.Dr. H. Trenkwalder
„Nebukadnezar, König von Babylon und rechtmäßiger Herrscher“
Dr. W. Allinger-Csollich
Das neue Ziqqurrat-Konzept: Eine fiktive Besteigung des Turmes von Babylon zur Zeit König Nebukadnezar II
Univ.-Prof.Dr. G. Fischer
Der „Turm von Babel“ aus biblischer Sicht
A. Dir. S. Sepp
Abbildungen und Nachrichten vom Turmbau von Babel in den historischen Beständen der Universitätsbibliothek Innsbruck.
Univ.-Prof.Dr. E. Walde
Größenwahn und Überheblichkeit in der Antike (Architektur und Plastik)
Dr. R. Rollinger
Babylon und Europa: Rezeption zwischen Realität und Symbol
Univ.-Prof.Dr. O. Wenskus
Die Rezeption der Babylonischen Astronomie in Griechenland

Die Ausstellung ist als „konzertbegleitende Ausstellung“ nur im Rahmen anderer Veranstaltungen vom Dienstag, 12.5.1998 bis Freitag, 22.5.1998 zu besichtigen.

Weitere Informationen:
Dr. Wilfried Allinger-Csollich
Institut für Sprachen und Kulturen des Alten Orients
Tel.: 507 - 4102

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