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Tagung: Am Rande der großen Politik. Italien und der Alpenraum beim Wiener Kongress

Vor 200 Jahren, am 18. September 1814, begann der Wiener Kongress. Der Kongress sollte die europäischen Machtstrukturen nach den napoleonischen Kriegen neu ordnen. Der Alpenraum und Italien standen da eher am Rande der großen Politik, der Wiener Kongress hatte aber auch Auswirkungen auf Tirol und angrenzende Gebiete: Ein Umstand, den eine Innsbrucker Tagung nächste Woche näher beleuchtet.


Der Wiener Kongress gilt als eines der wichtigsten Ereignisse im Übergang vom Ancien Régime zur modernen europäischen Staatenwelt. Nach dem Ende der napoleonischen Ära stand nichts weniger als die politische und territoriale Neuordnung Europas auf der Agenda, um nach den Wirren jahrzehntelanger Kriege dem Kontinent Ruhe und Frieden zu sichern. Innerhalb weniger Monate, zwischen Oktober 1814 und Juni 1815, erarbeiteten die in Wien versammelten Staatsmänner und Diplomaten zwischenstaatliche und internationale Übereinkommen, die über Jahrzehnte Bestand hatten. „Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Wiener Kongresses wollen wir der Bedeutung dieses europäischen Großereignisses im regionalen Kontext Rechnung tragen“, sagt Dr. Eva Werner vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie. Sie ist Mitglied des Organisationsteams rund um Prof. Brigitte Mazohl.

Neue Grenzen für den Alpenraum

Innerhalb der Verhandlungen über die künftige Ordnung Europas wurde auch über die Grenzziehung und die politische Ausgestaltung des Alpenraums sowie die Herstellung stabiler politischer und territorialer Verhältnisse auf der italienischen Halbinsel debattiert. „Angesichts der Bedeutung anderer machtpolitischer Problemlagen standen die Gespräche über die zukünftige Ausgestaltung des Alpenraums und Italiens allerdings eher am Rande der großen Politik“, erklärt Eva Werner. „Dementsprechend werden sie auch von der Wissenschaft bis heute behandelt.“ Die Tagung „Am Rande der großen Politik. Italien und der Alpenraum beim Wiener Kongress“ setzt dazu einen Kontrapunkt: Die mit dem Alpenraum und der italienischen Halbinsel verbundenen Probleme und Chancen politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Art, die aus der Sicht der Beteiligten keineswegs untergeordnete Themen waren, stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung – etwa die (Wieder-)Eingliederung Tirols und Salzburgs nach Österreich und das Schicksal der italienischen Staaten auf und nach dem Kongress.

 

Bei der Tagung von 24. bis 26. September 2014 werden zahlreiche Expertinnen und Experten aus dem deutschsprachigen Raum und Italien erwartet. Den öffentlichen Abendvortrag am 24. September mit einer Einführung zum Thema hält ab 19:00 Uhr Brigitte Mazohl.

Die Tagung:

„Am Rande der großen Politik. Italien und der Alpenraum beim Wiener Kongress“

Zeit: 24. bis 26. September 2014

Ort: Claudiasaal der Universität Innsbruck (Herzog-Friedrich-Straße 3/2)

Programm als PDF: http://www.uibk.ac.at/geschichte-ethnologie/aktuelles/entwurf04-el-tagung-am-rande-der-grossen-politik.pdf

 

Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und bitten um Ankündigung des Abendvortrags in Ihrem Medium. Die Vortragenden stehen auch für Interviews zur Verfügung, bitte geben Sie bei Interesse an einem Interview rechtzeitig Bescheid.