Tierisch innovative Vorlesungen an der Uni Innsbruck

Zum Überdenken des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier lädt im Wintersemester eine Ringvorlesung mit dem Titel „Human Animal Studies“ ein. Die erste Veranstaltung findet am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, an der Universität Innsbruck statt und steht ebenso wie alle weiteren auch externen Interessierten offen.

Die ursprünglich vom anglophonen Raum ausgehenden Human Animal Studies verstehen sich als fächerübergreifender Forschungsansatz und haben eine Revision der Beziehung zwischen Menschen und Tieren zum Ziel. In Österreich ist diese Wissenschaftsdisziplin noch relativ jung, die Bandbreite der gleichnamigen Ringvorlesung reicht von historischen, philosophischen, rechtswissenschaftlichen über medizinische bis hin zu sprachwissenschaftlichen und alltagspraktischen Fragen. Thematisch gliedert sich die Ringvorlesung in vier große Blöcke:

  • das Verhältnis von Mensch und Tier in der europäischen Geschichte
  • Mensch und Tier im modernen gesellschaftlichen Diskurs
  • Tiere in Sprache und Literatur
  • Tierrechte in Theorie und Praxis

Es referieren sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Innsbruck, als auch externe Vortragende aus dem In- und Ausland. Die Abschlussvorlesung hält der promovierte Philosoph, Physiker und Tierrechtsaktivist Martin Balluch.

Termine: 4. Oktober 2012 bis 31. Jänner 2013, während der Vorlesungszeit
Zeit: Donnerstags von 17:15 bis 18:45
Ort: Hörsaal 4 und Hörsaal 7, Innrain 52e

Nähere Details: https://orawww.uibk.ac.at/public/lfuonline_lv.details?sem_id_in=12W&lvnr_id_in=641100

Lehrmeinungen überdenken

Die auf Initiative der universitären Interessengemeinschaft für Tierrechte LIFE ins Leben gerufene Ringvorlesung wird für Studierende mehrerer Fakultäten angeboten und findet unter den Studierenden bereits sehr großen Zuspruch. Die Vorträge richten sich aber auch explizit an die interessierte Bevölkerung, wie Prof. Gabriela Kompatscher vom Institut für Sprachen und Literaturen betont. „Meine Erwartungen wären erfüllt, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Veranstaltung eine kritische Haltung gegenüber tradierten Lehrmeinungen annehmen, aber auch die präsentierten Inhalte nicht kritiklos übernehmen, sondern als Anregung verstehen würden“, sagt Kompatscher.

Rückfragehinweis

Ao.Univ.-Prof. Gabriela Kompatscher
Institut für Sprachen und Literaturen
Universität Innsbruck
Telefon: +43 (0)512 507 37608
E-Mail: Gabriela.Kompatscher@uibk.ac.at

Mag. Eva Fessler
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Universität Innsbruck
Telefon: +43 (0)512 507 32020
E-Mail: eva.fessler@uibk.ac.at