Erfolgreich Altern

20 Jahre Institut für Biomedizinische Alternsforschung

Unter dem Titel „Successful Aging“ versammeln sich am 12. September auf Einladung des Instituts für Biomedizinische Alternsforschung WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt in Innsbruck. Auf dem Programm stehen grundlegende Alternsmechanismen ebenso wie innovative Therapiemöglichkeiten für altersbedingte Krankheiten oder die Relevanz lebensverlängernder Substanzen.

Die Keynote Lecture wird der renommierte Demograf Wolfgang Lutz halten. Seine Studien zur Bevölkerungsentwicklung in Europa und weltweit haben dem Demografie-Experten Wolfgang Lutz in den letzten Jahren nicht nur den hochdotierten Wittgenstein-Preis, sondern auch höchste internationale Beachtung in Wissenschaft und Politik eingebracht. Bei der vom Institut für Biomedizinische Alternsforschung organisierten Tagung „Successful Aging“ wird Wolfgang Lutz als Sozialwissenschaftler unter den Referenten eine Ausnahmeerscheinung darstellen. Denn beim hochkarätig besetzten Symposium am 12. September geht es um neueste Ergebnisse aus der biomedizinischen Alternsforschung. „Der demografische Wandel, wie ihn Wolfgang Lutz als Keynote Sprecher im Rahmen unseres Symposiums darlegen wird, verdeutlicht, wie wichtig es ist, Alterungsprozesse besser zu verstehen“, sagt Beatrix Grubeck-Loebenstein, Direktorin des Instituts für Biomedizinische Alternsforschung (IBA), das im Rahmen des Symposiums sein 20jähriges Bestehen begeht.
Hauptthemen sind die neuesten Verfahren in den Bereichen Genomik und Proteomik des Alterns, altersbedingte Dysfunktionen und Krankheiten, Lernen aus Modellorganismen sowie translationale Forschung.

Neue Ansätze für regenerative Medizin

Richtungsweisende Einsichten für die regenerative Medizin wird Karl Lenhard Rudolph präsentieren. Der Direktor des Leibniz-Instituts für Alternsforschung in Jena und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung untersucht seit vielen Jahren die Struktur und Funktion von Telomeren. Diese spezifischen Nukleoproteinkomplexe fungieren als Schutzkappen an den Enden von Chromosomen. Funktionsstörungen in Telomeren sind Ursache für viele chronische Erkrankungen und die Entstehung von Organschäden. Aus diesem Grund sind Telomere ein wichtiger Ansatzpunkt für die Therapie von Krankheiten und die Anregung von Reparaturprozessen.

Jungbrunnen Spermidin

Die Frage, wie die Lebensspanne von Modellorganismen durch gezielte Eingriffe verlängert werden kann, behandelt Frank Madeo, Universitätsprofessor für Molekulare Biowissenschaften an der Universität Graz. Seine Arbeitsgruppe erforscht Alterungsprozesse bei Einzellern, insbesondere bei Hefe. Unter anderem konnte er an einer Reihe von Modellorganismen, auch an Würmern und Fliegen, zeigen, dass ein Polyamin namens Spermidin die Lebensspanne verlängern kann. Die jüngsten Ergebnisse seiner Gruppe deuten darauf hin, dass die lebensverlängernden Effekte von Spermidin auch bei Säugetieren relevant sind.

Lebensverlängernde Ernährung

Mit dem Einfluss der Ernährung auf Mechanismen des Alterns und die Entstehung altersassoziierter Erkrankungen beschäftigt sich der Vortragende Rafael de Cabo. Hauptarbeitsgebiet des am Labor für Neurowissenschaften des National Institute of Aging in Baltimore (USA) beschäftigten Molekular- und Zellbiologen ist die sogenannte „caloric restriction“: De Cabos Untersuchungen zeigen, dass durch die Reduktion der Kalorienaufnahme ohne Unterernährung der Alterungsprozess gebremst und so die gesunde Lebenspanne einer Vielzahl von Tierarten bis hin zu Affen verlängert werden kann.

20 Jahre Expertise in der Alternsforschung

Das Institut für Biomedizinische Alternsforschung (IBA) in Innsbruck ist österreichweit die einzige Forschungsstätte, die sich ausschließlich dem Thema Alternsforschung widmet. Bereits 1992 von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gegründet, hat sich das aktuell von Direktorin Univ.-Prof. Dr. Beatrix Grubeck-Loebenstein geleitete Institut in den letzten 20 Jahren national und international zu einer sehr renommierten Einrichtung auf dem Gebiet der Alternsforschung entwickelt und den Forschungsstandort Innsbruck auf diesem Gebiet bekannt gemacht.

Weitere Informationen

Neben Wolfgang Lutz, Karl Lenhard Rudolph, Frank Madeo und Rafael de Cabo referieren im Rahmen des Symposiums „Successful Aging 2012“ zahlreiche weitere internationale Expertinnen und Experten. Die Veranstaltung findet am 12. September ab 13:00 Uhr in der Aula der Universität Innsbruck (Universitätsgebäude Innrain 52) statt.

Bei Interesse können mit einzelnen Referentinnen und Referenten Interview-Termine vereinbart werden!


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Rückfragehinweis

Univ.-Prof. Dr. Beatrix Grubeck-Loebenstein
Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung
Universität Innsbruck
Tel. +43 (0)512 507 508-55
E-Mail: beatrix.grubeck@uibk.ac.at

PD Dr. Pidder Jansen-Dürr
Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung
Universität Innsbruck
Tel. +43 (0)512 507 508-44
E-Mail: pidder.jansen-duerr@uibk.ac.at

Mag. Eva Fessler
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Universität Innsbruck
Telefon: +43 (0)512 507 32020
E-Mail: eva.fessler@uibk.ac.at

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