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Presseinformation der Universität Innsbruck

11.05.2010

Am absoluten Nullpunkt:

Abenteuer in der ultrakalten Quantenwelt

Rudolf Grimm, Österreichs Wissenschaftler des Jahres, führt am 19. Mai 2010 in einem öffentlichen Vortrag an der Universität Innsbruck in die Geheimnisse der Quantenphysik ein und erzählt, was die Neue Deutsche Welle, Barack Obama und Diego Maradona damit zu tun haben.

Hinter wissenschaftlichen Ergebnissen stecken Forscher mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Der Experimentalphysiker Rudolf Grimm, seit über zehn Jahren wesentlicher Bestandteil der erfolgreichen Innsbrucker Quantenphysik, wird in seinem Vortrag für das breite Publikum neben der eigentlichen Wissenschaft vor allem die menschliche Seite der Forschung beleuchten.

Die Experimente seiner Forschungsgruppe zu ultrakalten Quantengasen finden bei Temperaturen von nur wenigen Milliardstel Graden über dem absoluten Nullpunkt statt, und damit verbunden sind eine Reihe von interessanten Geschichten und spannenden Abenteuern. Die Tiroler Öffentlichkeit ist eingeladen, überraschende Querverbindungen zur Neuen Deutschen Welle, zu Barack Obama und Diego Maradona kennenzulernen.

 

Öffentlicher Vortrag von
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Grimm
Wissenschaftler des Jahres 2009

Ort: Aula, Hauptgebäude, Universität Innsbruck, Innrain 52
Zeit: Mittwoch, 19. Mai 2010, 18.00 Uhr

Eintritt frei!


Rudolf Grimm wurde 1961 in Mannheim, Deutschland, geboren und studierte an der Universität Hannover Physik. Von 1986 bis 1989 forschte er als Doktorand an der ETH Zürich und war dann für ein halbes Jahr am Institut für Spektroskopie der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Troizk bei Moskau tätig. Anschließend arbeitete er zehn Jahre am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. 2000 wurde er als Nachfolger von Anton Zeilinger an die Universität Innsbruck berufen.

Der Experimentalphysiker beschäftigt sich mit Bose-Einstein-Kondensaten aus Atomen und Molekülen sowie fermionischen Quantengasen. 2002 gelang seiner Arbeitsgruppe die weltweit erste Erzeugung eines Bose-Einstein-Kondensats aus Cäsiumatomen. Ein Jahr später erzeugte das Team erstmals ein Bose-Einstein-Kondensat aus Molekülen. 2004 realisierten die Forscher ein Fermi-Kondensat. Heute sind die Physiker um Rudolf Grimm in der Lage, auch komplexere Moleküle in ultrakalten Quantengasen herzustellen.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Grimm bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er 2005 die höchste österreichische Wissenschaftsauszeichnung, den Wittgenstein-Preis. Im gleichen Jahr wurde er von der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ zum „Österreicher des Jahres“ in der Kategorie Forschung gewählt. 2008 erhielt Grimm den Tiroler Landespreis für Wissenschaft.

In diesem Jahr wählte ihn der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten in Österreich zum Wissenschaftler des Jahres. Diese Auszeichnung wird an Forscherinnen und Forscher verliehen, die ihre Arbeit und ihr Fach einer breiten Öffentlichkeit verständlich machen und damit das Image der österreichischen Forschung heben.

 

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Foto Download

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Bildunterschrift: Professor Rudolf Grimm, Österreichs Wissenschaftler des Jahres
Fotonachweis: Lackner


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Bildunterschrift: Mit Lasern erkunden die Physiker um Rudolf Grimm die ultrakalte Quantenwelt.
Fotonachweis: Lackner


Rückfragehinweis:

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Grimm
Institut für Experimentalphysik
Universität Innsbruck
Technikerstraße 25, A-6020 Innsbruck

Telefon: +43 512 507 6300
E-Mail: rudolf.grimm@uibk.ac.at
Web: http://www.ultracold.at/

Dr. Christian Flatz
Büro für Öffentlicheitsarbeit
Universität Innsbruck
Innsrain 52, A-6020 Innsbruck

Telefon: +43 512 507 32022
E-Mail: christian.flatz@uibk.ac.at
Web: http://www.uibk.ac.at/