kalvarien_1

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Die älteste erhaltene Darstellung des Kalvarienberges auf einem Wandgemälde in Arzl (Canisiusweg Nr. 7) stammt aus der Zeit zwischen 1665 und 1735 und zeigt den Kalvarienberg mit beträchtlicher topographischer Genauigkeit im

Wesentlichen schon in seiner heutigen Gestalt. 

Überblick über die geöffneten Grabungsflächen im Nordwestbereich des Hügels. Rechts der Abbruch zum Südhang.

Ein Teil der hier festgestellten spätantiken oder frühmittelalterlichen Bebauung ist der Hangabrutschung zum Opfer gefallen.   

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Gewandnadeln ("Fibeln") gehören zu den Standardbestandteilen antiker Tracht. Dementsprechend wurden auch am Kalvarienberg mehrere - meist fragmentiert - gefunden. Besonders gut erhalten ist die unten abgebildete römische Fibel mit durchbrochenem Dekor im so genannten "Trompetenstil" (spätes 2. Jh. n. Chr.)

 

Auswahl römischer Münzen vom Kalvarienberg:

oben links: republikanischer Silberdenar des Naevius Balbus, geprägt 78/77 v. Chr.; diese bisher älteste Münze vom Kalvarienberg wurde bereits 1990 von Heinz Müller als Oberflächenfund im jetzt ergrabenen Gelände geborgen (Literatur: H. Müller, Fundberichte aus Österreich 29, 1990, 219.- P. W. Haider, Neuer Münzfund in Arzl: Ein römischer Denar aus republikanischer Zeit, Tiroler Heimat 56, 1992, 5-12.)

oben rechts: Bronzeas des Kaisers Marcus Aurelius (161-180 n. Chr.)

unten links : Antoninian des Kaisers Claudius Gothicus (268-270 n.Chr.)

unten rechts : silberne Siliqua des Kaisers Honorius (393-423 n. Chr.); dabei handelt es sich um die jüngste bis jetzt

am Kalvarienberg gefundene römische Münze. 

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Scherben von Terra Sigillata, dem durch seine intensiv rote Farbe auffallenden römischen Tafelgeschirr, stammen vor allem von der Westterrasse. 

Ein frühmittelalterlicher Reitersporn - rechts unten der ursprünglich in der Mitte befestigte Dorn - spricht für die lang anhaltende Nutzung des Platzes.