Forschung

Der Arbeitsbereich ist methodologisch breit aufgestellt: Sein Schwerpunkt liegt auf der fallrekonstruktiven Erforschung erziehungswissenschaftlich relevanter Berufsfelder und den dort erfolgenden Professionalisierungsprozessen. Zum einen werden empirisch fundierte Beiträge zur Theorie pädagogischer Professionalisierung geleistet. Zum anderen wird in der methodisch angeleiteten Fallarbeit ein wesentlicher Beitrag zur Professionalisierung in Aus- und Weiterbildungsprozessen gesehen. In diesem Zusammenhang bietet der Bereich eine monatlich tagende Fallwerkstatt an, die allen Interessierten offensteht und in der fortlaufend Materialien aus der pädagogischen Praxis oder anderweitige Protokolle sozialer Wirklichkeit ausgewertet werden.

Die fallrekonstruktive Forschung zur professionellen Berufspraxis bietet darüber hinaus vielfältige Anknüpfungspunkte für eine qualitative bzw. rekonstruktive Bildungs-, Sozialisations- und Kindheitsforschung. Im Rahmen der methodologisch reflektierten Arbeit mit sogenannten natürlichen Protokollen wie der Aufzeichnung von Forschungsinterviews und Interaktionen in Ton und Bild sowie Schriftdokumenten, Fotographien und Zeichnungen werden Beiträge zur Interaktions- und Bildtheorie geleistet.

Schließlich werden im Rahmen des Arbeitsbereichs quantitative Studien zu Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung, Schulentwicklung, Gesundheitsförderung usw. durchgeführt.

Forschungsthemen:

  • Theorien der Pädagogischen Professionalität (Claudia Scheid)
  • Analyse des Theorie-Praxis-Verhältnisses unter Berücksichtigung der reflexiven Erziehungswissenschaft (Claudia Scheid)
  • Hochschullehre als Ort von Professionalisierung (Claudia Scheid)
  • Struktur und Dynamik mediatorischer Interaktion (Peter Münte)
  • Bildanalyse als Zugang zu Bildungsprozessen im Vorschulalter (Claudia Scheid, Peter Münte & Jirko Piberger)
  • Bildungsbegriff und bildungswissenschaftliche Grundlagenreflexion (Jirko Piberger)
  • Imagination und Transformation des Sozialen im Horizont von Bildung (Jirko Piberger)
  • Auswirkungen von Lehre unter Corona-Bedingungen auf Studierende und TeilnehmerInnen an universitären Weiterbildungsangeboten (Arthur Drexler)

Aktuelle Forschung/Forschungsprojekte:

  •  EKLI - Die Einstellung des pädagogischen Personals in Ausbildung zur Inklusion von Kindern mit Beeinträchtigungen in Kindergärten und in der Primarstufe. Eine länderübergreifende Vergleichsstudie zwischen Süd- und Nordtirol. Ein Kooperationsprojekt mit der Universität Bozen, beantragt bei Research Südtirol (Forschungsförderung der Landesregierung Südtirol
  •  The Challenges of Teaching at the Post-Bologna University: Case Reconstructions on Teaching Practices and Teaching Orientations of University Lecturers in Five Contrasting Courses (eingereichtes Forschungsprojekt)
  •  Erziehungs- und Paarberatung, Universität Innsbruck und Evangelische Beratung
  •  Die Interaktion der professionellen Mediation (in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld und der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienmediation BAFM)
  • Befragung Fachinspektor*innen des konfessionellen Religionsunterrichtes
    Laufzeit: 1.8.2021-30.04.2022
    Mitarbeiterin: Eva-Maria Wiest
    Projektleitung: Martina Loth

 Abgeschlossene Projekte:

  • Malen als Bildungsprozess. Konstruktionen sozialer Realität in Kinderzeichnungen
    Ziel des Projektes ist die Systematisierung und Ausdifferenzierung methodologischer sowie bild- und bildungstheoretischer Ansätze (unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds).
    Leitung: Uni.-Prof. Dr. Claudia Scheid
    Laufzeit: 2019-2021

  • T.O.M.I.R. Technologisch optimierte multimodal induzierte Resilienz:
    Der Auftrag umfasste gemeinsam mit Konsortialpartnern die Konstruktion und die digitalisierte Umsetzung von Texten zur positiven Beeinflussung von psychischen Zuständen. Gefördert durch das Land Tirol, Innovationsförderung
  • Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Tiroler Einrichtungen:
    Ziel des Projekts war die Darstellung der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen im institutionellen Rahmen einer Betreuungseinrichtung, die Wahrnehmung ihrer Bedürfnisse und ihrer Lebensqualität aus ihrer eigenen Perspektive. Dies wird aufgrund des Projektrahmens und der dürftigen Basis an vergleichbaren Studien in Österreich ein vorerst exploratives, exemplarisches Bild vom Leben der Kinder und Jugendlichen in stationären Einrichtungen in Tirol ergeben.
    Laufzeit; November 2011 bis Juni 2012.
    Forschungsförderer ist das Land Tirol (Abt. Jugendwohlfahrt).
    Projektleitung: Ass. Prof. Dr. Arthur Drexler und Ass. Prof. Dr. Hermann Mitterhofer
    Projektmitarbeiterinnen: Frau Mag. Petra Flieger, Frau Verena Rojer, BA

  • Ausbildung und Persönlichkeit. Persönlichkeitsentwicklung als Erfolgskriterium für psychosoziale Aus- und Weiterbildung. Hypo Tirol Bank Forschungsförderungspreis an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

  •  Schulentwicklung PHORMS. Konzeption einer Elternbefragung zur Schulentwicklung für Kita, Grundschule, Gymnasium in München

  • Evaluierung des Aufnahmeverfahrens an der FH Kufstein

  • Analyse zum Innovationspotential des Gesundheits- und Sozialsprengels Schwaz: Entwicklung von innovativen strategischen Geschäftsfeldern im Bereich psychosoziale Gesundheit im Netzwerk mit relevanten Stakeholdern, insbesondere im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung

  • Lebensstilanalyse. Konstruiert wurde ein Verfahren zur Klassifizierung von Lebensstilen in Österreich, das im Bereich der Unterbringung von dementen Menschen eingesetzt werden kann. Gefördert durch DASTA Lösungen für Generationen e.U.r


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