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Pädagogische Professionalisierung und Beratung sowie Aus- und Weiterbildung

Kurzbeschreibung

Der Lehr- und Forschungsbereich „Pädagogische Professionalisierung und Beratung sowie Aus- und Weiterbildung“ widmet sich der Erforschung von Professionalität und von Professionalisierung in unterschiedlichen institutionellen und berufspraktischen Kontexten. Dies wird als ein Beitrag der pädagogischen Reflexion der Gesellschaft gesehen, berücksichtigt man die enorme Bedeutung, die Professionen für moderne Gesellschaften besitzen. So stehen Fragen der gesellschaftlichen Funktion von Professionen im allgemeinen und der Qualitätsentwicklung in pädagogischen Handlungsfeldern im besonderen im Mittelpunkt des Interesses.

In der Lehre stehen mit Blick auf berufliche Identität, Evaluation und Qualitätsentwicklung Modelle professionalisierten Berufshandelns im Vordergrund und dies sowohl auf einer allgemeinen Ebene, auf der bestimmt wird, was Professionen von Berufen unterscheidet, als auch in ganz konkreten pädagogischen Handlungsfeldern sowie der Beratung. Die Forschung des Arbeitsbereichs zielt auf die Weiterentwicklung von Theorien und Modellen pädagogischer Professionalisierung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der Hochschullehre als zentralem Ort von Professionalisierungsprozessen.

Methodologisch ist der Arbeitsbereich in zwei Ausrichtungen profiliert. Zum einem arbeitet er fallrekonstruktiv. In der methodisch abgesicherten Fallarbeit wird ein wesentlicher Beitrag zur Professionalisierung in Aus- und Weiterbildungsprozessen gesehen. Die fallrekonstruktive Forschung bietet außerdem Anknüpfungspunkte für Fragen der qualitativen bzw. rekonstruktiven Bildungs-, Sozialisations- und Kindheitsforschung. Wird in der anderen Hinsicht noch ergänzt.

Aktuelle Themenschwerpunkte sind:

  • Theorien der Pädagogischen Professionalität
  • Analyse des Theorie-Praxis-Verhältnisses unter Berücksichtigung der reflexiven Erziehungswissenschaft
  • Hochschullehre als Ort von Professionalisierung (unter dem Gesichtspunkt des Bildungsprozesses der Professionalisierung sowie unter dem Gesichtspunkt der Struktur von Hochschullehre)
  • Hochschullehre als Interaktionsform
  • Beratung, Mediation und Supervision
  • Struktur und Dynamik mediatorischer Interaktion
  • Bildanalyse als Zugang zu Bildungsprozessen im Vorschulalter
  • Bildungsbegriff und bildungswissenschaftliche Grundlagenreflexion
  • Bildungsprozesse der Forschung
  • Imagination und Transformation des Sozialen im Horizont von Bildung
  • Ergänzungen werden noch vorgenommen

 

 Aktuelle Forschungsprojekte:

  • EKLI - Die Einstellung des pädagogischen Personals in Ausbildung zur Inklusion von Kindern mit Beeinträchtigungen in Kindergärten und in der Primarstufe. Eine länderübergreifende Vergleichsstudie zwischen Süd- und Nordtirol. Ein Kooperationsprojekt mit der Universität Bozen, beantragt bei Research Südtirol (Forschungsförderung der Landesregierung Südtirol).

  • Malen als Bildungsprozess. Konstruktionen sozialer Realität in Kinderzeichnungen – Ziel des Projektes ist die Systematisierung und Ausdifferenzierung methodologischer sowie bild- und bildungstheoretischer Ansätze (unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds).
  • Habitusformationen der Hochschullehre: Fallrekonstruktionen zu Lehrorientierungen und Habitusbildung bei Hochschullehrenden in sechs kontrastiven Studiengängen (beantragt/im Entscheidungsprozess)

 

Bereichsleitung:

Univ.-Prof.in Dr.in Claudia Scheid

 

Mitglieder:

assoz.-Prof. Dr. Arthur Drexler

Dr. Peter Münte

Jirko Piberger, M.A.

 


Abgeschlossene Projekte:

T.O.M.I.R. Technologisch optimierte multimodal induzierte Resilienz

Der Auftrag umfasste gemeinsam mit Konsortialpartnern die Konstruktion und die digitalisierte Umsetzung von Texten zur positiven Beeinflussung von psychischen Zuständen. Gefördert durch das Land Tirol, Innovationsförderung


Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Tiroler Einrichtungen

Die zentrale Frage des Projekts zielt auf die Wahrnehmung und Beschreibung der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen im institutionellen Rahmen einer stationären Einrichtung aus ihrer persönlichen Perspektive. Auf Vorschlag der Abteilung Jugendwohlfahrt des Landes Tirol sollen Kinder und Jugendliche in fünf unterschiedlichen Tiroler Einrichtungen (Einrichtungen für Behinderte und Nicht-Behinderte, Kinder und Jugendliche) in die Studie einbezogen werden. Die Einrichtungen werden über das Projekt informiert und um ihre Kooperation ersucht.

Theoretischer Ausgangspunkt ist die UN-Kinderrechtskonvention, deren Prinzipien der Nichtdiskriminierung, des Kindeswohls, der Entwicklung und Partizipation bei der Durchführung des Forschungsprojekts leitend sein sollen. Der globale Rahmen der Konventionen wird im Projekt in untersuchbare Konstrukte und Themen differenziert. Ein zentrales Thema ist etwa die Bindungsbeziehung zu einer vertrauten Person (vgl. Ahnert 2004, Brisch & Hellbrügge 2003). Weitere Themen und Standards gibt die Studie Quality 4 Children (Q4C) als Orientierung vor (vgl. Q4C Standards 2004).

Das methodische Vorgehen ist abhängig von den ausgewählten Kindern und Jugendlichen und den spezifischen Rahmenbedingungen der Einrichtungen. Die grundsätzliche Orientierung erfolgt am Paradigma der qualitativen Sozialforschung. Im Bereich der qualitativen Sozialforschung wird die Teilnehmende Beobachtung einen Schwerpunkt bilden, einen anderen das – für die Zielgruppe adaptierte – Problemzentrierte Interview. Die geeigneten Forschungsmethoden werden mit der jeweiligen Einrichtung besprochen und ihre Durchführung abgestimmt. Erhobene persönliche Daten oder Informationen werden anonymisiert.

Ziel des Projekts ist die Darstellung der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen im institutionellen Rahmen einer Betreuungseinrichtung, die Wahrnehmung ihrer Bedürfnisse und ihrer Lebensqualität aus ihrer eigenen Perspektive. Dies wird aufgrund des Projektrahmens und der dürftigen Basis an vergleichbaren Studien in Österreich ein vorerst exploratives, exemplarisches Bild vom Leben der Kinder und Jugendlichen in stationären Einrichtungen in Tirol ergeben.

Laufzeit des Projekts ist November 2011 bis Juni 2012.

Forschungsförderer ist das Land Tirol (Abt. Jugendwohlfahrt).

Mitarbeiter Projektleitung: Ass. Prof. Dr. Arthur Drexler & Ass. Prof. Dr. Hermann Mitterhofer Projektmitarbeiterinnen: Frau Mag. Petra Flieger, Frau Verena Rojer, BA


Ausbildung und Persönlichkeit. Persönlichkeitsentwicklung als Erfolgskriterium für psychosoziale Aus- und Weiterbildung. Hypo Tirol Bank Forschungsförderungspreis an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck


Schulentwicklung PHORMS. Konzeption einer Elternbefragung zur Schulentwicklung für Kita, Grundschule, Gymnasium in München


Evaluierung des Aufnahmeverfahrens an der FH Kufstein


Analyse zum Innovationspotential des Gesundheits- und Sozialsprengels Schwaz: Entwicklung von innovativen strategischen Geschäftsfeldern im Bereich psychosoziale Gesundheit im Netzwerk mit relevanten Stakeholdern, insbesondere im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung


Lebensstilanalyse. Konstruiert wurde ein Verfahren zur Klassifizierung von Lebensstilen in Österreich, das im Bereich der Unterbringung von dementen Menschen eingesetzt werden kann. Gefördert durch DASTA Lösungen für Generationen e.U.


 

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