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Auswertung der Online Umfrage

 

Zusammenhänge zwischen Orientierung und Qualitätsempfinden

An Hand unseres Fragebogens stellen wir einen fast linearen Zusammenhang zwischen Qualitätsempfinden und Orientierungsbewusstsein fest. Besonders bezüglich Teilfragen deckt sich diese Erkenntnis mit vorhergegangenen Untersuchungen (speziell zur Qualität). In diesem Zusammenhang ist es interressant, dass sich die Häufung der Orientierungsgruppen ebenfalls linear finden lässt.

Abb. 1: Verteilung der Faktoren für didaktisches Qualitätsempfinden und innere Orientierung

Mit einem Korrelationswert von 0,916 ist auch der Zusammenhang dieser beiden Faktoren als sehr hoch einzustufen, was bedeutet, dass diese beiden Faktoren sich gegenseitig sehr stark beeinflussen. Unsere Annahme dass die Qualität und Orientierung miteinander korrelieren, wurde bestätigt. Die beiden Faktoren verhalten sich linear zueinander.

Korrelation der Faktoren und den Schlüsseln

Die Korrelation der Faktoren mit den vorgegebenen Schlüsseln fällt ausgesprochen gering aus, so dass wir keine oder nur wenig signifikante Zusammehänge zwischen den Faktoren und den Schlüsseln gefunden haben. Das bestärkt unsere Annahme, dass der soziale Raum der Universität von anderen Räumen als disjunkt zu betrachten ist. Weiterhin scheinen die Operationen für die innere Orientierung nicht sozial belegt zu sein, da wir die Korrelation zwischen Geschlecht und unseren Hauptfaktoren deutlich unterhalb der Messgenauigkeit liegt (-0,06 inneres Orientierungbewusstsein, -0,02 äusseres Orientierungebewusstsein, -0,06 didaktisches Qualitätsempfinden, -0,02 soziales Qualitätsempfinden, 0,00 organisatorisches Qualitätsempfinden).

Da es keinen deutlichen Zusammenhang zwischen den Orientierungsfaktoren und der Studienphase gibt, kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass die zur Orientierung nötigen Operationen erst an der Hochschule erworben werden. Aus der geringen Geschlechterdifferenz, die wir für diese Faktoren feststellen konnten, folgern wir, dass die Orientierungsoperationen für den sozialen Raum der Universität bereits vor dem Eintritt in das Studium erlernt werden, sozial allerdings nicht so stark für die Geschlechter vorbelegt ist, wie für physische Räume gilt (vergl. [Schmitz2000]). Wir haben hier allerdings nur die Schlüssel isoliert betrachtet und können daher nicht ausschließen, dass sich in der Kombination von Schlüsseln nicht trotzdem Trends erkennen lassen. Auf Grund der geringen Einzelkorrelationen erwarten wir diesbezüglich aber keine extremen Abweichungen von der Gesamtgruppe.

Orientierungsgruppen

Innerhalb der gesamten Untersuchungsgruppe lassen sich drei Gruppen erkennen. Diese Gruppen können pauschal unter dem Begriffen "gut", "durchschnittlich" und "schlecht" orientiert zusammengefasst werden. Diese Gruppen lassen sich über alle festgelegten Schlüssel gleichermaßen finden. Die Hauptgruppe stellt dabei die Gruppe der "durchschnittlich" gut orientierten Studierenden dar.

Die Existenz diese drei Typen überrascht uns prinzipiell nicht. Hier steht allerdings eine eingehende Untersuchung der Daten bezüglich der Schlüssel aus. Obwohl die Gesamtkorrelationen nur gering sind, sind hier doch deutlichere Ergebnisse bezogen auf die Abstände zwischen diesen Gruppen zu erwarten.

Abb. 2: Histogramm des Faktors innere Orientierungbewusstsein

Abb. 3 :Histogramm des Faktors didaktisches Qualitätsempfinden

Abbildung 2 und Abbildung 3 zeigen die beiden Hauptfaktoren mit und den jeweiligen Bereichen, die den Gruppen zugeordnet werden können. Speziell in Abblidung 2 sind die drei sich überlagernden Verteilungen recht deutlich zu erkennen. Die Differenzierung dieser Gruppen ist an den einzelnen Fakultäten unterschiedlich stark ausgeprägt (vergl. Abb. 4).

Abb. 4: inneres Orientierungbewusstsein aufgelöst nach Fakultäten

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