Daniel Sanin | Widersprüche in der Suchthilfe (Workshop)

 20.Mai 2016 15:00 - 19:00

Seminarraum 4DG12 (GeiWi-Turm, 11.Stock) Universität Innsbruck

Widersprüche in der Suchthilfe: Dilemmata von Drogenkonsument*innen und Berater*innen aus kritisch-psychologischer Perspektive.

Auf den ersten Blick scheinen die Positionen der Subjekte im Suchthilfesystem eindeutig: Auf der einen Seite finden sich Personen, die aufgrund ihres Drogenkonsums nach Hilfe suchen, auf der anderen professionelle Berater*innen, die diesen, aus einer humanistischen Grundhaltung heraus, Hilfe gewähren. So klingt das recht widerspruchsfrei.

Doch diese Begegnung spielt sich in einer Gesellschaft ab, die durchzogen ist von hierarchischen, segregierenden, instrumentellen und komplementären Linien und Mechanismen. Ein bestimmter Typus von Drogenkonsument*in wird als krank definiert, bestimmte Substanzen sind erlaubt und andere verboten, für bestimmte Vergehen werden Bestrafungen verhängt und zu jeder Substanz laufen bestimmte Diskurse und Bilder in den Medien, Institutionen und Köpfen ab.

Wenn dieser gesellschaftliche Kontext in die Analyse miteinbezogen wird, wie sind dann die Positionen der Subjekte neu zu bewerten? 

Dieser Frage und auch anderen soll in diesem Workshop nachgegangen werden.

Daniel Sanin: Klinischer und Gesundheitspsychologe, Suchtberater in einer Wiener Drogenhilfeeinrichtung.

 

Eingeladen sind alle, die sich kritisch mit den Widersprüchen in der Drogenberatung auseinanderstetzen möchten. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 17.Mai unter mail@vkpi.at

Ein Workshop des Vereins kritische psychologie innsbruck (vkpi) in Kooperation mit der Leopold Franzens Universität Innsbruck. http://www.vkpi.at/

https://www.facebook.com/Verein-kritische-Psychologie-Innsbruck-vkpi-813837085411164