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Erfassung und Training emotionaler Kompetenzen

Emotionsforscherin Dr. Katja Schlegel stellt im Rahmen des Institutskolloquiums am 15.1.2018 neue Tests zur Erfassung emotionaler Kompetenzen vor und erklärt, wie Emotionserkennungsfähigkeit trainiert werden kann.

Emotionale Kompetenzen wie Emotionserkennungsfähigkeit, Emotionsverständnis und Emotionsregulation sind für einen erfolgreichen Umgang mit anderen im privaten und beruflichen sozialen Umfeld unerlässlich und werden oft unter dem Begriff der emotionalen Intelligenz zusammengefasst. Bisherige Fähigkeitstests zur Messung dieser Kompetenzen weisen jedoch Schwächen auf (z.B. Festlegen der “richtigen” Antworten anhand der Mehrheit von Experten oder Normstichproben). Im Rahmen des Institutskolloquiums stellt Katja Schlegel neue Tests zur Erfassung von Emotionserkennung aus nonverbalem Verhalten (Geneva Emotion Recognition Test, GERT), Emotionsverständnis (Geneva Emotion Knowledge Test, GEMOK) und emotionalen Kompetenzen am Arbeitsplatz (Geneva Emotional Competence Test in the Workplace, GECO) vor, welche einige der bisherigen Probleme beheben sollen. Der zweite Teil der Präsentation widmet sich der Frage nach der Trainierbarkeit von Emotionserkennungsfähigkeit. Es werden einige Studien vorgestellt, welche die Wirksamkeit eines neuen, kurzen computerbasierten Trainings untersuchen.

Dr. Katja Schlegel ist Dozentin an der Universität Bern und Post-Doc am Swiss Center for Affective Sciences, Genf.

Der Vortrag findet am Montag, den 15.1.2018, um 17.15 Uhr im Raum 60819 (8. Stock, Bruno-Sander-Haus, Innrain 52f) statt.