Aktuelle Forschungsprojekte

Veränderungen noradrenerger Hirnfunktion in frühen Stadien von Alzheimer 

Postmortem Daten legen nahe, dass aus bisher unbekannten Gründen der noradrenerge Locus Coeruleus zu den am frühesten von Hirnpathologien betroffenen Hirnstrukturen in Alzheimer gehört. In dieser Studie untersuchen wir, inwiefern eine funktionelle und strukturelle Abnahme des Locus Coeruleus mittels nicht invasive Methoden in den frühen Stadien der Alzheimerdemenz erfassbar ist. Hierzu verwenden wir funktionelle Magnetresonanzbildgebung, volumetrische Magnetresonanzbildgebung und kognitive Aufgaben, die sensitiv für Veränderungen der noradrenergen Modulation sind. 

 

Relevanz des noradrenergen Systems fuer den Erhalt kognitiver Funktionen im Alter

Noradrenalin unterstützt nicht nur kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Aufmerksamkeit, sondern auch physiologische Hirnfunktionen wie eine Regulation des Blutfluss oder eine Hemmung von entzündlichen Prozessen. In diesem Projekt untersuchen wir, ob sich das nordrenerge System bei älteren Erwachsenen, die ungewöhnlich gut darin sind ihre kognitiven Funktionen zu erhalten von dem typisch alternder älterer Erwachsener unterscheidet. Wir untersuchen auch inwiefern eine medikamentöse Erhöhung von Noradrenalin kognitive Funktionen im Alter verbessern kann. 


Stimulation des noradrenergen Systems als therapeutische Intervention im Alter 

Eine Abnahme noradrenerger Modulation im Alter kann mit einer Abnahme kognitiver Funktionen wie zB des episodischen Gedächtnisses zusammenhängen. In diesem Projekt versuchen wir herauszufinden, ob eine Erhöhung noradrenerger Modulation durch nicht-invasive Vagusnervstimulation im Alter möglich ist und ob dies mit einer Erhöhung kognitiver Funktionen einhergehen kann. Der Vagusnerv projiziert indirekt auf den Noradrenalin ausschüttenden Locus Coeruleus im Gehirn und kann durch einen im Ohr platzierten Stimulator angesprochen werden. Um die Wirkweise des Stimulators besser zu verstehen, stimmen wir uns eng it einem Partnerprojekt ab, dass physiologische Korrelate der nichtinvasiven Vagusnervstimulation bei Mäusen untersucht. 

 

Dopaminerge Modulation der Gedächtnisenkodierung im Alter

Eine Abnahme dopaminerger Modulation im Alter wird mit einer Verringerung der Fähigkeit zur Gedächtniskonsolidierung in Zusammenhang gebracht. In dieser Studie untersuchen wir, ob eine einmalige Gabe eines Medikaments, das den Dopaminspiegel erhöht, die Konsolidierung von Erlerntem im Alter verbessern kann. Hierbei verwenden wir auch funktionelle und strukturelle Hirnbildgebung um zu untersuchen ob unterindividuelle Unterschiede in der Hirnfunktion im Alter interindividuelle Unterschiede in den Effekten einer Erhöhung des Dopaminspiegels erklären können. 

 

Dopaminausschüttung bei der Gedaechtnisenkodierung im Alter 

In dieser Studie untersuchen wir ob eine reduzierte Dopaminausschüttung im Alter mit einer schlechteren Gedächtnisfunktion zusammenhängt. Hierzu messen wir gleichzeitig funktionelle Hirnaktivität mittels Magnetresonanztomographie und endogene Dopaminausschüttung mittels Positronenemissionstomographie während Versuchteilnehmer eine Gedächtnisaufgabe bearbeiten. Desweiteren benutzen wir hochaufgelöste funktionelle Bildgebung um die Aktivierung der dopaminergen und noradrenergen Zellkerne bei der Gedächtnisenkodierung nachzuverfolgen.   

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