Projektanbahnung

1. Projektidee und Fördergeber

Jedes Forschungsprojekt beginnt mit einer Idee (oder einem konkreten Auftrag). Suchen Sie entsprechend dieser Idee einen passenden Fördergeber und ein geeignetes Projektkonsortium aus. Passen Sie hingegen nicht Ihre Idee dem Programm und einem bereits bestehenden, aber möglicherweise unpassendem Konsortium an. Sollten Sie Hilfe bei der Suche nach den richtigen Fördergebern benötigen, beraten Sie die Mitarbeiter/innen des projekt.service.büros gerne persönlich.

2. Einordnung des Projekts nach § 26 oder § 27

§ 27 UG 2002: im Namen der Universität

Wesentlicher Unterschied hierbei ist, dass die Institutsleitung in Drittmittelangelegenheiten im Namen der Universität handelt und diese nach außen hin vertritt. Die Institutsleitung kann für ein Projekt eine/n Universtitätsangehörige/n mit der Projektleitung und der Vertretung der Universität bevollmächtigen. Es sind sowohl Auftragsforschung als auch Forschungsförderung bzw. auch sonstige unentgeltliche Zuwendungen möglich (auch Befundungen / Gutachten / Routineuntersuchungen im Auftrage Dritter - keine Forschung). Im Falle von Auftragsforschung ist ein Kostenersatz an die Universität zu leisten.

Typische Fälle: FFG und EU-Projekte (H2020, Erasmus+, Interreg), Auftragsforschung

§ 26 UG 2002: ad personam

Universitätsangehörige dürfen an der Universität Forschung durchführen, die von Dritter Seite finanziert wird, solange die notwendigen Ressourcen vorhanden sind, und wenn im Falle von Auftragsforschung Kostenersatz an das Rektorat abgeführt wird. Über das Geld verfügt die/r Projektleiter/in, die Universität ist mit der treuhänderischen Verwaltung dieses Geldes betraut. Das Projektergebnis gehört zur Universitätsforschung. Auch hier wird zwischen Auftragsforschung und Forschungsförderung unterschieden. Allerdings ist Auftragsforschung im Rahmen von § 26 Projekten nicht erwünscht.

Typische Fälle: FWF, OeNB, TWF, ÖAW-Stipendien

3. Prüfung einer potentiellen Unvereinbarkeit

Die Unvereinbarkeitsrichtlinie regelt die Vorgangsweise im Falle von Rechtsgeschäften mit externen Einrichtungen, Gesellschaften, Unternehmen etc., bei denen ein entsprechendes „Naheverhältnis“ zur Vertragspartei vorliegt. Sie dient dem Schutz aller Beteiligten und soll mögliche Interessenskonflikte vermeiden. Eine Genehmigung im Sinn der Unvereinbarkeitsrichtlinie ist vor Angebotslegung bzw. vor Antragstellung bei der Vizerrektorin für Forschung einzuholen.

  • Richtlinie für den Abschluss von Rechtsgeschäften, bei denen Interessenskonflikte bestehen
  • Erläuterungen zur Richtlinie
4. Eingabe in die Projektdatenbank

Eine Vorgabe der Universitätsleitung ist, alle Projekte zum Zeitpunkt der Antragstellung/Angebotslegung in die Projektdatenbank eintragen zu lassen. Der/die Institutsleiter/in legt fest, wer in der Datenbank Einträge vornehmen kann (Datenbankbeauftragte/r) bzw. wie der institutsinterne Genehmigungsablauf festgelegt ist.

Bitte beachten Sie, dass Offerte im Rahmen von Auftragsforschung, Routineuntersuchungen, Beratung und Gutachten unbedingt (auch) von der/dem Institutsleiter/in zu unterschreiben sind. Nur dieser/diese ist von Gesetzes wegen im Namen der Universität vertretungsbefugt.

Mit dem Eintrag des Projekts in die Projektdatenbank wird das Einverständnis zur Durchführung eines bestimmten Projektes vom/von der Institutsleiter/in eingeholt. Neben dieser Genehmigung und Dokumentation dient dieser Eintrag bei bewilligten Projekten zudem der finanziellen und administrativen Projektabwicklung.

Der Einstieg in die Projektdatenbank erfolgt über VIS:Online, unter dem Bereich "Forschung" (Button "Projektdatenbank"). Das projekt.service.büro bietet jedes Semester Schulungen zur richtigen Verwendung der Projektdatenbank an.

Das An- und Abmelden von Projektdatenbankbeauftragten erfolgt entweder mittels entsprechendem Formular per Fax oder per Mail an Dr. David Lederbauer.

5. Kostenersatz bei Auftragsforschung

Die Universität Innsbruck ist gesetzlich verpflichtet, Kostenersatz für die Inanspruchnahme von Personal und Sachmitteln der Universität zur Durchführung von Auftragsforschung sowie künstlerischen Arbeiten, Untersuchungen, Gutachten oder Befundungen einzuheben. Der Kostenersatz soll einen Beitrag zu den Gemeinkosten leisten, die an der Universität anfallen (z.B. Mieten für die Räumlichkeiten, Betriebs-, Heiz-, Strom- und Reinigungskosten, Verwaltungspersonal, etc.).

Der Kostenersatz ist in vollem Umfang an die Universität zu leisten, d.h. es ist darauf zu achten, dass die Vergütung für das Projekt alle direkten Kosten und auch den Kostenersatz abdeckt. Der Kostenersatz muss ebenso wie ein marktüblicher Gewinn schon bei der Angebotslegung mit einkalkuliert werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der entsprechenden Richtlinie.

Bei allgemeinen Fragen hinsichtlich Auftragsforschung kontaktieren Sie bitte Dr. Kurt Habitzel (DW 34400), bezüglich des Kostenersatzes wenden Sie sich bitte an Frau Dilek Er (DW 34401).

6. Formale & rechtliche Prüfung
  • Die MitarbeiterInnen des projekt.service.büros bietet Ihnen eine formale Prüfung der Richtigkeit Ihres Projektantrags bei allen Förderprogrammen und aus allen Fachdisziplinen an.
  • Bitte stellen Sie auch sicher, dass Sie mit dem gewählten Projekttitel (v.a. bei Akronymen) nicht gegen bestehende geschützte Marken verstoßen. Eine schnelle Suche können Sie selbst mittels Google und TMView vornehmen bzw. Sie wenden sich bei Fragen an Dr. Cornelia Rhomberg (DW 34405).
  • Sollten Sie bereits in der Vorbereitungsphase eine Geheimhaltungsvereinbarung benötigen, bitten wir Sie, mit  Mag. Sigrid Baranov (DW 34410) oder Dr. Martin Plankensteiner (DW 34408) in Kontakt zu treten.
  • Um die Bearbeitung von Projektverträgen zu beschleunigen, füllen Sie bitte die unten stehende Checkliste aus. 
  •   Checkliste Verträge - Formular zum Ausfüllen