Was ist sexualisierte Diskriminierung?

Alle verbalen, non-verbalen oder körperlich sexualisierten Handlungen, die das Ziel und/oder den Effekt haben, eine Person herabzuwürdigen. Kurz gesagt jedes Verhalten mit sexualisiertem Bezug, das von der betroffenen Person als grenzüberschreitend, d.h. unerwünscht und entwürdigend/verletztend empfunden wird oder darauf gerichtet ist, diese Wirkung zu erzielen.  Aufgrund gesellschaftlicher und universitärer Werte und Faktoren kann unsere Wahrnehmung darüber, was wir als sexualisierte Diskriminierung einschätzen, verschoben sein.

Wir haben hier eine nicht vollständige Liste an Handlungen zusammengestellt, die eindeutig als sexualisierte Diskriminuerung bzw. Gewalt zu verstehen sind: (Quelle): 

  • Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen, Beleidigungen oder tätliche Bedrohung,
  • herabwürdigender Sprachgebrauch, z.B. Kommentare über Personen, ihren Körper, ihr Verhalten oder ihr Intimleben, (entwürdigende sexualisierte Bemerkungen über Personen oder deren Körper)
  • Gesten, Verhaltensweisen oder nonverbale Kommentare mit sexuellem oder rassistischem Bezug,
  • unangebrachte und unerwünschte Körperkontakte
  • körperliche Berührungen und Übergriffe bis hin zu Vergewaltigung
  • Androhung persönlicher oder beruflicher Nachteile bzw. das Inaussichtstellen von Vorteilen bei bestimmtem Verhalten,
  • Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts bei Promotions-, Arbeits-, oder Projektstellen
  • die bildliche oder elektronische Präsentation herabwürdigender  Darstellungen  im  dienstlichen oder Ausbildungs- bzw. Studiumszusammenhang, z.B. Schmierereien in öffentlichen Räumen,
  • das Kopieren, Anwenden oder Nutzen herabwürdigender Computerprogramme auf EDV-Anlagen in Diensträumen, Gebäuden oder auf dem Universitätsgelände,
  • Aufforderung zu diskriminierenden Handlungen,
  • Verfolgung, Nötigung und Stalking/ Cyber-Stalking,
  • Verabreichung von bewusstseinstrübenden Substanzen (K.O.-Tropfen).

Sowie alle anderen Handlungen mit sexualisiertem Bezug, welche die Betroffenen Personen als unangemessen empfunden werden.

Weitere Beispiel aus dem universitären Alltag:

Fallbeispiele der Stadt Wien: Das absolute no go. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz (S. 7-8)

Zudem sind hier noch zwei Übersichten über die Grenze von sexualisierter Diskriminierung und "normalem Verhalten":

Period.Brussels: It’s not that grey. How to identify the grey area — a practical guide for the twilight zone of sexual harassment (S. 20-35). Anhand verschiedenster Situationen und Beispiel wird eine gute Perspektive und Analyse geboten.

Sowie eine Übersicht der Leuphana Universität, was Alarmglocken für sexualisierte Diskriminierung sind.

 

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