Projektbeschreibung

Das vorliegende Projekt zielt auf die Vertiefung des theoretischen und empirischen Verständnisses von Employer Branding. Ausgehend von der Kritik an der dominierend funktionalistischen und behavioristischen Ausrichtung der Forschung zu Employer Branding, legen wir ein interpretatives, relationales theoretisches Grundmodell zugrunde, das durch empirische Studien verbreitert, angereichert und verfeinert wird. Dabei orientieren wir uns an einem umfassenden Prozess des Employer Branding und untersuchen sowohl die Entstehung und Implementierung von Arbeitgebermarken in Unternehmen, die Beurteilungskriterien für die Attraktivität von besonders wichtigen Zielgruppen am externen Arbeitsmarkt als auch die Rezeption und Wirkung von Arbeitgebermarken auf diese Arbeitskräfte. Dabei sollen insbesondere auch die spezifischen Ansprüche von Klein- und Mittelunternehmen mit einbezogen werden. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten können einen wesentlichen Beitrag zu theoretischen und empirischen Weiterentwicklung des Wissen über Employer Branding leisten. Dieses Wissen kann auch die Grundlage für die strategische Ausrichtung des Employer Branding als Kommunikationsforum zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bilden. Darüber hinaus haben die Ergebnisse aber auch Implikationen für das Personalmanagement von Unternehmen generell, weil die inhaltliche Ausgestaltung von erfolgreichen Arbeitgebermarken mit den tatsächlichen Praktiken der Personalarbeit in Unternehmen jedenfalls weitgehend übereinstimmen muss.

Projektziele

  • Ein empirisch abgesichertes interpretatives, relationales theoretisches Konzept von Employer Branding, das ein komplexes Verständnis der Entstehung und der Wirkung von Arbeitgebermarken erlaubt.
  •  Eine qualitative Analyse der Prozesse und Einflussfaktoren des Entstehungs- und Implementierungsprozesses von Arbeitgebermarken.
  •  Durch die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden wird ein breites und vertieftes Wissen über die Kriterien der Attraktivität von ArbeitgeberInnen allgemein von am (Tiroler) Arbeitsmarkt besonders nachgefragten (zukünftigen) Arbeitskräften generiert. 
  •  Erkenntnisse über die Wahrnehmung und Interpretation von spezifischen Employer Brands durch diese (zukünftigen) Arbeitskräfte.
  •  Theoretische und empirische Durchdringung des Austauschprozesses und der Abstimmung von Ansprüchen von ArbeitgeberInnen und potentiellen Arbeitskräften durch Arbeitgebermarken als eine kommunikative Schnittstelle zwischen diesen Arbeitsmarktakteuren. 
  • Eine theoretisch reflektierte und empirisch fundierte Auslotung der Möglichkeiten und Grenzen der Steuerung, Koordination und Kontrolle von Arbeitgebermarken, die auch gezielte Handlungsempfehlungen für Unternehmen inkludiert.
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