Statut der „Arbeitsgemeinschaft für Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung in der Kirche“ – Diözese Innsbruck

(DiözBl. d. Diözese Innsbruck, 85. Jg., Juli 2010, Nr. 4, 31.)

1. Ziele und Aufgaben der Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung

1.1.   Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung unterstützt Pfarren, Seelsorgeräume, Dekanate, kirchliche Verbände und Organisationen sowie deren Teilgruppen (z.B. PGR, Fachausschüsse, Leitungsgremien) und andere social-profit-Organisationen und deren Mitarbeiter/innen

  • Ziele und Aufgaben zu erkennen, zu vertiefen und Schritte zu deren Verwirklichung zu setzen
  • gemeinsam zu planen und zu handeln
  • die Effektivität ihrer Organisation zu überprüfen und zu verbessern
  • Veränderungsprozesse zu gestalten
  • Konflikte zu bearbeiten

1.2.   Die Beratung können alle Pfarren, Seelsorgeräume, Dekanate, kirchlichen Verbände und Organisationen sowie deren Teilgruppen (z.B. PGR, Fachausschüsse, Leitungsgremien) und andere social-profit-Organisationen und deren Mitarbeiter/innen in Anspruch nehmen.

1.3.   Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung ist vorrangig Prozessberatung und Begleitung zur Selbsthilfe. Sie geschieht vertraulich. Es gibt keine Mitteilungspflicht über Beratungsinhalte und –verlauf gegenüber Dritten.

1.4.   Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung kann nicht gegen den Willen der zu beratenden Einrichtung verordnet werden. Sie nimmt keine Aufsichtsrechte und -pflichten wahr und ist nicht weisungsgebunden.

2. Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung

2.1. Für Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung ist für den Bereich der Diözese Innsbruck eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) eingerichtet, die dem Seelsorgeamt, Abteilung Gemeinde, zugeordnet ist. Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung wird von der Diözese Innsbruck in Zusammenarbeit mit der ARGE angeboten.

2.2. Mitgliedschaft in der ARGE

Aufnahme durch die ARGE Abgeschlossene oder begonnene Ausbildung nach dem Standard der AGÖ als Voraussetzung. 2.3.Finanziert wird die Ausbildung durch das Seelsorgeamt. Dafür ist ein Ausbildungsvertrag zwischen Seelsorgeamtsleiter/in und Kandidat/in abzuschließen.

2.4.Voraussetzungen für die Finanzierung der Ausbildung gemäß 2.3. sind:

  • ARGE und Seelsorgeamtsleiter/in erstellen gemeinsam Kriterien und eine Vorschlagsliste
  • Auswahl durch Seelsorgeamtsleiter/in aus der Vorschlagsliste
  • gültige Zulassung durch die Kurskommission

2.5. Aufgabe der Mitglieder der ARGE ist es u.a.

  • die Beratungstätigkeit auszuüben
  • über Möglichkeiten der Gemeindeberatung zu informieren
  • die Aufteilung der Projekte vorzunehmen
  • sich fachlich weiterzubilden und die eigene Beratungstätigkeit im Rahmen von Supervisionen zu reflektieren

2.6 Die ARGE kann den Ausschluss von Mitgliedern beschließen, wenn sie keine ausreichend qualifizierte Beratungsarbeit leisten, wenn sie auf andere schwerwiegende Weise den Erfordernissen der Arbeitsgruppe nicht entsprechen, wenn sie auf längere Zeit unbegründet nicht an den Sitzungen teilnehmen und keine Beratungsarbeit annehmen.

2.7. Die ARGE erhält ein jährliches Budget vom Seelsorgeamt für Fahrtkosten zu den Projekten im Zuständigkeitsbereich der Diözese Innsbruck, Öffentlichkeitsarbeit, Kontakte zur AGÖ und zur Subvention von Supervision und Fortbildung.

2.8. Die ARGE in der Diözese Innsbruck ist Mitglied der AGÖ.

2.9.Die ARGE gibt sich eine Geschäftsordnung. Diese bedarf der Zustimmung durch die Seelsorgeamtsleitung.

2.10. Änderungen dieses Statuts und die Auflösung der ARGE bedürfen einer Zweidrittel-Mehrheit der ARGE, der Zustimmung des Seelsorgeamtes und eines Beschlusses des Konsistoriums.

Dieses Statut hat Bischof Manfred nach Beratung im Konsistorium am 01. Juli 2010 mit Rechtswirksamkeit vom 15. Juli 2010 in Kraft gesetzt

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