Alumni

Patrick Swanson

 

Swanson 1 Portrait
Credit: Okto.

 

Derzeitige Tätigkeit:  

Ich leite das Social Media-Team der Zeit im Bild im ORF. Wir kümmern uns vor allem um die Facebook-Seite der Zeit im Bild - und wir produzieren täglich eine eigene Nachrichtensendung, die ZIB100.


Studium: 

Von 2010 bis 2013 habe ich an der Uni Innsbruck den Bachelor in Politikwissenschaft gemacht.

 



  • Warum hast Du Dich/haben Sie sich für das Studium der Politikwissenschaft entschieden? Welche Alternativen gab es für Dich/Sie sonst noch?

Ich habe mich immer schon sehr für Politik, Geschichte und Medien interessiert und wollte mich daher auch im Studium damit beschäftigen. Eine Alternative wäre für mich auch Anglistik gewesen, weil ich auch amerikanische und englische Literatur sehr super finde. Schlussendlich habe ich mich dann knapp aber doch für Politikwissenschaft entschieden.

 

  • Wofür hast Du Dich/haben Sie sich im Studium am meisten begeistert?

Das Beste am Politikwissenschaft-Studium in Innsbruck war für mich der Fokus auf Internationale Politik. Mir ist vor allem ein Seminar bei Martin Senn in Erinnerung geblieben, in dem es um die sprachliche Analyse der Politik ging. Also zum Beispiel: Welche Metaphern verwenden Politiker in ihren Reden, um unterschiedliche Themengebiete zu beschreiben und wie kann man das systematisch analysieren? Das war wirklich großartig.


  • Hattest Du/hatten Sie zu Beginn des Studiums bereits eine Idee, wo Du/Sie nachher landen würdest/würden?

Nein, ich hatte keine Ahnung. Die beruflichen Möglichkeiten sind nach dem Studium ja sehr vielfältig und das ist auch eine Herausforderung. Ich wollte einfach etwas studieren, das mich wirklich begeistert und interessiert – und darauf vertrauen, dass diese Begeisterung dann nachher auch zu einem spannenden Job führt.


  • Und wie bist Du/sind Sie zu der jetzigen Stelle gekommen?

Armin Wolf hat im Sommer 2013 auf Twitter geschrieben, dass die ZIB-Redaktion ein Social Media-Praktikum anbietet. Das war rund um die Nationalratswahl 2013 und hat großartig geklungen. Also habe ich mich per Mail beworben und wurde glücklicherweise genommen. Ich habe dann als Praktikant an ersten Ideen für die ZIB auf Social Media gearbeitet, was mir riesigen Spaß gemacht hat. Nach dem Praktikum durfte ich dann bei der ZIB bleiben und an diesem Projekt weiterarbeiten – und das tue ich bis heute.


  • Was hat Dir/Ihnen im Nachhinein besonders geholfen, nach dem Studium einen Job zu finden?

Wir hatten im Studium ein Medien-Seminar bei Franz Kössler, der auch einmal Chefredakteur der Zeit im Bild war. Durch dieses Seminar hatte ich schon einiges an Vorwissen über den ORF und die ZIB. Das hat sicher auch mein Interesse erhöht, mich dort um ein Praktikum zu bewerben.


  • Was machst Du/machen Sie in Deinem/Ihrem Job?

Im ZIB Social Media-Team machen wir öffentlich-rechtliche Nachrichten für ein junges, mobiles und digitales Publikum. Das machen wir zum Beispiel mit Infografiken und Online-Videos über die Politik und das Weltgeschehen, die wir für Social Media aufbereiten. Mit der ZIB100 machen wir täglich einen Kurznachrichtenüberblick, der die wichtigsten Ereignisse des Tages kompakt zusammenfasst. Dazu kommt auch, dass wir für das Community Management der Zeit im Bild zuständig sind.


  • Inwieweit hat Dir/Ihnen da das Studium geholfen?

Mein Studium hilft mir bei meinem Job sehr. Ich habe dadurch ein breit gefächertes Wissen über politische und gesellschaftliche Zusammenhänge bekommen, auf das ich jetzt täglich zurückgreife. Und das in vielen Themengebieten: In der österreichischen Politik, der internationalen Politik – aber genauso im Bereich der Statistik und der Wahlforschung, zum Beispiel.


  • Was sind die wichtigsten Erfahrungen aus Deiner Studienzeit?

Da gibt es viele. Grundsätzlich finde ich, dass es unglaublich wichtig ist, sich einmal im Detail mit der Wichtigkeit der wissenschaftlichen Arbeit für die Gesellschaft auseinanderzusetzen. Gerade in der heutigen Zeit, wo bei manchen die Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen und faktenbasierte Analysen wächst, ist dieses Grundgerüst wichtiger denn je.


  • Woran denkst Du/denken Sie besonders gern zurück?

Besonders gern denke ich an die unterschiedlichen Lehrveranstaltungen zur Internationalen Politik zurück – wie das schon erwähnte Seminar bei Martin Senn, aber genauso die Vorlesungen bei Gerhard Mangott über die Internationalen Beziehungen und über Russland. Auch die Einführungs-Lehrveranstaltungen zur Soziologie fand ich sehr spannend.


  • Was würdest Du/würden Sie heute anders machen bzw. bereust Du/bereuen Sie im Zusammenhang mit dem Studium etwas besonders?

Würde ich nochmal studieren, würde ich auf jeden Fall ein Erasmus-Semester machen.


  • Zu guter Letzt: Gibt es einen Rat, den Du/Sie aktuellen Studierenden für ihren Einstieg in die Berufswelt mitgeben möchtest/möchten?

Mutig sein! Man kann so leicht in die Vorstellung hineinstolpern, dass man eh keine Chance hat einen tollen Job zu bekommen, dass man nicht gut genug ist, dass alle anderen qualifizierter sind – und dann probiert man’s vielleicht gar nicht erst. Von diesen Gedanken darf man sich niemals einschüchtern lassen. Wenn man hart arbeitet und sich wirklich für etwas begeistert, dann geht vieles.

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