Alumni

Gebi Mair

 

Mair 1 Portrait
Gebi Mair (Credit: Die Grünen Tirol).


Derzeitige Tätigkeit:  

Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag.


Studium: 

Politikwissenschaft an der Uni Innsbruck, 2003-2010 (Abschluss: Magister).




  • Warum hast Du Dich/haben Sie sich für das Studium der Politikwissenschaft entschieden? Welche Alternativen gab es für Dich/Sie sonst noch?

Grundsätzlich aus Interesse und konkret Innsbruck wegen der Faszination durch Anton Pelinka.

 

  • Wofür hast Du Dich/haben Sie sich im Studium am meisten begeistert?

Für Theorie- und Ideengeschichte.


  • Hattest Du/hatten Sie zu Beginn des Studiums bereits eine Idee, wo Du/Sie nachher landen würdest/würden?

Eigentlich wollte ich Journalist werden. Da habe ich wohl etwas falsch gemacht.


  • Und wie bist Du/sind Sie zu der jetzigen Stelle gekommen?

Über eine Referentenstelle bei der damaligen Grünen Landtagsabgeordneten Uschi Schwarzl habe ich mich für eine Kandidatur bei der Gemeinderatswahl für die Innsbrucker Grünen 2006 entschieden. Von den InnsbruckerInnen wurde ich den Gemeinderat gewählt und habe daraufhin zwei Jahre später für den Tiroler Landtag kandidiert. Seit 2008 darf ich Innsbruck im Tiroler Landtag vertreten, zuerst in der Opposition und seit 2013 auch in der Rolle als Klubobmann einer Regierungspartei.

 

  • Was hat Dir/Ihnen im Nachhinein besonders geholfen, nach dem Studium einen Job zu finden?

Zeit für politisches Engagement während des Studiums.

  

  • Was machst Du/machen Sie in Deinem/Ihrem Job?

Ich hole Koalitions-Kohlen aus dem Feuer :-) Aufgabe des Klubobmanns in einer Regierungskoalition ist die Koordination des eigenen Klubs (Landtagsabgeordnete, Regierungsmitglieder) nach innen und zur Partei und Verhandlungsführung mit dem Koalitionspartner zu den wesentlichen Themen der Koalition. Und darüber hinaus darf der Klubobmann die Feuerwehr überall dort sein, wo es gerade politisch brennt. Der Klubobmann ist öffentlich nicht immer sichtbar, in der Koalition selbst darf man ihn aber spüren.


 

Mair 2 Arbeit
(Credit: Gebi Mair).

 

  • Inwieweit hat Dir/Ihnen da das Studium geholfen?

Mein Verständnis über politische Prozesse und Institutionen stammt aus dem Studium, und der Fundus an Theorie- und Ideengeschichte lässt uns immer noch neue Ideen entwickeln. Auch politische Kommunikation hilft in der praktischen Anwendung stark.


  • Was sind die wichtigsten Erfahrungen aus Deiner/Ihrer Studienzeit?

Politikwissenschaftliche Exkursionen mit Dr. Jörg Becker in jeweils gerade spannende Länder: Libanon, Mali, Georgien, Usbekistan, Nordkorea.


  • Woran denkst Du/denken Sie besonders gern zurück?

An eben diese Exkursionen.

 

  • Was würdest Du/würden Sie heute anders machen bzw. bereust Du/bereuen Sie im Zusammenhang mit dem Studium etwas besonders?

Würde Jus als Zweistudium belegen. Ich habe es mit Erziehungswissenschaften versucht, da hat irgendwie der Zug zum Abschluss gefehlt. Für die praktische politische Arbeit hilft Jus viel mehr als alles andere.


  • Zu guter Letzt: Gibt es einen Rat, den Du/Sie aktuellen Studierenden für ihren Einstieg in die Berufswelt mitgeben möchtest/möchten?

Glaubt nicht jenen Lehrenden an der Uni, die euch erzählen dass die wahre Arbeit in einem Parlament in den Ausschüssen passieren würde. In Ausschüssen passiert gar nichts. Die Arbeit liegt woanders.

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