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WählerInnen auf Wanderschaft

  Blog: Die Nationalratswahl 2019

 

Marcelo Jenny

 

Die höhere Wählermobilität in Österreich seit den 1980er Jahren lässt sich - jenseits von Angaben in Umfragen über früheres Wahlverhalten oder Schätzungen mittels Wählerstromanalysen - mit dem einfachen Index der Nettovolatilität (auch als Pedersen-Index* bekannt) zeigen. Der Index der Nettovolatilität ermittelt die Netto-Verschiebungen (Verluste und Gewinne) in den Stimmenanteilen der Parteien in zwei aufeinanderfolgenden Wahlen.

Die Wählerverschiebungen von Nationalratswahl 2017 zu 2019 ergeben – auf Basis des vorläufigen Endergebnisses einen Indexwert von 19,5. Das ist der bisher zweithöchste Wert. Er wird nur von der Wählerverschiebung bei den NR-Wahlen 1999 und 2002 geschlagen. Beim damaligen Erdrutsch-Sieg der ÖVP ergab sich ein Indexwert von 21.


 

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Abbildung 5: Nettovolatilität bei Nationalratswahlen (1945-2019); Daten: Bundesministerium für Inneres, Vorläufiges Endergebnis der NRW (https://wahl19.bmi.gv.at/).

* Pedersen, Mogens N. (1979). The dynamics of European party systems. European Journal of Political Research 7 (1): 1-26. 

 


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