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Benedikt Lentsch

 

Lentsch 1 Portrait
Benedikt Lentsch (Foto: Brabetz).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

Derzeitige Tätigkeit:  

Im März 2018 wurde ich als Abgeordneter zum Tiroler Landtag angelobt. Als Sprecher des sozialdemokratischen Landtagsklubs für Bildung, Sport, Kultur, Europa und Föderalismus bin ich Mitglied in unterschiedlichen Ausschüssen des Tiroler Landtages: Ausschuss für Gesellschaft, Bildung, Kultur und Sport, Ausschuss für Föderalismus und Europäische Integration sowie im Ausschuss für Petitionen.

Zudem engagiere ich mich ehrenamtlich vor allem in meiner Heimatgemeinde Zams als Obmann des SV Zams Tennis sowie als Mitglied im Vorstand des Gesamtsportvereines in Zams.


Studium: 

Vor Eintritt in die Landespolitik habe ich in Wien und Innsbruck Politikwissenschaft studiert und konnte im Jahr 2015 das Masterstudium für Europäische und Internationale Politik an der Universität Innsbruck abschließen. Begleitend absolviere ich noch an der Donau-Universität Krems den Masterstudiengang Politische Kommunikation.


 

 

  • Warum hast Du Dich/haben Sie sich für das Studium der Politikwissenschaft entschieden? Welche Alternativen gab es für Dich/Sie sonst noch?

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Politik immer schon ein großes Thema war, und man hat sehr früh schon am Küchentisch die Diskussionen über die aktuellen Nachrichten und die politischen Themen mitbekommen. Das war sicherlich ein ausschlaggebender Grund, warum ich mich im Laufe meiner Jugend immer mehr für politische Themen interessierte und mich schlussendlich für das Studium der Politikwissenschaft entschieden habe. Alternativ hätte ich mich damals noch für das Studium der Volkswirtschaft interessiert.

 

  • Wofür hast Du Dich/haben Sie sich im Studium am meisten begeistert?

Am meisten interessiert haben mich die Vorlesungen und Seminare zur europäischen Politik. Da an der Universität Innsbruck mit Univ.-Prof. Dr. Andreas Maurer wirklich ein Schwergewicht in diesem Gebiet einen Lehrstuhl innehat, konnte man dadurch sehr viel über den europäischen Integrationsprozess und über die Funktionsweise der EU mitnehmen. Das hilft mir bis heute, um gewisse Entscheidungen in den EU-Institutionen richtig einzuordnen.


  • Hattest Du/hatten Sie zu Beginn des Studiums bereits eine Idee, wo Du/Sie nachher landen würdest/würden?

Zu Beginn des Studiums hat man so seine eigenen Vorstellungen. Da ist von der Arbeit in einer Internationalen Organisation bis hin zum Einschlag einer wissenschaftlichen Laufbahn alles dabei. Wo man genau landet, weiß man aber natürlich nie so ganz genau. Das Leben ist zu vielfältig und hängt auch oft von vielen zum Teil nicht vorhersehbaren Faktoren ab. Wichtig ist, dass man sich im Laufe der Zeit Ziele setzt und diese dann nachhaltig verfolgt. Die Idee in die Politik zu gehen, war schlussendlich so ein Ziel von mir.


  • Und wie bist Du/sind Sie zu der jetzigen Stelle gekommen?

Einerseits habe ich mich während meines Bachelorstudiums an der Universität Wien sehr stark mit gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt. Dadurch fand eine Politisierung in Richtung Sozialdemokratie statt. Der Wille, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten, wurde dadurch immer größer. Andererseits habe ich während meines Studiums an der Universität Innsbruck hauptamtlich in der Landesgeschäftsführung der SPÖ Tirol als geringfügig angestellter Mitarbeiter (Wahlkampforganisation, Protokollführung bei Sitzungen, Betreuung von Pressekonferenzen, Recherchetätigkeiten etc.) gearbeitet. Nach dem Studium war ich Büroleiter der Tiroler EU-Abgeordneten Karoline Graswander-Hainz und vor meinem Einzug in den Landtag Mitarbeiter des SPÖ-Landtagsklubs. Nach dem Einzug in den Landtag habe ich die Stelle als Mitarbeiter des Landtagsklubs aufgegeben, da dies meiner Meinung nach nicht vereinbar war.

 

  • Was machst Du/machen Sie in Deinem/Ihrem Job?

Das Aufgabengebiet als Abgeordneter in einem Landesparlament ist vielfältig. Von der parlamentarischen Arbeit über den Besuch der Dorffeste in meinem Heimatort bis hin zur klassischen Kanaldeckelpolitik ist alles dabei. In jeder Situation geht es aber darum, konkrete Lösungsvorschläge zu gesellschaftlichen Problemen zu entwickeln. Aus meiner Sicht gibt es drei große Handlungsbereiche, mit denen sich die Politik in Zukunft verstärkt beschäftigen sollte: Die Stärkung der Regionen im europäischen Kontext, die Mitgestaltung des Arbeitsmarktes in Zeiten der Digitalisierung sowie eine Politik des Respekts und der Toleranz.

 

  • Inwieweit hat Dir/Ihnen da das Studium geholfen?

Das Studium der Politikwissenschaft ist sehr breit gefächert. Wenn ich es auf eines reduzieren darf, dann würde ich sagen, dass man lernt politische Zusammenhänge besser zu verstehen und man dadurch der Versuchung widerstehen kann, einfache Antworten auf komplexe Fragen zu geben. Das hilft einem in vielen Lebens- und Berufsbereichen weiter.


  • Was sind die wichtigsten Erfahrungen aus Deiner/Ihrer Studienzeit?

Eine der wichtigsten Erfahrungen während des Studiums war sicherlich, dass man sich im Laufe der Studienzeit eine hohe Selbstdisziplin aneignet.


  • Woran denkst Du/denken Sie besonders gern zurück?

Besonders gerne denke ich an viele Exkursionen zurück. Vom Besuch des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, dem Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel sowie die Exkursion nach Washington. Das waren alles hochspannende Exkursionen, wo man wirklich auch sehr viel gelernt hat und Einblicke bekommen hat, die man sonst nie sehen würde.

Ebenso denke ich aber auch an viele spannende Vorlesungen und Diskussionen in den Seminaren zurück. Um nur einen Professor zu erwähnen, von Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neisser konnte ich besonders viel für die Berufswelt mitnehmen. Dafür bin ich sehr dankbar. Zudem haben sich Freundschaften an der Universität entwickelt, die ich nicht missen möchte.

 

  • Was würdest Du/würden Sie heute anders machen bzw. bereust Du/bereuen Sie im Zusammenhang mit dem Studium etwas besonders?

Ich bereue im Zusammenhang mit dem Studium der Politikwissenschaft eigentlich nichts. Die Möglichkeit zu haben, eine Universität besuchen zu können, war für mich ein Privileg. An diese Zeit denkt man gerne und mit einem guten Gefühl zurück.

 

  • Zu guter Letzt: Gibt es einen Rat, den Du/Sie aktuellen Studierenden für ihren Einstieg in die Berufswelt mitgeben möchtest/möchten?

Ich würde allen Studierenden raten, die Möglichkeit eines Auslandssemesters wahrzunehmen und zusätzlich zum Politikwissenschaftsstudium noch eine weiterführende Sprache zu studieren. Das wird in der heutigen Zeit immer wichtiger und eröffnet auch zusätzliche Berufsmöglichkeiten, wenn ich gerade an die Arbeit in einer Internationalen Organisation, in der Europäischen Union oder auch in einer Bundesbehörde denke. Vergessen darf man aber nie, sein Netzwerk auszubauen und dieses zu pflegen.

 

 

Stand: 9. April 2021

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