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Generationen von Wohnhäusern in Antholz Mittertal (Südtirol)
Vielfältiger Weiler, der die Thematik des Bauens zwischen Tradition und Moderne verdeutlicht.
Dieser Weiler, bestehend aus Altem und Neuem, befindet sich etwas oberhalb von Antholz Mittertal an der östlichen Talseite. Drei Generationen von Gebäuden, bestehend aus einem etwa 50 Jahre alten Haus, den braungebräunten Gebäuden in der Mitte (diese sind jedoch wesentlich älter) und dem neuen Bau. Das neue Haus ist aufgrund seines modernen auffälligen Baustils zu einem Streitobjekt geworden. So sind vor allem die Einheimischen die großen Gegner dieses Baukörpers; sie sehen in ihm alles andere als einen gelungen Bau. Die Kritik richtet sich in erster Linie gegen das Flachdach; dies gehört für viele nicht zur geschichtlichen Tradition unseres Landes. Flachdächer sind in der Vergangenheit meist nur für Zu- und Anbauten in untergeordneter Funktion realisiert worden. Als Hauptbauten sind sie erst in jüngster Vergangenheit wieder neu entdeckt worden. Vorteile bietet dieser Baustil vor allem in der sparsameren Ausführung und in der besseren Nutzung der Sonne und der Wohnqualität.
Die Anordnung wurde durch die Abstände der einzelnen Gebäude sehr gut gelöst. Dazu ermöglicht es die Anordnung jedem einzelnen Haus, einen relativ großen Freiraum einzunehmen, um die Zersiedelung so auf ein Minimum zu reduzieren. (Bild und Objektkommentar: Josef Hofmann)