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Biomasse Heizwerk Lech, Vorarlberg: Dieses funktionale Gebäude wurde bogenförmig zwischen Bundesstraße und Bach platziert. Zur Ausstattung des Gebäudes ist zu sagen, dass es zwei Biomassekessel, einen Ölkessel sowie einen Elektrofilter und eine Rauchgaskondensation beherbergt. Im Kellergeschoss sind die Pumpanlage, die eigene Trafostation, das Notstromaggregat und die Expansionsanlage untergebracht.
Zum einem dank der unterirdischen und somit unsichtbaren Platzierung dieser technischen Einrichtungen , zum anderen dank der gewählten Materialien, Holz und Glas, im oberirdischen Bereich, aber auch aufgrund der Einbeziehung in die Topografie der Umgebung ist dem Gebäude eine derartige Nutzung nicht ablesbar beziehungsweise wird nicht als störend empfunden. Dieses Gebäude zeigt mir, dass Funktionalität, Landschaft und Ästhetik sich nicht gegenseitig ausschließen müssen.
Die an das Gebäude gestellte funktionale Anforderung einer Anlieferungsfläche wurde geschickt gelöst.
Die Anfahrt erfolgt dem Straßenverlauf nach von oben (dies könnte auch daran liegen, dass die Lieferungen im Winter ausschließlich von oben kommt, da die fortlaufende Strasse im Winter ab der nächsten Ortschaft gesperrt ist.) Unter dem Vorplatz, auf dem Rinde gelagert wird, befinden sich zwei Brennstofflager mit einem Fassungsvermögen von 2500 m³.
Das Volumen des Gebäudes nimmt die Bewegung der Straße und des Gefälles auf, wodurch ein sehr dynamischer Eindruck entsteht. Die Topografie des Geländes wird zudem durch die Flucht der Stützenreihe verstärkt.
Das Gebäude verfügt über die glückliche Situation, keine weiteren Gebäude in der Nähe zu haben. Es wird folglich konkurrenzlos in den Kontext der Landschaft eingebettet.
Dem Straßenverlauf nach von oben kommend wirkt das Gebäude nicht all zu hoch; die topografische Situation wird ausgenützt indem das Lager in den Hang gesetzt wird. Von unten kommend scheint das Gebäude in zwei Volumina geteilt zu sein. Die Masse wirkt aufgelöst, dieser Eindruck wird verstärkt durch die unterschiedliche Fassadenausbildung, nicht zuletzt durch differenzierte Materialien. (Bild: Internet; Objektkommentar: Michaela Huber)